Beiträge von Strahli

    Hallo Lars,

    die Zusatzscheinwerfer waren ab Werk prinzipiell nicht am Fahrzeug montiert, diese sind aus dem Zubehörprogramm und gab es meines Wissens von drei verschiedenen Zulieferern (Hella, Gabriel, Helvetia).

    Bei der Standardbeleuchtung gab es abhängig von der Fahrgestellnummer zwei Kabelbaumausführungen, bis Fahrgestellnummer ohne Absicherung, weshalb auch oft die Kabelbäume im Lichtbetrieb abgefakelt sind, und ab Fahrgestellnummer dann werksseitig mit Absicherung.

    Die Zusatzscheinwerfer wurden immer mit einer zusätzlichen Relaisschaltung und externer Absicherung nachgerüstet.


    Gruß Gerald

    okay, danke für Deinen Hinweis. Rein von der chemischen Logik her ist es ja auch nachvollziehbar, denn das Frostschutzmittel senkt die Oberflächenspannung des Wassers und erhöht dadurch die Kontakteigenschaften mit Oberflächen.


    Dass mit dem destilliertem Wasser ist so noch aus meiner Berufsschulzeit hängen geblieben.

    Kyle01 klasse, ich mag Deine Einstellung und Deinen Wortwitz :thumbup:


    Da magst Du vielleicht Recht haben und ich kann diesbezüglich nicht mehr mitreden, meine Ausbildung liegt hier wohl schon zu lange zurück. Aber zu meiner Berufsschulzeit waren diese Themen Teil des Ausbildungsstoffes und wir hatten neben den technischen Seiten zu Metallbearbeitung, Zerspanung und Motoren & Co. auch physikalisch chemische Aspekte auf dem Lehrplan. So ändern sich halt die Zeiten.

    Warum Schaust Du nicht auf die Herstellerempfehlungen?


    MANNOL empfiehlt sein Produkt G12+ wie folgt: "Es wird für Motoren empfohlen, bei denen eine gute Wärmeabfuhr erforderlich ist, sehr beschleunigte Motoren, Motoren mit einem Turbolader und Kühlungssysteme moderner Nutzfahrzeuge."


    G12+ Produkte sind prinzipiell organische Lösungen und frei von Silikaten. Kannst Du nutzen, aber würde ich persönlich nicht empfehlen, das Frostschutzmittel muss nicht unbedingt gänzlich frei von Silikaten sein, behalte einfach den Preis im Auge und werf in einen einfachen Graugussmotor kein überteuertes Mittel, dass freut nur den Hersteller. Wie bereits gesagt, diese Motoren haben vor 50 Jahren bereits mit schlechterem Frostschutz hohen Laufleistungen erreicht.

    Ich fahre im OHV stinknormales Glysantin gemischt im Verhältnis 50:50 mit destilliertem Wasser, da normales Leitungswasser ab einer gewissen Wasserhärte zu viele Elektrolyte enthält. Ich habe leider die Bezeichnung auf der Herstellerverpackung nicht zur Hand.

    Ich geh jetzt mal davon aus, dass man nach erfolgreicher Reparatur sein Auto vor dem weiteren Betrieb trocken gelegt hat und nicht einfach weiter fährt. Schon allein wegen der Gefahr von Schimmelbildung im Innenraum.

    Der schnellste und einfachste Weg sein Auto nach einem Wassereinbruch trocken zu legen, ist den Teppich zum Trocknen heraus zu holen oder zumindest die feuchten Bereiche mit einem Fön zu troclnen.

    Anderenfalls muss man eben Raumluftentfeuchter verwenden.

    Vollkommen richtig für Deinen Motor.

    Dein OHC-Motor hat einen Leichtmetallzylinderkopf und benötigt daher ein silikathaltiges Frostschutzmittel zum Potentialausgleich zwischen den beiden unterschiedlich geladenen Metallen.

    Solltest Du im 2. oder 3. Lehrjahr in der Materialkunde zum Periodensystem der Elemente vermittelt bekommen.

    Genau diese Unwissenheit nutzen die Hersteller aus um ihre überteuerten Produkte einer breiten Zielgruppe offerieren zu können.

    Ein Graugussmotor braucht keine silikathaltigen Lösungen, da sich der kohlenstoffreiche Grauguss durch eine besonders hohe Korrosionsbeständigkeit auszeichnet. Bei diesem Material bildet sich ausschließlich eine dünne öberflächliche Korrosionsschicht, welche sich nicht in tiefere Bereiche fortsetzt und zu Materialabtrag führt. In gusseisernen Motoren bilden sich ausschließlich Ablagerungen aus Kalk, es kommt nicht zu elektrolytischen Korrosionsprozessen aufgrund des Einsatzes von ungleichen Metallen mit unterschiedlichen elektrolytischen Potential. Daher ist ein billigeres silikatfreies Frostschutzmittel auf glykolbasis völlig ausreichend.


    Ach übrigens jedes silikathaltige moderne Frostschutzmittel ist eine anorganische Säurelösung, aber Säure greift ja "bekanntlich" die Dichtungen und Schläuche an... auf die Einwirkzeit bezogen ist jedes moderne Frostschutzmittel wesentlich aggressiver wie eine Lebensmittelsäure.


    Ist also doch Raketenwissenschaft :thumbup:

    Hier mal die Herstellerempfehlung für AG11:


    "Eine einsatzbereite Silikatlösung (anorganisch - IAT Inorganic Acid Technology) (muss nicht verdünnt werden und schützt das Kühlungssystem des Fahrzeugs bei bis zu -40°С), entwickelt für den ganzjährigen Einsatz in beliebigen modernen Kühlungssystemen, welche Kupfer-, Messing- und Aluminiumkomponenten enthalten, für die der Gebrauch von Frostschutzmitteln auf Ethylenglykolbasis empfohlen ist."


    Dies ist für OHV Motoren nicht zutreffend.