Frank
Hier sind doch die wenigsten Mitlesenden vom Fach, dass ist nicht neu. Es muss Dich auch nicht traurig stimmen, wenn die Leute kein Geld für Werkzeuge und Literatur ausgeben wollen, dies ist jedem selbst überlassen. Ein gewisses Grundwissen sollte aber jeder an den Tag legen, der sich auf diesen Ebenen bewegt, sonst gefährdet er nicht nur sich selbst sondern auch andere Verkehrsteilnehmer.
Das Buch "So wird´s gemacht" ist auch nur für Selbsthilfegruppen geschrieben worden, weil man damals nicht an die entsprechende Werkstattlektüre ran gekommen ist; dass würde ich selbst nie empfehlen. Was darin zum Teil zu finden ist, ist hanebüchen und seinerseits oft fehlerhaft am Werkstatthandbuch vorbei. Heute kommt man für ein paar Euro an jedwede originale Werkstattlektüre; man muss es nur wollen.
Mit den auf den Bildern zu sehenden Federspannern arbeitet heute auch keine Fachwerkstatt mehr. Ein Hazet Automatikspanner (liegt genauso in meiner gut sortierten Werkstatt) und die Feder ist in 5 sec. gespannt und in weniger wie 3 min. aus dem Federbein ausgebaut, dafür lässt man keine Feder am bereits ausgebauten Federbein.
CRB4484 :
Mein Ratschlag mit dem Schraubstock zielte einzig und allein auf das Lösen von festgegammelten Schraubringen, nicht für das Einschrauben, so wie es mir damals auch in der Lehre vermittelt wurde, weil es damals auch schon "Fachkräfte" gab die so etwas mit dem Drehmomentschlüssel zu lösen versuchten; dafür ist der aber nicht gedacht und viele Werkstätten hatten damals oft keine entsprechend langen Teleskopdrehhebel zum Lösen solcher Schraubverbindungen. Zudem ist dieses Teil zu meiner aktiven Zeit ein Wegwerfteil gewesen und wurde bei jedem Dämpfertausch abgerechnet und auch erneuert.



Ich habe sogar schon aufgrund mangelnder Verfügbarkeit, bei einem zugelassenen Werkzeugbauer, nach alten Herstellerzeichnungen originale Federspanner für Opel der 30´er bis 60´er Jahre in Kleinserie nachfertigen und prüfen lassen.


