Beiträge von Strahli

    Sehr interessant Dein AU Dokument.

    Dass die zulässigen Abgaswerte aufgrund der in den 80´er Jahren gesetzlich verschärften Vorgaben vom Datum der Erstzulassung abhängig sind ist mir je bekannt.

    Die Daten zu Leerlauf und Zündzeitpunkt Deines 13S weichen ebenfalls von den meinen ab, obwohl der Motor als 13S im mechanischen Aufbau vollkommen identisch ist, bis auf den Vergaser und die Ansaugbrücke.

    Was mir auffällt ist die Tatsache, dass damals der CO-Gehalt mit 0,966 %Vol deutlich über den von Dir genannten 0,2 %Vol liegt und sogar oberhalb der 0,71 %Vol meines Kadetten.


    Und hier noch die Daten zum CO-Gehalt, wie ich es seiner Zeit noch gelernt habe. Da kann mehr dann auch sehr schön erkennen, wie der Gesetzgeber die Abgaswerte verschärft hat. Diese Werte sind heute so in keinem AU-Tester mehr hinterlegt, kein Wunder das die Vergasermotoren heute wesentlich schlechter laufen; denn für die heutigen Abgaswerte sind die Motoren gar nicht konzipiert.

    Der Grenzwert für den CO-Gehalt liegt beim Kadett D mit dem 13S Motor tatsächlich bei 1,5 %Vol.

    Mein Vergaser ist aktuell auf 0,8 %Vol im Leerlauf eingestellt.

    Am besten rennt der 13S bei um die 2,0 %Vol.

    Hallo CRB4484


    Dein Eindruck täuscht nur auf den ersten Blick. Ich habe gerade noch einen TÜV-Bericht samt Rechnung aus dem Jahre 1996, in Höhe von 153,- DM, gefunden. So gesehen haben sich nach Bereinigung der Einkommensverhältnisse und der Kaufkraft, die Kosten für die TÜV-Untersuchung in den letzten 25 Jahren eigentlich wenig verändert.

    Der Service der Prüfstellen war damals im Vergleich schon sehr teuer gewesen; wenn man bedenkt, dass der Prüfaufwand damals noch wesentlich niedriger und die technische Ausrüstung der Prüfstellen nicht so umfangreich wie heute waren.

    Warum stellst Du Deinen 13S ohne Kat denn vor der TÜV-Prüfung so mager ein?

    Zulässig ist heute bei Fahrzeugen ohne Katalysator ein CO-Gehalt von max. 1,50 %Vol im Abgas. Mit einem Wert von 0,2 %Vol tust Du Deinem Motor nichts gutes.

    Früher galt hier für die Gemischanreicherung bei Vergasermotoren laut §47 der damaligen StVZO ein Maximalwert von 4,5 %Vol im Abgas, weshalb Vergasermotoren damals auch noch ein ganz anderes Ansprechverhalten hatten. Die Veränderungen der Kraftstoffzusammensetzung wie auch der gesetzlichen Abgasbestimmungen haben dazu geführt, dass Vergasermotoren heute nicht mehr so agil laufen wie vor 30 Jahren.

    Da musst Du doch Deinen Motor nicht noch magerer einstellen als es ohnehin zulässig ist. Der Sauerstoffüberschuss im Luft-Kraftstoffgemisch sorgt dafür, dass die Verbrennungstemperaturen in Deinem Motor wie auch die Klopfneigung ansteigen, und da Vergasermotoren keine Klopfsensorsteuerung besitzen wie moderne Einspritzer, kann dies zu Schäden an Kolben, Lagern, Ventilen und Zündkerzen führen. Da können sich die Leute noch so sehr über Deine niedrigen CO-Werte freuen, Dein Motor tut es jedenfalls nicht!!!


    Hier mal eine Information für die nahe Zukunft

    Aufgrund der geplanten und gesetzlich festgelegten weiteren Verschärfung der Abgaswerte und der damit immer weiter steigenden Verbrennungstemperaturen in den Motoren, entwickeln Motorenhersteller wie bei BMW aktuell zur Senkung der gefährlichen Übertemperaturen und zum Schutz der Motorenbauteile Konzepte mit gleichzeitiger direkter Benzin- und Wassereinspritzung über ein und die selbe Einspritzdüse. Die Verdunstungsenergie des Wassers sorgt bei der Verbrennung für eine gezielte Senkung der Verbrennungstemperatur, Senkung des Verbrauches und der Abgaswerte. Zusätzlich wird der bei Abmagerung des Luft-Kraftstoffgemisches steigenden Klopfneigung von Verbrennungsmotoren entgegengewirkt und der Wirkungsgrad des Motors bei Volllast gesteigert.

    Dieses Konzept hatte BMW bereits im Jahre 2015 auf Messen für seinen neuen Dreizylindermotor vorgestellt.

    Genauso sehe ich dass.

    Ich entscheide selbst wem ich mein Geld in den Rachen werfe; und zu meinem TÜV-Prüfer, zu dem ich bereits seit 15 Jahren fahre, habe ich ein sehr gutes und faires Vertrauensverhältnis. Wenn mal was gravierendes an einem meiner Fahrzeuge gefunden wurde, dann hat er mich darauf hingewiesen, mir aber für seine Aufwendungen keine Kosten für die Prüfung in Rechnung gestellt. Zudem darf ich bei der Abgasprüfung auch selbstständig die Vergasereinstellung vornehmen; in welcher Werkstatt kann man so etwas heute denn noch machen?

    Außerdem ist mir der Aufwand für das Aufsuchen von zwei verschiedenen Institutionen zu umständlich und meine Freizeit für so etwas zu kostbar; dafür bin ich gerne bereit auch etwas mehr auszugeben.

    Ich habe dieses Jahr drei meiner Auto´s TÜV fertig gemacht, dafür hätte ich dann sechs Termine machen müssen. Warum soll ich sechs Termine machen, wenn ich alles auch in drei Termine packen kann. Wir schmeißen in unseren Leben so viel Geld für Unsinn zum Fenster hinaus, da kann man auch mal in die eigenen Freizeit investieren.

    So nun habe ich mir mal die Zeit genommen und mich mal hingesetzt mein Adrema-Schild aufzuschlüsseln.

    Vielleicht könnt Ihr mir ja bei den beiden noch offenen Ausstattungscodes weiterhelfen, zu diesen beiden habe ich nämlich nichts gefunden.

    Folgendes habe ich entschlüsseln können:


    Typenschild

    Fahrgestellnummer: *3312629464*

    33 = Modellcode Limousine 2-türig mit Heckklappe

    1 = Herstellungsjahr 1981

    2 = Montagewerk Bochum

    629464 = fortlaufende Nummer

    E532 = Farbcode Englischrot (English Red)


    Adrema-Schild

    078025 = Produktionsauftragsnummer

    33098 = 33 = Limo 2-türig/ 0 = Linkslenkung Deutschland/ 9 = Motortyp 13S/ 8 = manuelles 4-Ganggetriebe

    77 = Farbcode für Englischrot

    257 = Ausstattungsvariante SR Modell

    410 = interner Werkscode Linkslenker

    1130652 = Produktionsdatum: 1 = 1. Quartal 13 = 13. Tag 0652 = 652 Tagesnummer der Fahrzeugproduktion

    469 = elektrische Wischer-Waschanlage für Heckscheibe

    471 = Frontscheibenwischer mit Intervall

    494 = Quarzuhr elektrisch beleuchtet

    507 = Sportspiegel Fahrerseite

    51R = Tankdeckel abschließbar und Rückfahrscheinwerfer

    521 = Warnlampe für Handbremse

    53E = Verbundglasfrontscheibe und Zigarettenanzünder beleuchtet

    55R = Zusatzinstrumente und Tageskilometerzähler

    52 = interner Steuerungsschlüssel für Fertigung

    573 = Paket SR Ausstattung

    581 = Ablagefach Fahrer- und Beifahrertür

    591 = ???

    608 = Recaro Sportsitze schwarz mit verstellbaren Kopfstützen

    645 = Innenspiegel abblendbar

    655 = 3-Speichen Sportlenkrad

    668 = ???

    686 = Zusatzausstattung Haltegriffe vorn/ hinter, Ascher hinten in Seitenverkleidung, Make-Up Spiegel Sonnenblende Beifahrer

    695 = Ablagefach Armaturenbrett

    70U = Abdeckung Gepäck-/ Laderaum und Rechteckscheinwerfer

    73B = spezielle Spoiler an Front, Radläufen und Dach

    Jungens, die E Kadetten sind auch knapp 200 kg schwerer und haben auf der Hinterachse selbst bei den kleinen Trommelbremsen bereits Radbremszylinder mit einem größerem Bremskolbendurchmesser, da ist es völlig normal das man dort höhere Bremswerte erreicht.


    Zudem gab es den C16NZ sowohl mit der kleinen als auch der großen Trommelbremse; und beide Bremsanlagen waren im Vergleich zum Kadett D bereits verstärkt.

    Beim D hatten ausschließlich die Automatikkadetten die verstärkte 46 mm Trommelbremse mit größeren Radbremszylindern auf der Hinterachse. Bin in den 90´ern selbst Kadett D mit 13N und 13S Motoren gefahren und kenne die Unterschiede. Die hatten definitiv auch höhere Bremswerte auf den Rollenprüfstand.