Am vergangenen Samstag waren wir mit dem Rallye-E als Teilnehmer zur 27. Grabfeldrallye. Leider hat der gute Kadett dies nicht wirklich gut überstanden. Aber mal von Anfang an. Die ersten beiden Prüfungen waren sehr schnell und durchaus auch selektiv. Die ersten Teilnehmer vielen hier bereits aus. Die Pace des in unserer Klasse gestarteten Opel Adam R2 konnten wir wie erwartet nicht erreichen. Schon auf der ersten WP schenkte uns dieser 10 Sekunden ein.
Gegen Ende dieser ersten Prüfung bemerkte ich schon den etwas schwankenden Motor bei den Lastwechsel. Dies verstärkte sich noch in der direkt darauf stattfindenden zweiten Prüfung. Glücklicherweise gab es nach der Prüfung eine Service Pause und mein Verdacht erhärtete sich. Der Getriebehalter ist fast komplett abgerissen. Mit zwei Spanngurten sicherte ich das Getriebe um die Domstrebe und wir konnten so erneut in die zweite Schleife starten.
Jedoch konnten wir in der dritten Wertungsprüfung leider nur unseren Rallye-E abstellen. Ein techn. Defekt zwang uns hierzu. Bei einer kurzen Kontrolle sah ich schnell, dass der Zahnriemen nicht mehr vorhanden ist - Motorschaden. Im Video kann man diesen sehr gut sterben hören. Mit Helm auf und den anderen Geräuschen, ist dies leider nicht hörbar.
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Die Tage gings dann direkt auf die Hebebühne. Der Motor muss dringendst mit dem Getriebe raus. In gemütlichen drei Stunden und zwei Kaffee, war das dann auch erledigt:
Da liegt der Schrott:
Die ersten vorab Einblicke, wie es im Motor aussehen könnte, gaben mir schon die Zündkerzen:
Auch der trockene Inhalt der Airbox verrät vieles:
Ein Blick in den 3. Zylinder:
Darin ist alles nur noch "Matsch" und Schrott. Auch der Getriebehalter kann sich nun komplett zeigen:
Da es kein Jammern gibt, wurden diverse Teile (H-Schaft Pleuel, Schmiedekolben & Co) aus dem Lager geholt und viele Neuteile geordert. Diese und der schrottige Motor wurden in meinen Transporter verfrachtet und am Freitag Abend noch zu meinem Motorenbauer gefahren.
Als letzte Vorbereitung habe ich heute die Feuerlöscher aus dem Rallye-E geholt und zur Überprüfung weg gegeben. Diese sind mir gerade noch so rechtzeitig eingefallen, dass sie mit 06/22 gestempelt sind. Nächste Woche gehts zur Grabfeldrallye in die Rhön - das hätte dann mit den abgelaufenen Feuerlöschern mächtigen Ärger gegeben So kann ich beruhigt nächste Woche packen, aufladen und mir diverse "zeitenmäßige Packungen" abholen Es haben aktuell 4 Opel Adam R2 in unserer Klasse genannt und der eine Citroen C2R2max, fällt dann auch nicht mehr auf Egal, gibt Fun & Erfahrung für uns, denn schließlich geht es für uns, bei dieser Veranstaltung um nichts. Diese zählt nicht zu unserer deutschen Meisterschaft
Frisco-2.0 - ob es sich lohnt? Nu ja, grundlegend zielte die Frage nicht darauf hinaus, sondern lediglich, ob dies möglich ist und ob es schon mal jemand gemacht hat
Sofern ein Schlachter mit allen (Serien) Teilen, Kabeln, Steuergeräten und den richtigen Motornummern vorhanden ist, kann der Umbau an einem Wochenende passiert sein. Ob sich das nachher mit TÜV und Co lohnt ... kann nur der Fragesteller sich selbst beantworten
Ich habe mir den Termin ebenfalls mal notiert Jedoch klingt das Treffenziel etwas nach "Innenstadtparken" und ich glaube, die Anwohner wären vom Rallye-E nicht wirklich begeistert. Deswegen die Frage: Kadett zur Teilnahme Pflicht?
Die gab es mal und nur aus der Motorsportabteilung zu beziehen. Die Betonung lag auf "gab" Von dieser Abteilung habe ich die damals auch bezogen und vor der Schließung und dessen Rausausdiemausverkauf noch ein Gruppe-A Drehmomentstützenlager ergattern können Die Lenker schweiße ich schon seit Jahren mit der Verstärkung selbst nach, weil es a) die Abteilung und die Teile einfach nicht mehr gibt und b) weil es heutzutage einfach wesentlich billiger ist. Schablone einscannen, zu einem Laserbetrieb gehen, Teile aufschweißen und fertig. Taugt übrigens wirklich was, wenn Du auch die Dämpferpatronen verstärkt und verschweißt hast
Endlich mal eine kleine Lücke in meinem Terminkalender. Diese Lücke habe ich direkt genutzt, um den Rallye-E von der Zweitwerkstatt in die hauptwerkstatt zu verfrachten. Hier steht mir halt auch meine Hebebühne, ein vielfaches an Werkzeug und eine anständige Werkbank zur Verfügung. Somit wurde das defekte Radlager in Angriff genommen und ausgetauscht:
Nachdem der Kram wieder zusammen war, ging es für den Rallye-E wieder zurück in "seine" Werkstatt. Techn. gesehen ist er nun wieder Fit für seinen nächsten Einsatz. Allerdings muss die nächste Lücke im Kalender unbedingt für eine ausgiebige Fahrzeugwäsche genutzt werden.