Kadett A, wo ist die Fahrgestellnummer eingeschlagen?

  • #11

    In der älteren Gesetzesfassung fand sich bei den Übergangsbestimmungen noch folgender ausdrücklicher Hinweis zur Fahrgestellnummer:

    An Fahrzeugen, die vor dem 01. Oktober 1969 erstmals in den Verkehr gekommen sind, darf die Fahrzeug-Identifizierungsnummer an zugänglicher Stelle am vorderen Teil der rechten Seite des Fahrzeugs auch auf einem angenieteten Schild oder in anderer Weise dauerhaft angebracht sein.“

  • #12

    Diese Übergangsregelung wurde eigentlich für Fahrzeuge aus dem europäischen Ausland beschlossen. In Deutschland wurden bereits seit den 50'er Jahren Karosserien graviert.

    Frage, welches Auslieferungsland ist in den Originalpapieren vermerkt?

    Ich habe heute mit einem ehemaligen Bochumer Werksmitarbeiter aus der damaligen Fertigungssteuerung telefoniert, nach seiner Info haben alle "vollständig" in Bochum vom Band gelaufenen Kadetten eine rahmenseitig eingeprägte Fahrgestellnummer besessen.

    Ausschließlich die als "CKD-Bausätze" für den Export gedachten Karosserien, welche erst im Zielland (z.B. in Belgien, Dänemark, USA usw.) aus steuerrechtlichen Gründen "montiert und komplettiert" wurden, bekamen in Bochum keine werksseitig eingebrachte Fahrgestellnummer sondern eine CKD-Nummer (entspricht der fortlaufenden Seriennummer), da man hier den örtlich geltenden Regelungen der Zielländer Rechnung tragen musste.


    Wichtig ist hier auch die Unterscheidung zwischen dem Fabrikschild (heute Typenschild genannt) und dem Schild mit der Fahrzeugidentifikationsnummer, diese Themen sind in den alten StVZO von 1937 und 1952 geregelt, die nicht über die KI zu finden sind.

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