Bei dem Thema Kraftstoffzersetzung betrachte ich ausschließlich die Problematik der Bildung von freiem Wasser im Kraftstoff; denn die Zündfähigkeit der Kraftstoffe bleibt auch nach Jahrzehnten der Zersetzung erhalten.
Es vermindert sich durch das Oxydieren des Kraftstoffes und Entweichen von entzündlichen Stoffen über den Zerfallszeitraum vornehmlich die Zündwilligkeit und somit die Oktanzahl des Kraftstoffes, die Brennbarkeit bleibt definitiv erhalten.
Bei Fahrzeugen mit Kunststofftank spielt das Ganze keine Rolle und wird von mir bei meinem Golf 2 und Passat B3 nicht weiter verfolgt, aber bei allen anderen Fahrzeugen mit Metalltank achte ich schon darauf, dass diese beim längeren Abstellen voll getankt sind.
Heutige Fahrzeuge mit Hochdruckeinspritzungen (meist Dieselmotoren) besitzen wasserabsorbierende Filter um das Kraftstoffsystem vor Korrosion und Verschleiß infolge Kraftstoffzersetzung und freiem Wassers im Kraftstoff zu schützen; die Tanks werden dabei eher stiefmütterlich betrachtet, da sie heute überwiegend aus Kunststoff oder Edelstahl sind.
Ich kenne diese Filtersysteme aus unseren Common-Rail-Einspritzsystemen, wo ausgefallene Wasserfilter infolge von Korrosion zu defekten an den Einspritzventilen führen. Die Folge sind thermische Überlastungen im Brennraum aufgrund nicht mehr vollständig schließender Einspritzventile und daraus resultierende Motorschäden.
Beim letzten mir bekannten Schaden hats ein Auslassventil am Cummins QSK 23 zerlegt, was dann bei laufendem 900 PS Motor in den Brennraum fiel und einfach zerrieben wurde. Das hat den Motor am Weiterlaufen nicht gestört, der hat auf den fehlenden Zylinder lachend verzichtet, die Brennkammer sah natürlich hinterher dementsprechend aus "kapitaler Motorschaden"
so nun aber zurück zum Thema des Thread Erstellers