Welcher maximale Wert auf dem Prüfstand bei Annährern/Erreichen der Blockiergrenze erreicht wird/werden kann, hat aber mit den Dingen die Du aufzählst gar nichts zu tun. Entscheidend ist der Reibwert Rolle/Reifen und das Gewicht auf der jeweiligen Achse.
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Fahre mal rückwärts auf einen Rollenprüfstand und achte mal was dann mit den Bremswerten gegenüber der Erstmessung passiert, Du wirst überrascht sein. Dann wirst Du über die Faktoren Reibwert Rolle/ Reifen und Achslast anders denken.
Die Bremsbelagflächen wie auch die Reibrichtung sind auch wichtige Faktoren.
Ich hatte an einen Plattenprüfstand gedacht, weil bei diesem Verfahren durch die dynamische Erhöhung der Achslast vorne und Absenkung hinten die bei Dir hohen Werte v. und sehr niedrigen Werte h. zu erklären wären. Vielleicht hat der Prüfer auch nicht richtig gemessen, es sei denn, das Ergebnis war vor zwei Jahren ähnlich. Die Bremskraftverteilung erscheint mir sonst sehr ungünstig, was zu einem verlängerten Bremsweg führt.
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Deine Vermutung ist definitiv falsch, obwohl Dein gedanklicher Ansatz richtig ist, Du hast nur einen Gedankenansatz außer Acht gelassen, die Funktion der lastabhängig wirkenden Bremse der Hinterachse. Schließlich werden laut Prüfprotokoll beim Einsatz der mechanisch wirkenden Handbremse entsprechend höhere Bremswerte erreicht.
Platzieren wir jetzt drei Personen auf der Rücksitzbank und beladen den Kofferraum, dann wird mein Bremsdruckregler dafür sorgen, dass sich die Bremswerte auf meiner Hinterachse auch im äquivalent erhöhen. Die Funktion meiner Bremsanlage ist so vollkommen korrekt, da die niedrigere Bremswirkung auf der Hinterachse bei unbeladenem Fahrzeug nur dem Spurhalteverhalten dient und dafür sorgt, dass das Heck beim Bremsen aufgrund der Verschiebung der negativ beschleunigtem Massen nicht ausbricht.
Und dass mein Prüfer nicht richtig messen würde, die Frage kannst Du Ihm gerne selbst stellen. Er ist ein langjähriger Prüfer, der seinen Job liebt, bereits knapp drei Jahrzehnte Erfahrung hat und mit modernster Technik arbeitet.
Anbei der Prüfbericht aus dem Jahre 2019 mit ebenfalls korrekten Messergebnissen.

Zu A.T.U: Es ging in meiner Empfehlung lediglich um die Abgasuntersuchung bei Fz ohne Kat. Nutze ich in zwei Jahren gerne wieder. Mein eigenes Desinfektionsmittel hatte ich auf dem Armaturenbrett stehen, damit sie mir die Hygienemaßnahmen nicht berechnen. Ja, und was Deine Erfahrungen anbelangt: In anderen Werkstätten wird leider auch viel Mist gebaut.
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Da gebe ich Dir vollkommen Recht, schwarze Schafe gibt es überall. Dritte am eigenen Auto schrauben zu lassen ist immer eine Sache des persönlichen Vertrauens, wofür ich auch gerne bereit bin etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Dieses Vertrauen habe ich aber in diese besagten Werkstätten restlos verloren.
Ich sprach hier ausschließlich von meinen eigenen Erfahrungen und bin auch kein Verfechter von Vorurteilen; aber wer seine Mitarbeiter am Ersatzteil- und Reparaturumsatz beteiligt und diese so ermutigt dem Kunden Reparaturen aufzuschwatzen, welche nicht von Nöten sind, der ist in meinen Augen nicht Ziel- sondern Ergebnisorientiert am Kunden interessiert.
Mir wollte man dort vor Jahren weiß machen, dass meine Bremsanlage verschlissen wäre und man mir für die Reparatur ein Sonderangebot machen könnte, obwohl ich nur zum Erneuern der Winterräder dort war.
Der Hohn dabei war, dass ich die Bremsanlage erst vor wenigen Monaten komplett selbst erneuert hatte; woraufhin ich im Anschluss auf die Aussage des Monteurs ein Gespräch mit dem Werkstattleiter eingefordert hatte und mich im angeregten Gespräch über das unverschämte Angebot beschwerte.