Beiträge von Strahli

    Hier noch ein Tipp zur Fehlereingrenzung bei fehlender Kompression in einem der Zylinder; dabei kannst Du wie folgt vorgehen.

    Wenn ein auffälliger Zylinder festgestellt wurde, spritzt Du mit einer handelsüblichen Spritze wenige Milliliter reines Öl gezielt auf die Zylinderwand. Dieser zusätzliche Ölfilm oberhalb der Kolbenringe verstärkt den Ölkeil vor den Ringen. Wenn dann bei der erneuten Druckmessung ein "messbarer" Anstieg der Kompression feststellbar ist, so deutet dies auf einen Defekt oder fortgeschrittenen Verschleiß an den Kolbenringen hin.

    Wenn die erneute Kompressionsmessung nach dem Hinzugeben des Öles unverändert niedrig bleibt, so deutet dies auf einen Defekt oder eine Undichtigkeit an der Dichtfläche eines der Ventile oder gar einem Riss im Zylinderkopf.


    Den worst case wollen wir ja nicht hoffen.

    Kyle01

    zu Deinem Thema habe ich in meinen Unterlagen noch folgendes gefunden


    In folgenden Fällen kann es erforderlich sein, die Zündkerzen zu überprüfen und ggf. zu tauschen:

    • bei scharf gedrücktem Gaspedal, reagiert der Motor mit einer merklichen Verzögerung
    • Schwierigkeiten beim Starten des Motors (zum Beispiel muss der Anlasser für eine längere Zeit drehen)
    • geringere Motorleistung
    • deutlicher Anstieg des Kraftstoffverbrauchs
    • Motorkontrollanzeige im Armaturenbrett leuchtet auf
    • schwierigerer Motorstart bei Kälte
    • instabiler Leerlauf

    Die regulären Kompressionswerte bei eingefahrenen Otto-Motoren liegen zwischen 11 bis 15 bar. Die Abweichungen zwischen den einzelnen Zylindern sollten nicht mehr wie 1,5 bis 2 bar betragen, sollten diese größer sein, so kann man definitiv auf einen mechanischen Defekt oder Verschleiß ausgehen. Stärkere Abweichungen bei den Kompressionswerten sind dann auch kennzeichnend für einen unruhigen Motorlauf.


    Was Du mit 9,4 bar angibst ist das Verdichtungsverhältnis des gesamten Zylindervolumens zwischen dem Volumen vor der Verdichtung (unterer Totpunkt) und dem Volumen im Zustand der höchsten Verdichtung (oberer Totpunkt).

    Kurzer Hinweis, warum greifst Du nicht auf das Catchtanksystem vom Golf 2 zurück, welches ab den 1,8i GT bis zu den G60 Modellen weitaus häufiger verbaut wurde und auch heute noch in großer Stückzahl gebraucht verfügbar ist.

    Ich fahre selbst einen Golf 2 GTI und einen Passat B3 GT mit diesem CT-System und könnte Dir die Teilenummern durchgeben.

    schau Dir doch erst einmal die Manschetten und den Zustand der Fettfüllungen an, bevor Du ins grüne hinein neue Antriebswellen bestellst. Vielleicht sind Deine Wellen ja noch brauchbar!

    Hallo,

    kleine Korrektur, Vergaser- wie auch Einspritzertank sind vom Kraftstoffvorratsvolumen her gleich.

    Der Vergasertank, verbaut bei den Motorvarianten von 1,0 bis 1,6 Litern Hubraum, ist einfach betrachtet ein Hohlkörpertank ohne Kammern und Schwallbleche. Der Kraftstoff wird in diesem durch die bei der Fahrzeugbewegung entstehenden Fliehkräften frei bewegt und nicht beruhigt. Der Kraftstoffabgriff erfolgt an einem möglichst tiefen Behälterniveau, zum Teil auch ohne dem Einsatz einer Rücklaufleitung.

    Dem gegenüber ist zur Beruhigung der Kraftstoffbewegungen bei Fliehkräften im Hohlkörpertank der Einspritzermodelle ein zusätzlicher kleiner Zusatzbehälter um den Krsftstoffabgriff platziert worden. Der sogenannte Schlingertopf beruhigt die in dieser kleineren Volumenvorlage vorgehaltene Kraftstoffmenge und sorgt dafür, dass bei schwindenden Volumen die Kraftstoffpumpe bei der Bewegung des Tankinhaltes nicht leer laufen tut und so die Kraftstoffversorgung des Motors unterbrochen wird.


    Gruß Strahli