Beiträge von Strahli

    Guten Morgen,


    bei mir war es gestern spät geworden, ich suche heute mal das Rep. Handbuch raus und schicke Dir ein paar Bilder. Wie sah es denn unter im Ventilsitz aus, gab es dort Oxidationsrückstände? Wie war das Federspiel des Ventiles? Es kann auch sein, dass die Feder ermüdet ist oder der Lauf der Nadel hakt, dann sollte die Federeinheit getauscht werden.

    Einen defekt an der Kraftstoffpumpe kannst Du am Besten mit einem Messbecher überprüfen, indem Du die geförderte Menge hinter der Pumpe auffängst und bei Leerlauf einen warm / kalt Vergleich anstellst. Am besten kannst Du natürlich den Förderdruck und die Pumpleistung mit einer Fließbank feststellen, welche aber bestimmt nicht vorhanden ist.


    Gruß Strahli

    Hallo Björn,

    es kann natürlich auch sein, das sich über die Jahre ohne Benzinfilter bereits einiges an Schwebteilchen im Vergaser abgelagert hatte.

    Hat Dein Vergaser eine Kaltstartautomatik oder einen Choke?

    Wegen der Volumenstrommenge muss ich die Tage mal auf Suche gehen. Da ich selber bis vor ein paar Jahren noch eine Fließbank hatte, sind die Datenblätter dazu auch noch vorhanden, diese sind bei meinem Umzug nur verschütt gegangen.


    Gruß Strahli

    Hallo Jonas,


    das Problem kenne, fahre seit 29 Jahren D Kadetten und vornehmlich mit Varajet Vergaser.

    Du schreibst dass Du den Vergaser im Ultraschallbad gereinigt hast. Frage, wie weit hast Du den Vergaser zerlegt?

    Ich tippe darauf, dass Du das Teillastanreicherungsventil nicht ausgebaut hast und die Düse darunter nicht gereinigt wurde.

    Wird sehr oft vergessen, aber genau hier gibt es nach langen Stillstandszeiten und/ oder in Verbindung mit einem verschmutzten Tank, besonders viele Ablagerungen von Schwebteilchen im Spritt.

    Dieses Ventil wird fürs Beschleunigen und die anschließende Entspannung der Kraftstoffzufuhr benötigt, um eine erreichte Geschwindigkeit halten zu können. Im Lehrlauf erfolgt die Einspritzung über eine andere Düse unterhalb der geschlossenen Drosselklappen.


    Viel Spaß beim erneuten Reinigen, da führt kein Weg daran vorbei.


    Gruß Strahli

    Hallo Björn,


    freut mich zu hören, dass Dein SR nun wieder läuft. Aber eigentlich sollte es nicht daran gelegen haben, denn ab Werk hatten die D Kadetten bis auf den GTE ausnahmslos keine Benzinfilter in der Zulaufleitung.

    Wie alt ist Deine aktuell verbaute Benzinpumpe? Mit dem Alter und vor allem bei Fahrzeugen mit längeren Stillstandszeiten, trocknet die Membran der mechanischen Benzinpumpe aus und versprödet. Wenn der Stößel dann Druck auf die spröde Membrane ausübt, kann diese einreißen und die Pumpleistung nimmt gravierend ab. Dies macht sich besonders bei niedrigen Drehzahlen, wie sie auch beim Starten vorliegen, bemerkbar. Der Höhenunterschied zwischen Tank und Pumpe spielt hier keine Rolle, so lange die Pumpe keine Luft zieht ist diese Drucksäule keine Problem.


    Prüfe bitte beim nächsten auftreten von Startschwierigkeiten die Pumpleistung und den Volumenstrom hinter der Pumpe mit einem Meßbecher.


    Gruß Strahli

    Wie vermutet, ein bekanntes Problem! Nach ca. 20 Jahren Betriebseinsatz zeigen sich bei allen Delco Verteilern die gleichen Symptome der Materialauflösung. Vorher waren es ausschließlich die ausfallenden Schaltgeräte und der Hallgeber.

    Die Verteiler haben wir damals schon im Akkord auf Kulanz getauscht... daher gibt es heute auch kaum noch neue Tauschmasse am Markt.

    Du wirst froh sein, wenn Du später einen Griff an der Heckklappe hast... ist beim Öffnen auf alle Fälle die beste Griffstelle zum Aufklappen, denn die Dämpfer schaffen es auch im Neuzustand nicht die Klappe zu aus der geschlossenen Stellung zu heben.

    Japp, genau... der Drehzahlmesser wird elektronisch angesteuert und das Signal kommt vom Zündschaltgerät, dass ja auch die Entladung der Zündspule kontaktlos mit dem Signal des Hallgebers steuert.

    Da er nach dem Abkühlen des Motors wieder anstandslos anspringt und dann auch fehlerfrei läuft, tippe ich auf das Zündschaltgerät im Verteiler. Bei Zerlegen und Austauschen aber vorsichtig sein, die Anschlußstecker zerbröseln gerne; das Material ist nicht für die Ewigkeit geplant gewesen.

    Tipp, besorg Dir direkt einen kompletten Austauschverteiler, die restlichen Komponenten sind garantiert nicht im besseren Zustand.


    Gruß Strahli

    Dass steht außer Frage; mein C14NZ ist in den 107.000 km die ich ihn von 1999 bis 2004 gefahren bin auch ohne Probleme anständig warm geworden. Und auch nach 214.000 km war der Motor immer noch top in Schuß, nur die Karosserie war damals absolut fertig gewesen, als ich ihn dann für 1,- EUR verkauft habe.