Beiträge von Strahli

    Frisco-2.0

    Du hast Recht, ich habe hier was mit den Vergasermotoren 13S und 16S verwechselt. Der C14NZ hat ja bereits für die Erreichung der höheren Verdichtung eine modifizierte Brennraumgeometrie erhalten, mit veränderter Brennraumgestaltung der Ventilsitze im Kopf sowie geänderter Kolbenböden ohne Ventiltaschen. Siehe nachstehende Bilder.

    Eine Überschneidung des Bewegungsraumes zwischen Kolben und Ventil im OT-Zyklus ist tatsächlich gegeben und erhöht sich mit jedem Planen des Zylinderkopfes entsprechend. Die Kröpfung der Kurbelwelle ist bei allen Serien OHC-Motoren mit 1,2 / 1,3 und 1,4 Litern Hubraum immer die Selbe, siehe den Daten zu den OPEL Nummern: 6 14 051, -067, -074, -092, -097. Dagegen sind die Steuerzeiten und Öffnungsphasen zwischen Vergaser- und Einspritzmotor verschieden, was zusammen mit der Form der Kolben zu diesen Bewegungsüberschneidungen führt.


    Danke für den Hinweis

    Ich empfehle Dir auf alle Fälle den Zylinderkopf bei einem professionellen Motorenbauer prüfen und überholen zu lassen, es kostet nicht die Welt und Du bist auf der sicheren Seite, dass haben wir als Werkstatt auch immer dem Profi überlassen, der dafür die richtigen Werkzeuge und Möglichkeiten hat.

    Habe ich erst vor zwei Wochen wieder beim Zylinderkopf meiner Freundin machen lassen. Zylinderkopf reinigen, vermessen, auf alle Fälle planen, da jeder Leichtmetallzylinderkopf durch Wärmeeinwirkung mehr oder weniger Verspannungen aufweist, und natürlich wie bereits angesprochen die Ventilschaftdichtungen ersetzen. Das gesamte Programm inklusive Ventile prüfen und einschleifen hat uns mit Rechnung 350,-EUR gekostet, den Rest kannst Du selbst erledigen und brauchst dann nur noch einen Drehmomentschlüssel.

    Das Überholen des Zylinderkopfes hat einen Tag gedauert, kurz gesagt am ersten Tag früh morgens abgegeben und am Folgetag zum Feierabend wieder abgeholt.

    Du musst nur abklären, ob der Motorenbauer die Arbeiten mit oder ohne Demontage von Ein- und Auslasskrümmer durchführen kann; dies ist von der maschinentechnischen Ausrüstung des Profis abhängig.


    Was den Zahnriemensatz anbetrifft, so ist es jedem selbst zu überlassen und ich würde nach 20´tkm keine Wasserpumpe oder den Zahnriemen prophylaktisch tauschen. Die Teile sind so schnell getauscht am OHC und beim Freiläufer im Schadensfall als unbedenklich zu betrachten. Das einzige was passieren kann, Du bleibst liegen... na und!

    Hauptsache der Motor überhitzt nicht aufgrund von schlagartigem Kühlwasserverlustes, daher immer auf die Wasserschläuche und das Thermostat achten.

    Hallo Luca,

    schön dass es voran geht mit Eurem Projekt. Die Rückstände im gezeigten Abgaskrümmer stammen von auskristallisiertem Kühlerfrostschutz. Da hat vermutlich in der Vergangenheit mal jemand einen falschen Frostschutz verwendet oder verschiedene miteinander vermischt, was dann auf lange Sicht die Kopfdichtung gehimmelt hat. Frostschutz ist in den Brennraum gelangt und wurde durch die heiße Verbrennungsgase zersetzt hat.

    Das muss nicht unbedingt einen Kopfschaden mit sich ziehen, aber vor einer weiteren Verwendung begutachtet werden.

    Aber Ihr wollt den Motor ja eh austauschen.


    Weiterhin viel Erfolg.

    Gruß Strahli

    Sorry Jungs,

    gehört zwar nicht hier ins Forum, aber wenn ich nicht verzweifelt nach diesem Ersatzteil suchen würde, dann würde ich Euch nicht damit belasten wollen.

    Aber jeder Suchende ist ein weiterer Multiplikator.


    Ich suche ein neues "originales" Leerlaufregelventil für meinen Passat GT 35i, der weigert sich im kalten Zustand zu starten und dann rund zu laufen. Die Zubehörteile sind leider auch hier von minderer Qualität und helfen nur bedingt weiter.

    Der Originalhersteller war VDO, hier ist aber genau wie bei VW Classic Parts nichts mehr zu bekommen, die Teilenummern lauten wie folgt:

    VW 037 906 457 C

    VDO 408.202.011.002


    Danke für Eure Hilfe

    Gruß Strahli

    kurze Frage @Meenzer


    Hat Dein neues Ausrücklager bereits ein Kunststoffgehäuse?


    Hintergrund meiner Frage:

    Habe heute meinen 3 Jahre alten 1'er aus der Werkstatt abgeholt, bei dem war bereits nach gerade mal 32'tkm das Ausrücklager der Kupplung verschlissen und machte im kalten Zustand Geräusche.

    Zum Glück wurde die Reparatur aufgrund der noch geltenden Garantieansprüche auf Kulanz getauscht. Habe diesen Vorfall zum Anlass genommen, um die Anschlussgarantie auf 6 Jahre zu verlängern.

    Die Teile taugen heute auch nichts mehr, kosten nur noch horrende Preise und sind von mangelhafter Qualität. Das Ausrücklager in meinem Rekord ist 60 Jahre alt, hat 124'tkm auf dem Tacho und macht nur ganz leichte Geräusche, vermutlich weil die Fettfüllung langsam den Geist aufgibt.

    In meinem SR Kadett habe ich das Ausrücklager begutachtet, dort ist zum Glück noch das alte metallgekapselte Lager ohne Kunststoffgehäuse verbaut.


    Vielen Dank für Deine Rückmeldung.

    Hallo @Meenzer


    da bin ich vollkommen bei Dir, das ist nicht billig. Aber die Umweltauflagen im Zusammenhang mit den verwendeten Lösungsmitteln und Laugen sind schon gravierend, wir müssen für die Entsorgung eines Kubikmeters nach AVV 080117* "chemische Abfälle aus der Farb- oder Lackentfernung, die organische Lösemittel oder andere gefährliche Stoffe enthalten", aktuell 750,-EUR für Abholung und Entsorgung zahlen. Die Kosten für die Auflagen haben sich in den letzten 25 Jahren mehr als verzehnfacht. In meiner Lehrzeit hatten wir noch ein stationäres Laugenbad mit 3000 Litern Fassungsvermögen, heute nutzen wir eine mobile Rohrreinigungsmaschine mit 750 Litern Fassungsvermögen.

    Ich möchte erst gar nicht wissen, was die Firma Carblast für jährliche Kosten aufwenden muss, um ihre auf der Webseite zu sehenden Füllungen der Tauchbecken entsorgen zu lassen.

    In den 90´ern habe ich so noch meinen Mopedrahmen, Kotflügel, Motor-/Heckdeckelhauben und Türen kostenlos entlacken können, dass war ein klasse Nebeneffekt meiner Tätigkeit im Betrieb, und die so bearbeiteten Teile sind auch heute noch nach über 25 Jahren absolut rostfrei, denn ein Freund von mir fährt noch heute seinen Rekord C dessen Teile wir so behandelt haben.

    Die Säure holt alles runter, von Lack, über Grundierung, bis hin zu Spachtel und Unterbodenschutz; zurück bleibt absolut blankes Blech von dem man nur noch die Säure abwaschen muss. Im Anschluß richtig behandelt und geschützt erhält man so eine nahezu perfekte Korrosionsschutzvorsorge mit Langzeitqualitäten.


    Gruß Strahli

    Hallo 242


    Dein Enthusiasmus hierfür ist lobenswert und ich rechne ihn Dir ebenfalls hoch an. Aber wenn ich hier auf Mikrofiche zurückgreifen kann, welche auch heute noch für unter 5,-EUR das Stück zu erhalten sind, sowie ein dazugehöriges Lesegerät für ab 30,-EUR; dann bin ich wesentlich schneller und habe neben der Flexibilität zu allerlei Erweiterungen für andere Fahrzeuge dazu den kleineren Aufwand. Mittlerweile habe ich neben vielen Opel Mikrofilmen auch die entsprechenden Derivate von Audi und VW aus der Zeit zwischen 1957 bis Mitte der 90´er.

    Dennoch vielen Dank für Deinen Link im Namen der gesamten Kommunity.


    Gruß Strahli