Ich benutze Microsoft "Security Essentials", ist kostenlos und meiner Meinung ausreichend um mal hin und wieder ein Check zu machen, wenn man meint es sei nötig oder man handelte bewußt fahrlässig.. o) Dauernd lasse ich den aber nicht laufen, der sperrt mir zuviele Files, die für geübte Benutzer keine Bedrohung sind (z.B. ein VNC Server/Client als Setup, oder diverse Keymaker).
Die Maschine neu aufzusetzen würde ich auch vermeiden wollen, macht immer viel Arbeit, wenn man 'nen Rechner nicht nur als Internetportal für Facebook verwendet.
In diesem Fall würde ich neben dem Virenscanner, noch manuell nach Resten suchen, sofern möglich. Wenn Du weißt, welcher Virus das war, findet sich im Internet immer eine Beschreibung über die Änderungen am System, die das Teil vorgenommen hat. Manchmal gibt es auch spezielle "Remover", die ganz spezielle Infektionen wieder in den Griff bekommen.
Online-Virenscanner sind mit Vorsicht zu genießen, wenn dann nur die wirklich bekannten Firmen ansteuern und keine Werbung die Links oder rechts mal aufpoppt "hernehmen", die zum Online-Scan einlädt. Online-Scanner sind bei wirklich fiesen Dingen wie RootKits und ähnliches (unter der Schicht des Betriebssystems) nicht ausreichend, dafür gibt es auch spezielle RootKit-Scanner/Remover (Freeware).
Offtopic für Virengeplagte, mein Rezept gegen Viren und sonstigen Bullshit.. o):
- Eine (Windows) Firewall-Regel gegen alle ausgehenden Programme einrichten und dann immer jedes Inet-Programm einzeln freigeben.
- Nichts von Rapidshare, eMule oder Treiberseiten herunterladen, das nicht eindeutig das ist was Du suchst. Viele Downloadseiten sind gespickt mit falschen Links die dann Zeug auf den Rechner bringen, das da nicht hingehört. Gibt's vor allem oft bei der Treibersuche, der vermeintliche Treiber ist dann eine EXE, die für Dich die Treiber aufspüren soll usw. Im Browser immer drauf achten, wo der Link wirklich hinzeigt "Status-Leiste unten".
- Den Autostart von Setups diverser CDs/DVDs und USB-Sticks abschalten, vor allem gemountete ISOs aus dem Netz ist nicht zu trauen.
- Die Dateiendungen sichtbar schalten, hilft nicht nur gegen vermeintliches Anklicken von Bildern, die EXE-Files sind.
- Wer sich auskennt, verknüpft VBS, JS, BAT und sonstige ausführbare (Script)Dateitype mit einem Text-Editor seiner Wahl, damit sowas nicht autom. ausgeführt wird.
- Opera als Hauptbrowser verwenden - FireFox, Chrome und Co sind ok, da stürzen sich aber auch alle Angreifer drauf. Opera ist der beste OutOfTheBox-Browser, man braucht auch keine Plugins um das Teil komfortabel zu bedienen oder um es auf sich selbst anzupassen. Die Verbeitung des Browsers ist (noch) eher gering, eine Gefahr durch ausgenutzte Sicherheitslücken somit ebenfalls weit gemindert.
- Optimal ist dann noch ein Router jeglicher Bauart vor dem Rechner.
Die wichtigste Regel ist dennoch aufzupassen, was man anklickt und was man herunterlädt, dann kommt man sehr gut ohne extra Anti-Viren/Firewall-Paket aus. Symantec, Avast und Co im Hintergrund laufen zu lassen ist dann nicht nötig, der Rechner kriecht nicht ständig und Geld gespart hat man auch noch.
Viel Erfolg.. o)