Beiträge von Tobi_87

    Franken GTE: Um den Schließwinkel einzustellen, hab ich den Kontaktabstand des Unterbrecherkontaktes erstmal grob mit der Fühlerlehre auf 0,4 mm eingestellt. Dazu nimmt man Verteilerkappe, Verteilerfinger und Lagerschild ab und schiebt das Auto im 4. Gang bis der Nocken der Nockenwelle die Kontakte am weitesten auseinanderdrückt. Dann wird alles wieder zusammengebaut, um den Motor starten zu können und mit dem Schließwinkelmessgerät bei der richtigen Drehzahl (1000 U/min) den Schließwinkel zu messen. Dann wird nachkorrigiert (je geringer der Kontaktabstand desto größer der Schließwinkel. 50° (+/- 3° Toleranz) sind das Ziel. Ist ein bisschen fummelig, aber irgendwann hat man es.


    Im "Jetzt helfe ich mir selbst"-Buch heißt es etwas missverständlich ca.: "Da der Kontaktabstand durch Abnutzung rasch etwas größer wird wird der Schließwinkel zunächst auf den unteren Toleranzwert eingestellt." Da der Schließwinkel jedoch umso größer ist je geringer der Kontaktabstand ist, sollte nach Erneuerung der Kontakte ein möglichst großer Schließwinkel (max. 53°) das Ziel sein. Deshalb war ich mit den 51° ganz zufrieden.



    Sandro: Zum Zündzeitpunkt einstellen braucht man eine Stroboskoplampe. Die wird an die Batterie angeschlossen und mit dem Induktivgeber an das Zündkabel des 1. Zylinders. Dann wird der Motor gestartet (darauf achten, dass am 1. Zylinder auch der Zündfunke ankommt - also er auf allen Zylindern läuft). Mit der Lampe blitzt man dann die Markierung auf der Riemenscheibe der Kurbelwelle an und schaut, dass diese Markierung beim Lichtblitz mit dem Dorn am Ölpumpengehäuse übereinstimmt. Zum Nachkorrigieren wird der Zündverteiler (M13-Schraube unterhalb) gelockert und etwas gedreht. Eigentlich eine entspannte Arbeit.



    Gruß,


    Tobi

    Moin Sandro,



    alles klar.


    Könnte es evtl. an der Tankentlüftung liegen? Vielleicht ist die dicht, sodass die Pumpe nicht gegen den Unterdruck ankommt?


    Das Schwimmernadelventil hatte "opelkadett" ja bereits erwähnt.


    Ich kann dir auf jeden Fall den Tipp von "16SDriver" ans Herz legen - nachdem ich meinen Vergaser gereinigt und neu abgedichtet hatte und im gleichen Zug die Dichtung zwischen Zylinderkopf und Ansaugbrücke erneuert hatte, lief er wieder richtig gut und verbraucht seitdem 6 bis 8 Liter (kurz nach dem Kauf genehmigte er sich (u.a. aufgrund defekter Spritleitungen) ungefähr das Doppelte :D ).



    Ich drück dir die Daumen!



    Gruß, Tobi

    Moin Nico,



    ich hab mir gerade mal 'nen Ledersitz (Recaro) aus dem Astra F Cabrio angeschaut, der allerdings keine Höhenverstellung hat. Sollten die Konsolen beim Kadett und Astra gleich sein (was sie meine ich sind), ginge das wohl (evtl. mit kleinen Anpassungsarbeiten). Dazu müsstest du die Konsolen deines zerschlissenen Fahrersitzes an den Beifahrersitz schrauben.


    Um den Hebel auf die richtige Seite zu bekommen, müsstest du wahrscheinlich die Rückenlehne deines alten Sitzes an die Sitzfläche des neuen schrauben, aber ob das mit der Neigungseinstellung problemlos passt, weiß ich nicht.



    Gruß, Tobi

    Moin Sandro,



    hast du deine Startprobleme mittlerweile behoben? Bei mir lag es offenbar am Unterbrecherkontakt - irgendwie ironisch, dass ich dir den Tipp gegeben hatte, aber bei mir selbst erst spät drauf gekommen bin. ;) Erst nach der Reparatur ist mir dann aufgefallen, dass er sogar im Leerlauf leichte Zündaussetzer hatte.



    Vielleicht hilft dir ja meine Checkliste weiter (Reihenfolge irrelevant):


    - Zündschlossschalter
    - Zündspule
    - Zündkabel
    - Kabel: Anlasser-Zündung (Überbrückung Vorwiderstand; Klemme 15a bei laufendem Anlasser unter Spannung?)
    - Unterbrecherkontakt
    - Zündkabel: Zündspule-Verteilerkappe
    - Zündkerzen
    - Zündkondensator



    Gruß, Tobi

    So: Heute hab ich den neuen Unterbrecher eingebaut. Bisschen fummelig war es schon, aber jetzt läuft er wieder richtig schön gleichmäßig und springt an. Bin mal gespannt, wie er beim nächsten Kaltstart reagiert. Einen richtig dummen Fehler hab ich mir auch noch geleistet: Vergessen den Verteilerfinger wieder aufzustecken - kein Wunder, dass er auch mit neuen Kontakten erst nicht anspringen wollte. :D


    Zum Schließwinkeleinstellen bin ich wegen der Dunkelheit nicht mehr gekommen. Zur Zeit ist er mit 40° deutlich zu klein, also der Abstand der Kontakte zu groß. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag...

    Gut zu wissen! Der alte Unterbrecherkontakt ist seit mehr als 15.000 km drin gewesen...kein Wunder!


    Der Kondensator war uralt - könnte gut sein. Oder ist das Verbrannte eventuell durch die misslungenen Startversuche entstanden?


    Nach Einbau des neuen Kontakts sind die nächsten Schritte dann: Mit der Fühlerblattlehre auf 0,4 mm einstellen, Schließwinkel kontrollieren und Zündzeitpunkt einstellen. Hab ich noch was vergessen?


    Wirkt sich ein abgenutzter Unterbrecher eigentlich auf den Spritverbrauch aus?

    Bevor ich anfange wild Teile zu tauschen, habe ich mich nochmal ein wenig in die Materie eingelesen.


    Habe mittlerweile den Unterbrecherkontakt im Verdacht - dafür sprechen die Zündaussetzer während der Fahrt und der nicht vorhandene Zündfunke, wenn man das von der Zündspule kommende Hauptzündkabel gegen den Motorblock hält und versucht, den Motor zu starten. Außerdem ist es von den in Frage kommenden Bauteilen (Zündspule selbst, Vorwiderstand, Kabel von Klemme 30 am Anlasser an Klemme 15a zur Überbrückung des Vorwiderstandes) dasjenige, das dem meisten Verschleiß ausgesetzt ist.