Die Unterdruckdose am Zündverteiler sorgt für mehr Vorzündung im Teillastbereich. Dann ist auch der Unterdruck an dem betreffenden Anschluss des Vergasers knapp oberhalb der Drosselklappe am am höchsten. Hohe Strömungsgeschwindigkeit = niedriger absoluter Druck = Unterdruck. Bei Volllast strömt mehr Volumen durch den Vergaser, aber der Unterduck ist wieder geringer und die Unterdruckdose am Verteiler wirkungslos. Der maximale Verstellwinkel beträgt so etwa 8° bis 14° je nach Modell. Der Unterschied dieser Dose dürfte zwischen 13N und 13S eher gering sein.
Bei hoher Drehzahl und Volllast ist also nur die Fliehkraftverstellung wirksam. Fliehgewichte verdrehen den Nocken für den Unterbrecherkontakt gegenüber der Verteilerwelle und sorgen für die nötige Verstellung.
Z.B.: 13N statische Vorzündung 10° + 28° Fliehkraftverstellung = Zündzeitpunkt 38° v. OT bei hoher Drehzahl und voll geöffneter Drosselklappe, 13S statische Vorzündung 10° + 20° Fliehkraftverstellung = Zündzeitpunkt 30° v. OT bei hoher Drehzahl und voll geöffneter Drosselklappe. Die Fliehkraftverstellung setzt so bei 1200 min-1 ein und erreicht ihr Maximum bei etwa 4000 min-1.
Ich hatte die Werte vor längerer Zeit mal bei Autodata gefunden.
Beim elektronischen Zündverteiler von DELCO liegt die Fliehkraftverstellung gut zugänglich unterhalb des Verteilerläufers. Dieser Verteiler hat neben den Anschlüssen der Zündkabel an der Verteilerkappe natürlich zwei Kabel zur Zündspule statt nur eines bei Verteilern mit mechanischem Unterbrecherkontakt, die ich bei den OHC-Motoren bisher nur von Bosch kenne.
Auf den Bildern: Mein Ersatzverteiler, falls mal irgendetwas unterwegs mit dem ersten originalen (32 Jahre) nicht stimmen sollte. Ist ein Wiederaufgearbeiteter und stammt einer Lagerräumung,



