Neu heisst heutzutage nicht gleich, daß er i.O. ist.
Bei meinem Neuaufbau habe ich vier neue Bremszylinder verbaut - einer hat sich bereits nach einer Woche verabschiedet.
Zuerst hatte ich die Ursache nicht gefunden, bin dann aber an der Bremszylinder gegangen und siehe da, der ging nicht mehr zurück.
Da ein Reparaturversuch scheiterte, wurde nochmal ein Neuteil verbaut - seitdem ist Ruhe.
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Was war denn an dem neuen defekten Radbremszylinder dran?
Hat es sich um ein Reproteil aus aktueller Fertigung gehandelt?
Bei den heutigen Reproteilen ist die Fertigungsgüte, was Material, Toleranzen wie auch Verarbeitungsqualität betrifft, nicht sehr empfehlenswert. Oft findet man scharfe Kanten oder Rückstände von Spänen aus der Verarbeitung, so etwas darf es an hochsensiblen Bremsteilen nicht geben.
Aufgrund dieser schlechten Erfahrungen mit Reproteilen bevorzuge ich old stock Teile und versuche stets noch Qualitätsteile aus alter Fertigung zu bekommen. Vor dem Einbau prüfe ich bei alter Lagerware jedes Teil auf Funktion wie auch auf Lagerungsschäden.
Radbremszylinder werden bei mir vor dem Einbau zerlegt, entgratet, gereinigt und anschließend neu mit ATE Bremsenpaste gefettet; da hat es noch nie Probleme gegeben und die Teile haben anschließend, trotz niedriger Laufleistungen immer mindestens 10 Jahre gehalten.
Bei meinem Kadett jetzt sogar 13 Jahre, bevor Standschäden auftraten.
Bremszylinderlaufbahnen nach zu hohnen empfiehlt sich immer, neu fetten und dann mit Montagehülsen, die Bremszylinderkolben ohne Beschädigung der Manschetten in die Bremszylinder schieben. Ohne Montagewerkzeug können die Gummilippen beim Einsetzen umknicken oder an scharfen Kanten verletzt werden.


