Beiträge von Strahli

    Dass ist vollkommen korrekt und lässt sich auch ganz einfach am Anschlußstecker der Leuchtmittel nachmessen. Oft kommen von den 12,4 V am Stecker nach 30 Jahren nur noch zwischen 8 bis 10 V an.

    Oftmals sehen die Stecker selbst noch gut aus, aber die aufgelegten Kabelenden darin selbst haben bereits Oberflächenkorrosion gebildet; was den Leitungswiderstand dann gravierend ansteigen lässt. Die Kontaktkorrosion kann sich bis unter die Isolierung der Kabel ziehen. Bei Opel wurden damals kostengünstige Kabelbäume verbaut, teils noch ohne Aderendhülsen und mit schlechten Lötpunkten. Die Autos waren halt nicht für 30 Jahre ausgelegt.

    In meinem 60 Jahre alten Rekord war der Widerstand der Leitungen so hoch, dass z.B. am Blinkrelais von 6V Bordspannung nur 3,4V ankamen und das Blinkrelais nicht mehr anzog und abfiel, die Blinker zeigten nur noch Dauerlicht an, und auch die Scheinwerfer gaben nur noch ein fades Funzellicht ab.

    Prinzipiell hat das von Dir beschriebene Verhalten zur Lebensdauer nichts mit der Bauart der Motoren zu, denn das Prinzip der Leistungssteigerung durch Motoraufladung mittels Turbolader oder Rootskompressoren ist schon länger bekannt.

    Wie gesagt, ich gehe ganz stark davon aus, dass dies ausschließlich mit dem Wahnwitz der Gewinnmaximierung und den damit einhergehenden Sparmaßnahmen bei Materialauswahl und den Zulieferern zusammen hängt.

    Ich lass meine Motoren niemals übermäßig hochdrehen und hatte dennoch einen Motorschaden im 2 Liter 3´er ohne Turbo, genauso wie meine Schwester die den selben Motor im 1´er hatte, mit dem selben Schaden, dort aber schon nach 3 Jahren und 42´tkm. Im Gegensatz zu mir, hat meine Schwester Ihren Schaden jedoch vollständig über Kulanz erstattet bekommen und einen kostenlosen Austauschmotor erhalten.

    Dies war in 35 Jahren mein einziger Motorschaden und ich habe schon etliche Motoren bis weit über 200´ und an die 300´tkm gefahren.

    Leider musste ich dann nun auch feststellen, dass sich auch an meinem Kadetten, trotz Mike Sanders Flutung, der Zahn der Zeit beginnt zu verewigen... werde dem Thema aber erst im kommendem Jahr Aufmerksamkeit schenken. Der Wagen steht immer trocken, wird nie nass oder feucht eingelagert, bekommt nur ein bis zweimal im Jahr eine Wäsche und wird regelmäßig mit Luftentfeuchtern bestückt. Da male ich mir für die nächsten Monate noch keine Schreckensszenarien aus.


    Das Einzige was mich bei einer Reparatur stören würde/ wird, ist die Tatsache, dass den Einschichtmetalliclack heute niemand mehr farblich korrekt treffen wird. Daher werde ich mich wohl auf Ausbesserungen im nicht sichtbaren Bereich begrenzen müssen. Was auf der Innenseite des Kotflügels, der Motorhaube und der Scheinwerferaufnahmen noch möglich sein wird.

    na dann hoffe ich nur, dass mein aktueller Alltagsverbrenner noch mindestens 5 Jahre problemlos durchhält und nicht wie sein Vorgänger nach 7 Jahren und 76´tkm mit Motorschaden aufgrund von Materialermüdung an den Kettenspannern aussteigt. Da wurde ebenfalls um Centbeträge beim verwendeten Material der Kettenspanner gefeilscht, daher waren die nicht abriebfest und der Abrieb verstopfte das Ölansaugsieb vor der Ölpumpe... heute ein bekannter Serienschaden beim letzten 2 Liter Saugermotor von BMW, wird leider bei denen nicht mit Kulanz anerkannt, obwohl ein konstruktiver Mangel.


    Ich bin jedenfalls mal gespannt, wie lange die neuen Elektromotoren in den modernen Fahrzeugen durchhalten werden. Oder was sich die Hersteller dieser Fahrzeuge einfallen lassen, um die Absatz neuer Fahrzeuge am laufen zu halten... Stichwort "geplante Obsoleszenz"!!!

    Schließlich wollen die ja am Leben bleiben und weiter ihre neuen Produkte verkaufen, da werden die schon dafür sorgen, dass in ihre langlebigeren E-Motoren Verschleißpunkte eingebaut werden.

    Denn jedem sollte eigentlich klar sein, dass ein Motor mit weniger bewegten Bauteilen wie auch weniger Reibungspunkten, auch entsprechend weniger Verschleiß ausgesetzt ist.

    Ich kannte Elektromoren aus den 30´er Jahren die noch bis Anfang der 2000´er in Drehmaschinen und Schweißgeneratoren gelaufen sind, aber das werden unsere modernen Straßengleiter wohl niemals schaffen.

    Prinzipiell solltest Du Dir alle Masseanschlüsse, nicht nur die der Beleuchtungen anschauen, Frontscheinwerfer wie auch Rückleuchten, denn wenn es aufgrund von Korrosion zu erhöhten Widerständen kommt, dann fließen hohe Ströme über Zündschloss, Licht- und Lenkstockschalter, wofür diese einfach nicht ausgelegt sind.

    Würde mich nicht wundern, wenn aus diesem Grund irgendwo im Kabelbaum was durchgebrannt ist. Das Ganze wird dann noch verstärkt, wenn man an dem dafür nicht ausgelegten Kadett D Kabelbaum zusätzliche starke Verbraucher betreibt.

    Der D Kabelbaum hatte noch keine Relaissteuerung für die Fahrtlichtbeuchtung, weshalb es damals auch oft zu Kabelbränden gekommen ist.

    Der Ausfall der Beleuchtungsanlage ist meistens auf ein Problem bei den Masseanschlüssen zurückzuführen.

    dass ist doch nicht respektabel für einen modernen nach neuesten Technologien und engen Fertigungstoleranzen produzierten Motor. So etwas hat ein alter noch nach handwerklichem Geschick hergestellten Benz Motor in den 70´ern bereits mit 1 Million Kilometer auf der Uhr geschafft und da war noch keine CNC-Maschine am Werk um den Motor aus dem Block zu arbeiten.

    Bei dem Aufwand der heute betrieben wird, sollte so ein Motor mindestens 500´tkm schaffen... was aber nur die wenigsten tun... weil am Material gespart und um jeden Cent in der Produktion gefeilscht wird. Zudem sind die Motoren heute auf Teufel komm raus auf Magermixbetrieb getrimmt, was auch nicht gerade förderlich ist für die Standfestigkeit des Materiales.