Beiträge von Strahli

    Beim Überbremsen eines Rades oder einer kompletten Achse passt die tatsächliche Bremskraftverteilung nicht zu den Fahrzeuggrößen Fahrzeugmasse und Reifenaufstandsfläche; dass heißt, Dein Fahrzeug ist für die tatsächliche Bremsleistung an der Position des Rades/ der Räder zu leicht, die Reibauflagefläche der Reifen zu klein oder die Reibflächen der Bremsbeläge zu groß. Bei letzterem kann man schon durch den Austausch auf weniger aggressive Bremsbeläge gegensteuern. Du bekommst einfach die zur Verfügung stehende Bremsleistung zum Reibwert der Räder nicht auf die Fahrbahn und die Räder blockieren.

    Es kann aber auch ein Regelventil für die Bremskraftverteilung hängen oder defekt sein.


    Das Überbremsen stellt in Gefahrensituationen schon ein Problem dar, da das Fahrzeug dann im Grenzbereich unter Umständen unkontrollierbar wird, wenn einzelne Räder, vor allem auf der Hinterachse, zum Blockieren neigen.

    Blockieren beim Bremsen aus hoher Geschwindigkeit die Räder auf der Hinterachse, so bricht das Heck aus und überholt Dich beim Bremsvorgang. Beim Überbremsen und Blockieren der Räder auf der Vorderachse spielt hier vornehmlich noch die Beschaffenheit des Fahrbahnuntergrundes eine große Rolle, aber das Fahrzeug kann auch hier unkontrollierbar werden und verliert seine Lenkfähigkeit.

    N´abend Matthias,


    hätte noch eines des von Dir gesuchten Check Control Anzeigengerätes als Neuteil liegen.

    Kannst mir gerne ein Angebot als PN zukommen lassen.

    Das Ersatzteil ist seit 10/2003 nicht mehr im Opel Ersatzteilprogramm und kostete zuletzt 215,27 EUR ohne MwSt.


    Gruß Strahli


    N´abend johannes


    was meinst Du mit sich auflösenden Einschichtlack?

    Prinzipiell kann gesagt werden, dass der alte Einschichtlack wesentlich stabiler und langlebiger ist als modernere Zweischichtlacke. Diese Einschichtlacke verwittern natürlich genauso wie moderne Zweischichtlacke, jedoch trennen sich Basis- und Klarlack nicht voneinander und somit ist der alte Einschichtlack aufgrund seiner dickeren Basis wesentlich einfacher aufzuarbeiten.

    Unternimm mal einen Polierversuch mit einer feinen Polierpaste und schau Dir das Ergebnis an; unter guten Umständen kann ein Profiaufbereiter aus dem alten Einschichtlack noch wahre Wunder herauspolieren und dann fährst Du mit dem Kadetten zur H-Abnahme. Ein Profiaufbereiter sollte dafür zwischen 200,- bis 300,- EUR veranschlagen und in etwa ein bis zwei Tage benötigen.

    Die alten Einschichtlacke sind besser als ihr Ruf, nur glänzen sie nicht so stark wie klarlackversiegelte Basislacke von heute, was aber vollkommen normal ist; dass war damals halt Stand der Technik.


    Gruß Strahli


    so sieht unbehandelter Einschichtmetalliclack aus


    und so schaut es aus, wenn ein Profi den Lack aufbereitet hat; am Besten zu sehen auf großen Flächen wie der Motorhaube und den Seiten.

    Wenn Du meinen Thread schaust, dann findest Du dort einen SR ohne Schwellerleisten, das Adremaschild weist ihn eindeutig als SR aus. Hatte mir damals extra solche Leisten als Neuteile beschafft und wollte sie dann nachrüsten; habe es dann aber wieder verworfen und werde es original belassen. Von den frühen SR gibt es leider nicht mehr all so viele Vertreter.

    Nicht Dein Ernst, einen guten unverbastelten 1,6 SR heute noch umzubauen?

    Aber naja, was soll´s, jedem wie es ihm beliebt. Ich möchte hier keine erneute heiße Diskussion lostreten, aber als seltener originaler 1,6 SR wird er irgendwann mehr wert sein wie einer der zahllosen Umbauten.

    Die ab Werk verbaute Nietstifte für die Traggelenke im Querlenker haben wir früher mit einer hydraulischen 100 t Presse in der Werkstatt ausgepresst, da waren diese ohne Probleme innerhalb von wenigen Minuten draußen.

    Von Hand muss ich da Red-D Recht geben, ist diese Arbeit oft recht mühsam; diese Nietstifte sind ab Werk maschinell eingepresst und verstaucht.

    Das ist so nicht ganz korrekt, denn auch beim Domlager vom Kadett D lässt sich das Kugellager auspressen und durch ein neues ersetzen, wie das beim Kadett E Domlager konstruktiv gelöst ist entzieht sich im Moment meiner Kenntnis, habe keines mehr für den E in meinem Lager.


    Aber wie es ViSa bereits geschrieben hat, verschleißt vor dem Kugellager eher der Gummisilentblock in dem der Lagerring für das Kugellager einvulkanisiert ist. Aufgrund der geringen Rotationsgeschwindigkeiten verschleißt das Kugellager im Domlager eher selten, wenn, dann wird es durch mangelnde Schmierung und Korrosion infolge eingetretener Feuchtigkeit geschädigt als durch Rotationsverschleiß.


    Prinzipiell sollte der Tausch des Lagers möglich sein, aber der Sinn dahinter entzieht sich mir, denn Domlager für den Kadett E sind noch zu bekommen.


    Für den Kadett D gibt es aktuell keinen Hersteller neuer Federn mit Gutachten; und sollte es auf absehbare Zeit einen neuen Federnsatz mit Gutachten geben, was relativ unwahrscheinlich erscheint, so wird ein solches Gutachten nach heutiger Gesetzeslage nicht mehr H-Konform sein und somit zum Erlöschen einer bestehenden Zulassung als historisches Verkehrskulturgut führen.

    Ich habe in den letzten Jahren zwei meiner neuen alten Federnsätze aus Lagerware mit Gutachten verkauft, welche bei mir seit 20 Jahren herumlagen, beide Federnsätze wurden mit den alten Gutachten problemlos eingetragen; von daher kann ich Dir nur dazu raten, Dich nach einem guten gebrauchten Satz Federn aus den 80´er und 90´er Jahren umzuschauen, dann gibt es auch keine Probleme mit der H-Zulassung.


    Die von mir verkauften Federnsätze waren zum einen ein Satz Jamex Federn mit 35 mm Tieferlegung und ein AP (Andreas Paas GmbH & Co. KG) Federnsatz mit 40 mm Tieferlegung D&W Art-Nr. 551403 - 144590.

    Bei den Jamex Federn könnte ich nochmal nach dem Gutachten schauen, denn von denen habe ich noch einen Satz auf dem Dachboden liegen, der ist aber unverkäuflich.