512 MB sind für ein Alltagssystem im Grunde ausreichend.
Im Grunde heisst aber, Du benutzt nicht tausend Tools
auf einmal und bootest die Kiste auch hin und wieder mal
durch. Wenn man jedoch Mail-Client, Browser mit zig Seiten
offen, FileManager, diverse Admin-Konsolen offen und
nebenbei mit Fotos jongliert, ich meine dann sind 512MB
irgendwann zu wenig und Du merkst das hin und herlagern
des Speichers..
Ich habe hier eine Win2k Kiste stehen, mit 1GB und 0.8- 1.8Ghz, je nach Rechnerlast und dieses System habe ich über
fünf Mainboards und drei CPU-Typen geschleppt, läuft
heute immernoch wie eine eins, seit 7 Jahren jeden Tag
im Einsatz und es ist einiges an Software installiert,
aus jedem Bereich etwas..
Wichtig für eine dauerhaft gut laufende Windows-
Installation ist..
a) Nicht jeden Scheiss installieren..
b) Nicht jeden Scheiss installieren..
c) Nicht jeden Scheiss installieren..
Mal ernsthaft..
1) Programme und Daten nicht zusammen mit der
SystemPartition bunkern..
2) Überflüssige Tools, die im Tray laufen, soweit reduzieren
wie geht, meistens hat man keinen Funktionsverlust.
Viele Tools im Tray warten nur darauf, dass man dort
draufdrückt und die entsprechende Anwendung dann
sofort hochpoppt.. WinAmp-Agent mal als Beispiel genannt
oder den Office-Starter oder Quicktime, diverse Low-Budget
Tools usw.. das muss alles weg und braucht kein Mensch.
Ich habe da auch einiges laufen, aber das sind alles
aktive Programme, da wartet nichts unnötig und verbrät
Resourcen.
3) Regelmäßig folgende Registry-Keys durchchecken,
hier nisten sich die meisten Bremsen ein.
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\RunOnce
HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run
HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\RunOnce
Meine Keys sind alle leer, bis auf einen einzigen Eintrag.
Was sich dort sonst neu einträgt und nicht reingehört kann
gefahrlos gelöscht werden.
Tools die ich brauche, lade ich in einer Batchdatei übers
Autostartup, mit Wartezeit zwischen den Programmen,
damit die Platte nicht unnötig springen muss und den
Bootvorgang unnötig verlängert.
Im Autostart steht sonst auch nichts weiter und dort
sollte man auch hin und wieder mal nachgucken, ob's
"Neues" gibt nachdem man Software probiert hat etc..
Eine gute Hilfe ist die Firewall, deren Meldungen nicht
einfach wegklicken, sondern gucken.. was will da telefonieren.
Oft ist es nicht die eigentliche Software, sondern irgendwelche
Helper/Update/Usw-Tools, die weg können.
4) Dienste stoppen die man nicht braucht, gibt zig Anleitungen
im Netz, welche Dienste man braucht oder nicht..
Und man braucht so einige nicht.. (Sicherheits-Center bei
XP um mal eines von vielen zu nennen).
5) Plattendefrag, am Besten per Scheduler immer Nachts
laufen lassen..
6) Hin und wieder mal alte Software entfernen und
manuell aufräumen in der Systempartition.. letztens
meine erst von ca. 3,5GB auf 2GB "runtergebrochen".
7) Ein Backup machen vor großen Aufräum-Arbeiten
So kommt man ziemlich gut zurecht, wer alle halbe Jahre
sein XP neuinstalliert.. der macht etwas falsch, nach
meiner Meinung.. o) Ich wäre ja allein ein halbes Jahr
jeweils beschäftigt um mein System wieder so hinzukon-
figurieren wie es mal war, mit allen Tools und Settings
und ach.. hör' uff.
In der heutigen Zeit ist's ja leider auch so, dass jedem
Pfurz an Hardware, auch monumentale Software beiliegt,
die oft auch nicht benötigt wird. Ich denke da nur mal
an diverse DSL-Zugangs-Software - AOL und Co, da krieg
ich Brechreiz. Für ICQ gibt es wesentlich schlankere
Clients -> Miranda z.B., Office muss auch nicht immer
die neueste Version sein, mit Office 2000 komm ich noch
gut aus, und braucht nicht dreimal so viel Speicher wie
Office XP und was danach so kam..
Wer "nebenbei" Filesharing betreibt, sollte sich überlegen
dass auf einen kleinen Rechner auszulagern, denn eMule
kann ganz schön hungrig sein, was Ram und CPU angeht.
So ich hoffe da war etwas verwertbares dabei,
ist jedenfalls mein Rezept und schmeckt gut..
Zu den System-Vorschlägen:
Bei Conrad würde ich keine Hardware kaufen, auch
kein Mainboard von Foxconn, noch nie gehört.. o)
Conrad kostet oft deutlich mehr als anderswo.. check
das nochmal, vor allem bei Computerteilen schlägt Conrad
gut zu.
Guck Dir z.B. mal bei http://www.acom-pc.de/ die Komplettsysteme
an, da findest Du sicher preiswerter einen ähnlichen PC.