Nicht alles ist so ganz stimmig
"Zu viele Zuliefererteile" waren es nicht
Schlichtweg sieht die Wahrheit recht nüchtern aus. Opel hatte von GM ein klares Verbot, für die Teilnahme am Rallyesport ausgesprochen bekommen. Deswegen wurde dies mit dem "Opel Euro Team" umgangen. Hier waren aber trotzdem die Kosten klein zu halten. Die Achsen / Bremsen und Co wurden von größeren Serienmodellen übernommen. Deswegen haben die 400er auch alle 5 Loch. Der 2,4l Motor ist im Grunde nur ein aufgebohrter 2l mit einer speziell angefertigten Kurbelwelle. Es gehen auch andere KW, die dann auch im Omega / Frontera verbaut wurden aber die sind etwas anders aufgebaut - Thema Schwingungen / Gegengewichte / Material. Der 16V Querstromkopf ist im Grunde nur eine Weiterentwicklung des schon vorhandenen Querstromkopf vom Kadett-C (Gruppe 4) Der wurde aus England bezogen.
Am Ende der Hecktrieblerära, wo klar war dass nur noch Allradfahrzeuge im Rallyesport siegfähig sind, gab es den Kadett-D 400 - aber rein zu Testzwecken. Schaut auch hierzu mal das Herstellungsjahr an. Da war bereits klar, das der D bald gegen den E ausgetauscht wird. Auch waren die finanziellen Mittel immer noch arg begrenzt. Deswegen war eine Teilnahme an der Gruppe-B Meisterschaft nie geplant. Der E sollte an der abgespeckten Gruppe-S antreten. Dafür war der D 400 als "Entwicklungsträger" geschaffen worden.
Zum Thema " wie erkenne ich einen echten 400er". Nie am Ventildeckel. Da gibt es gute Nachbauten. Achte mal auf die Rückseite des Kopfs / hinter dem 4. Zylinder. Hier ist bei Nachbauten eine Platte aufgeschraubt oder angeschweißt. Die schließt den abgeschnittenen 6 Zylinderkopf.
Thomas

