Beiträge von Strahli

    Wie alt ist Deine Tachowelle?

    Das von Dir beschriebene Geräusch kann auf eine verschlissene Tachowellenseele zurückzuführen sein, die auf der Innenwand der Mantelhülle reibt. Wen dem so ist, dann hilft da auch kein Fett mehr, dann muss die Tachowelle getauscht werden.

    vollkommen richtig :thumbup:


    Dieses Phänomen ist bereits seit der Frühgeschichte des Verbrennermotorenbaus bekannt und wurde auch bereits durch andere konstruktive Maßnahmen versucht zu verhindern, wie z.B. der desmotromischen Ventilsteuerung, bei welcher die Ventilsteuerung mittels Kipphebel über zwei eigenständige Nocken mechanisch erfolgt. Sprich es gibt in diesem Fall jeweils einen Nocken für die Öffnungsbewegung und einen weiteren für die Schließbewegung des Ventiles.

    Mercedes hatte diesen Ventiltrieb seinerzeit in den Motoren seiner Silberpfeile verbaut, um das "Flattern" der Ventile zu verhindern.

    Aufgrund einer Anfrage, teile ich hier mal meine Erfahrungen. Ob ich diese jedoch technisch korrekt rüber bringe bitte ich mir nachzusehen:


    Wenn der Motor überdreht wird, dann sind die Ventile ab einer gewissen Schwellendrehzahl aufgrund ihrer eigenen Resonanz infolge der Massenträgheit der Ventilfedern nicht mehr in der Lage der festen Phasenbeziehung zwischen Kurbelwelle und Nockenwelle zu folgen.

    Das heißt, die Ventile sind nicht mehr in der Lage ihre definierten Endpunkte für den geschlossenen und geöffneten Zyklus zu erreichen, stattdessen kommt es infolge der Eigenschwingungen zum Abheben der Schlepphebel von der Nockenoberfläche, was dazu führt, dass sich der Ventilhub vergrößert und sich die Ventile weiter auf die Kolben zubewegen wie eigentlich technisch begrenzt.

    Dies führt im Umkehrschluss zu räumlichen Überschneidungen zwischen Ventilboden und Kolbenboden, und somit zu Schäden infolge von Berührungen.


    Ich hoffe ich konnte es ein wenig verständlich erklären

    Dieses von Dir beschriebene Verhalten ist von der drehzahlabhängigen Eigenschwingung und der Massenträgheit der Ventilfedern abhängig.

    Ich kann das leider nicht so gut beschreiben, daher hier mal ein fachlich fundierter Auszug aus einer Doktorarbeit; das Zitat ist geistiges Eigentum von Dr.-Ing. Wolfgang Semet:


    Die maximal zulässige Drehzahl des Ventiltriebs wird hauptsächlich von den Eigenschwingungen der Ventilfeder bestimmt, die ab einer bestimmten Drehzahl zum Abheben der Übertragungsbauteile vom Nocken führen. Diese unkontrollierte Ventilbewegung führt schnell
    zu Schäden an den Nocken bzw. an den Ventilen und den dazwischen liegenden Bauteilen.
    Ursache sind die Feder-Masse-Eigenschaften der üblichen Schraubenfedern. Leichte Ventiltriebsbauteile mit hoher Steifigkeit lassen nach den bisheriger Erfahrung bei Motoren für den Rennsport Drehzahlen bis zu 14.000 U/min zu, die Dauerhaltbarkeit der Bauteile ist dabei jedoch eingeschränkt. Für Motoren, die für Fahrzeuge in größeren Stückzahlen und einer Laufstrecke bis zu 160.000 km konzipiert werden, dürfte diese Drehzahlgrenze deshalb im Bereich von ca. 10.000 U/min liegen. Weitere Drehzahlsteigerungen im Ventiltrieb sind dann nur noch durch Verwendung von pneumatischen Ventilfedern denkbar, damit liegt die Resonanzfrequenz der Feder eine ganze Größenordnung höher.

    japp, vollkommen richtig. Damit hatte ich auch bereits Berührungspunkte. Als im Winter 1999 an meinem C20NE im Omega A der Zahnriemen aufgegeben hatte, habe ich mir den Schaden in den Brennräumen mit einem Boroskop anschauen wollen und dabei durfte ich dann was feststellen... nämlich gar nichts; null Beschädigungen an Kolben und Ventilen. Von da an war der C20NE mein Liebling ;)

    Hallo Kyle01

    Deine Aussage ist zum Teil korrekt, aber nur die halbe Wahrheit. Denn die Ventilböden reichen auch bei den Freiläufern bei geöffnetem Ventil über die Planflächen der Zylinderköpfe hinaus. Um die Freilaufeigenschaften bei diesen Motoren erreichen zu können, besitzen die Kolben dieser Motoren entsprechend ausgeformte und platzierte Ventiltaschen in den Kolbenböden.

    Siehe nachstehendem Vergleich zwischen den Kolben eines 13S Motors und denen vom C14NZ. Beim C14NZ Motor schlagen die Ventilböden bei geöffnetem Ventil im Flankenbereich der Kolben auf.

    @Meenzer

    Dem ist nichts mehr beizupflichten, Du hast es sehr treffend erklärt. Opel wird sich genauso wie viele andere übernommene Automarken schleichend und ohne großes klimm bimm erst vom Markt und dann ganz langsam als eigenständige Marke auch aus dem Straßenbild verabschieden.


    Die besten Beispiele hierfür sind wie bereits erwähnt Skoda, aber auch so namhafte Marken wie NSU, Hanomag oder Henschel. Wo die ursprünglichen Fahrzeuge vom übernehmenden Unternehmen unter dem eigenen Logo noch eine Zeit lang weitergebaut und dann ersatzlos schleichend vom Markt genommen wurden, um die freiwerdenden Marktanteile mit den eigenen Produkten zu schließen.

    So etwas nennt man auch das Ausschalten der Konkurrenz und es dient dem langfristigen Füllen der Taschen der eigenen Aktionäre.

    kaum zu Glauben... warum kriegen die dass bei VW auf die Reihe?

    GM hat Opel nicht gut getan, die haben nur den Erfolg von Opel der 80´er und 90´er Jahre genutzt, um bei Opel die Gewinne abzugreifen und in die marode GM-Industrie zu pumpen, und PSA macht es nicht besser.

    Wer weiß wo Opel heute stehen könnte, wenn die Gewinne im Konzern geblieben wären!!!