Alles anzeigenSorry, meine Aussage waren Schweißpunkte, nicht Nähte.
Richtig, Opel hat das mal konstruiert, ja, aber zu der Zeit gab es noch keinen Offset-Crash, die Autos wurden frontal bzw. mit 100% Überdeckung wortwörtlich gegen die Wand gefahren, genauso wie der Omega-A.
Zwei Längsträger teilen sich die auftretetende Verformungsenergie und geben sie in die Karosserie ab, das funktioniert soweit.
Versetzter Aufprall, ein Längsträger übernimmt jetzt die komplette Verformungsenergie, das System bricht bei Kadett, Omega und all den anderen Autos zusammen, Schwachpunkt ist vor allem der A-Säulenbereich und der Übergang des Daches zur B-Säule.
(Bei heutigen Autos kein Thema mehr, sofern es nicht übertriebene Geschwindigkeiten sind)
Die Energie wird in die Holme von Dach und Schweller übertragen und hier ist der Schwachpunkt.
Die als Röhre ausgelegten Karosserieteile (Z.B. Innenschweller / Zwischenblech / Außenschweller oder innerer Dachträger / Dachhaut / Außenholm)) platzen sozusagen auseinander, weil die Verbindungen über die Schweißpunkte zu weit auseinander liegen.
Natürlich kommt es auch auf das Material selbst an mit Zug- und Biegefähigkeit, aber das kann ich nicht ändern, ich kann das ganze nur besser verbinden.
Beispielhaft, nehm zwei Blechstreifen 10cm Länge, bohre zwei Löcher jeweils 1cm vom Ende und verniete die Bleche.
Dann spannst du die Streifen in den Schraubstock und beginnst, Druck auszuüben.
Was passiert, mittig beginnen sich die Bleche auseinander zu biegen, ein Hohlraum entsteht bei etwa 5cm.
Nehm noch einmal so zwei Bleche und bohre diesmal ein drittes Loch mit einer dritten Niete in der Mitte.
Was passiert, entweder gehen die Blechstreifen zwischen erster und zweiter Niete oder zwischen zweiter und dritter Niete auf.
Aber, dein Kraftaufwand wird deutlich höher, weil der jetzt halbe Abstand zwischen den Nieten deutlich stabiler ist als mit zwei Nieten.
Thema Sollknickstellen und damit zum Omega, warum der schlechter als der Kadett abschneidet, obwohl mehr Knautschzone.
Der Kadett hat gebogene Längsträger, der Omega gerade Längsträger.
Wenn das Kadettchen sich zusammen schiebt, knickt der Rahmen etwa kurz vor Höhe Federbeidom ab, beim Omega hat man diese Konstruktion nicht.
Bei dem schiebt sich dann nämlich der eigentlich sehr stabile Längsträger an der ersten Rundung in Höhe der Spritzwand in den Unterboden, damit wird das Vorderrad in die A-Säule geschoben, die leider sehr schwach ausgelegt ist, die Fahrgastzelle bricht zusammen:
https://www.senatorman.de/crashtest_opel_omega.htm
Kadett-E
(bitte bedenken, mit durchgerosteten Schwellern, ein Gebrauchtfahrzeug, aber als Anschaung reicht das), man beachte den oberen Dachverlauf zwischen A- und B-Säule:
kadett-forum.de/core/attachment/51602/
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Ich denke, du verstehst, auf was ich hinaus will.
Sorry, aber du brauchst mir nun nicht zu erklären wie Knautschzonen funktionieren, ich habe das ganze mal gelernt und bin auch heute noch recht aktiv dabei.
Der Omega A schiebt die Längsträger nicht unter die Fahrgastzelle, die Träger haben Zollknickstellen, die sind auch gebogen, die knicken zur Seite weg, der Motor schiebt sich unter die Fahrgastzelle, das ist richtig.
Da hast du ein super Beispielsbild gefunden, wenn du nun den Vorderbau bei dem Crash stabiler baust, wird dieser nicht so stark beschädigt als jetzt, die Unfallenergie muss aber irgendwo hin, die geht dann in die Fahrgastzelle, dann wäre der Schaden am Dach (Fahrertür) noch extremer als er da ist.
Bei dem Bild was du von dem Kadett reingestellt hast, das gleiche, die A-Säule würde sich noch weiter Richtung B-Säule drücken, wenn die Unfallenergie nicht vom Vorderwagen aufgenommen wird.
Mit deinem Blechstreifenbeispiel erklärst du ja genau den Fehler den du machst, du machst es zu stabil. 3 Schweißpunkte sind stabiler als 2 und das kann zum Problem werden.