Beiträge von Strahli

    Frisco-2.0

    Da liegst Du leider falsch, die älteren Getriebe im Kadett D sind im Gegensatz zum Kadett E bei den Übersetzungen definitiv anders abgestuft. Erst die späten D Modelle ab Produktionszeitpunkt Februar 1983 haben die Getriebeabstufungen, wie sie auch im späteren Kadett E zum Einsatz gekommen sind; von daher ist mein 13 SR mit Baujahr Januar 1981 nicht mit Deinen Beschleunigungswerten vergleichbar. Mein Motor ist viel früher ausgedreht als Deiner, und auch mein damaliger 13S war mit 165 km/h aus den 82 PS der Doppelvergaseranlage schon am Ende der Fahnenstange, er konnte gar nicht mehr höher drehen.

    Mit einem Getriebe der späteren Versionen wären noch höhere Geschwindigkeiten möglich gewesen.


    Formel:

    Die erreichbare Geschwindigkeit (v) ist die maximale Drehzahl des Motors (n) durch die Gangübersetzung (iG) durch die Achsübersetzung (iA) mal den Abrollumfang des Reifens (u) mal 60 (als Umrechnungsfaktor auf Stunde) durch 1000 (Umrechnungsfaktor Meter auf Kilometer).


    Mein Getriebe schafft bei einer max. Drehzahl von 6300 u/min, einer Gangübersetzung von 0,97, einer Achsübersetzung von 4,18 und einem Abrollumfang von 1,756 m bei einer Bereifung von 185/60 R14 = rechnerisch max. 163,7 km/h


    Das spätere Getriebe schafft bei einer max. Drehzahl von 6300 u/min, einer Gangübersetzung von 0,89, einer Achsübersetzung von 3,94 und einem Abrollumfang von 1,756 m (selbe Bereifung wie zuvor) = rechnerisch max. 189,3 km/h. Diese Endgeschwindigkeit schafft der 13S Motor aber nicht, weil ihn der Strömungswiderstand ausbremst und dem Motor die Leistung fehlt.

    Diese Übersetzung senkt bei gleicher Geschwindigkeit die Motordrehzahl und soll dadurch den Kraftstoffverbrauch minimieren.


    Auszug aus den technischen Opel Nachrichten


    Also wenn Du mit Reifen unter 12 bis 14 kg kommen willst, dann bleibt Dir nur die Option auf geschmiedete Leichtmetallfelgen zurückzugreifen. Was dann aber auch gleich im Preis ein Quantensprung ist.

    Prinzipiell ist die angegebene Höchstgeschwindigkeit ja nicht nur maßgeblich von der Motorleistung und dem cW-Wert des Fahrzeuges abhängig, vielmehr spielen hier ja auch die Höchstdrehzahl des Motors und die maßgebliche Getriebeübersetzung mit hinein.


    Mein 13S hätte damals in Verbindung mit der Irmscher Vergaseranlage bestimmt noch höhere Geschwindigkeitswerte erreicht, aber das Vierganggetriebe hat von der Übersetzung einfach nicht mehr wie 165 km/h (GPS) hergeben können.

    Was nutzt die beste Motorleistung, wenn das Getriebe von der Übersetzung her bereits ausgedreht ist. Andersherum kann eine Getriebeübersetzung immer noch Reserven besitzen, aber der Motor hat keine Kraft mehr diese gegen den Strömungswiderstand auszudrehen, somit endet die positive Beschleunigung aufgrund der Variablen von Leistung, Übersetzung und Strömungswiderstand.

    Meine ersten beiden 13S Kadett´en hatten eine eingetragene Höchstgeschwindigkeit von 158 km/h mit Schaltgetriebe und 155 km/h mit Automatikgetriebe, der jetzige SR mit diesem Motor hat im Brief eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h eingetragen.

    Zusammen mit meiner damaligen Irmscher Doppelvergaseranlage mit Solex ADDHE Vergasern lag die eingetragene Höchstgeschwindigkeit bei 165 km/h beim 13S Motor.


    Vielleicht kann das ja noch wer anderes mit seinen Daten bestätigen.


    Ich kann das Gutachten zu diesen Felgen auf die Schnelle nicht finden, habe nur das Irmscher Prospekt finden können.

    So hat Irmscher damals mit dem Kadett D für diese Felgen geworben.


    Es gab die Felgen in 6J x 14 / 6J x 15 und 7J x 15 wobei letztere wohl nur für die 5-Loch Naben von Senator und Monza.


    Ein 13S von Baujahr 1982 hat noch den guten alten Varajet Vergaser, der macht eine Lambdaregelung unmöglich, da es für diesen keine Stellglieder gibt. Somit wird dieser D noch einen U-Kat haben, so wie ich diesen Mitte der 90´er auch in meinem hennaroten D mit 13S und THM125 Automatikgetriebe hatte.

    Erst mit Einführung der Pierburg Vergaser war eine Nachrüstung der U-Kat Modelle auf G-Kat möglich.


    Nick

    okay, danke für Deine Info; hätte ich nicht gedacht.

    Mein Prüfer hat mir jedenfalls bestätigt, dass er auf die KBA-Datenbank zugreift, und laut seiner Information würden dies auch die anderen Prüforganisationen so machen.

    Dass der TÜV sich hier den Luxus erlaubt, neben der KBA-Datenbank noch eine weitere eigene Datenbank zu pflegen war mir neu. Eigentlich kann ich mir das nicht so recht vorstellen, da die Fahrzeug- wie auch die Zuliefererindustrie per Verordnung angehalten sind ihre Zulassungen beim KBA anzumelden und genehmigen zu lassen. Dann müssten ja alle "nicht" dem KBA bekannten Unterlagen ausschließlich beim TÜV "ohne" Kenntnis des KBA archiviert worden sein. Aber Fahrzeuge sowie auch deren überwachungspflichtige Komponenten, die vom KBA keine Genehmigung erhalten haben, dürfen auch vom TÜV nicht abgenommen werden. Ganz großes Fragezeichen!


    Nur so ein Gedankengang von mir...

    Hallo Claus,

    hattest Du schon mal die Zündkerzen draußen und hast Dir das Kerzenbild angeschaut?

    Anhand des Brandbildes kannst Du einige Rückschlüsse über die stattgefundenen Verbrennungen ziehen und auch die ausgestiegene Brennkammer identifizieren.

    Das würde ich als erstes mal in Angriff nehmen.

    Vielleicht läuft Dein Motor ja einfach nur viel zu mager, was die Verbrennungstemperaturen in die Höhe treibt. Die Kopfdichtung wie auch die Kolbenringe scheinen ja noch in Ordnung zu sein.


    Gruß Strahli