...Die Geräte haben z.B. für den Kadett-E mit der 13S Maschine einen Sollwertbereich für CO von nur 0,0 - 1,0 Volumen-%. Ich bin mittlerweile darauf vorbereitet und stelle den Motor (ohne eigene Testgeräte wohlgemerkt) so ein, dass er die Prüfung besteht, ohne dass ein Dritter auf die Idee kommt, an dem Vergaser herumzuschrauben. Die Leute waren erstaunt das der mit 0,2 % noch so schön rund lief, nachdem man ihn noch eine gute Viertelstunde im Leerlauf belassen hatte. Zuhause habe ich die Gemischregulierschraube wieder eine Kleinigkeit herausgedreht, denn bei der Automatik und eingelegter Fahrstufe muss der Motor auch bei Standgas gegen den Wandler arbeiten und man möchte auch einen stabilen Lauf kurz nach Abschalten der Startautomatik. Bei einer extrem mageren Leerlaufeinstellung wäre das nicht gewährleistet, zumal auch keine Regelung vorhanden ist wie bei Fahrzeugen mit G-Kat.
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Warum stellst Du Deinen 13S ohne Kat denn vor der TÜV-Prüfung so mager ein?
Zulässig ist heute bei Fahrzeugen ohne Katalysator ein CO-Gehalt von max. 1,50 %Vol im Abgas. Mit einem Wert von 0,2 %Vol tust Du Deinem Motor nichts gutes.
Früher galt hier für die Gemischanreicherung bei Vergasermotoren laut §47 der damaligen StVZO ein Maximalwert von 4,5 %Vol im Abgas, weshalb Vergasermotoren damals auch noch ein ganz anderes Ansprechverhalten hatten. Die Veränderungen der Kraftstoffzusammensetzung wie auch der gesetzlichen Abgasbestimmungen haben dazu geführt, dass Vergasermotoren heute nicht mehr so agil laufen wie vor 30 Jahren.
Da musst Du doch Deinen Motor nicht noch magerer einstellen als es ohnehin zulässig ist. Der Sauerstoffüberschuss im Luft-Kraftstoffgemisch sorgt dafür, dass die Verbrennungstemperaturen in Deinem Motor wie auch die Klopfneigung ansteigen, und da Vergasermotoren keine Klopfsensorsteuerung besitzen wie moderne Einspritzer, kann dies zu Schäden an Kolben, Lagern, Ventilen und Zündkerzen führen. Da können sich die Leute noch so sehr über Deine niedrigen CO-Werte freuen, Dein Motor tut es jedenfalls nicht!!!
Hier mal eine Information für die nahe Zukunft
Aufgrund der geplanten und gesetzlich festgelegten weiteren Verschärfung der Abgaswerte und der damit immer weiter steigenden Verbrennungstemperaturen in den Motoren, entwickeln Motorenhersteller wie bei BMW aktuell zur Senkung der gefährlichen Übertemperaturen und zum Schutz der Motorenbauteile Konzepte mit gleichzeitiger direkter Benzin- und Wassereinspritzung über ein und die selbe Einspritzdüse. Die Verdunstungsenergie des Wassers sorgt bei der Verbrennung für eine gezielte Senkung der Verbrennungstemperatur, Senkung des Verbrauches und der Abgaswerte. Zusätzlich wird der bei Abmagerung des Luft-Kraftstoffgemisches steigenden Klopfneigung von Verbrennungsmotoren entgegengewirkt und der Wirkungsgrad des Motors bei Volllast gesteigert.
Dieses Konzept hatte BMW bereits im Jahre 2015 auf Messen für seinen neuen Dreizylindermotor vorgestellt.