Beiträge von Strahli

    Der Aufwand steht in keinem Verhältnis.

    Wir haben noch einen 35 bis 40 Jahre alten FLK-Rückvergrößerer mit integriertem Drucker für DIN A4 und DIN A3 Format im Keller unserer Werkstatt stehen. Aber bei der Menge an einzelnen Seiten wäre das ein mehrere Tage füllendes Programm. Es muss jedes einzelne PIC auf dem Mikrofiche von Hand ausgewählt, ausgedruckt und anschließend alle Seiten zum Digitalisieren wieder eingescannt werden.

    Da ist das Arbeiten mit den Mikrofichen wesentlich einfacher, zumal es davon heute noch jede Menge zum kleinen Kurs zu kaufen gibt. Wir haben die Dinger damals gnadenlos weggeworfen, als das digitale Zeitalter Einzug gehalten hat; aber der Rückvergrößerer durfte bleiben, davon wollte der Chef sich nicht trennen... heute verstaubt das Ding im Keller.

    Werde am kommenden Montag mal ein Foto einstellen, damit Ihr Euch von dem Klopper mal einen Eindruck machen könnt. Der ist in keinem Fall mit heutigen kompakten Multifunktionskopierern zu vergleichen, allein der Projektionsanzeigebildschirm hat eine Diagonale von fast 1 m und das gesamte Gehäuse ist ein ca. 1 Kubikmeter großer Metallkasten.

    Dass funktioniert mit jedem Tool das Zugriff auf die KBA Datenbank hat. Der TÜV, Gutachter sowie auch die KFZ-Sachverständigen arbeiten mit unterschiedlichen Programmen.

    vollkommen richtig, das war damals Bestandteil der Ausbildung. Aber aufgrund der Anfälligkeiten des Delco Verteilers hat man uns damals schon eingebläut, von einem funktionierenden Delco lässt man besser die Finger. Für Experimente ist im Störungsfall immer noch Zeit. ;)

    Hallo Red-D


    ich rate Dir von Deinem Vorhaben bei einem funktionierenden Verteiler ab, diese sind einfach zu empfindlich um daran rumzudoktern. Bei einem bereits defekten oder fehlerhaftem Verteiler sieht das Ganze etwas anders aus, hier kannst Du mit dem Rep-Satz eh nichts mehr verkehrt machen.

    Wir haben seinerzeit erst gar keine Experimente gemacht, die eh von den Kosten her zu Lasten der Kunden gegangen wären und von diesen nicht übernommen worden wären. Ein Austausch durch einen funktionierenden neuen Verteiler ist immer ratsamer und zu empfehlen.

    Der "jährliche obligatorische Öltropfen" auf die Verteilerwelle ist nicht verkehrt und war bei den alten OHV- und CIH-Motoren sogar noch im Wartungsprogramm enthalten; bevor Opel begann sein Ih-Programm für viele Komponenten mehrheitlich als wartungsfrei zu bezeichnen.


    Gruß Strahli

    Da gebe ich Dir Recht, die Opel Gläser Cabrios waren schon eine Hausmarke für sich und sprachen damals noch eine Zielgruppe der gehobenen Käuferschichten an, die heute von Opel nichts mehr wissen wollen; so ändern sich die Zeiten.

    Wobei ich hier das viertürige Admiral Cabrio mit seinen gegenläufig öffnenden Türen und dem 3,6 Liter OHV favorisiere. Mein ehemaliger Opel Händler hatte Ende der 90´er noch so eine viertürige Admiral Cabrio Rohkarosse eines Wehrmacht Standartenwagens von 1938 im unrestaurierten Zustand in der Garage stehen, einfach ein Traum. So viel ich gehört habe, hat dieser Admiral im gefühltem Zustand 4 damals für 70000,-DM den Besitzer gewechselt.

    Gläser konnte schon schöne Cabrios bauen.

    Also dass nenne ich mal einen extrem geilen Straßenhobel. Gefällt mir sehr gut, obwohl ich eher auf ein originales Fahrzeug stehen würde, denn ich vermisse das schöne originale Armaturenbrett.

    Hatte vor ca. 23 Jahren das Glück ein original restauriertes Vorkriegs Kapitän Cabrio mit dem seidenweichen 2,5 L Reihensechser und 55 PS zu fahren, dass war schon eine einschneidende Erfahrung.

    Der Kapitän sollte damals schon 75000,-DM kosten, was leider über unserem Budget lag und weshalb es dann ein Admiral B wurde.

    Muss dazu mal die Fotos raussuchen und digitalisieren. Die spitzen Vorkriegsscheinwerfer und die Linienführung des zweitürigen Cabrios waren aber der absolute Hammer.

    Wenn Du Dein Auto regelmäßig bewegst, sprich er steht nicht länger wie 2 bis 3 Tage, dann sind die Kaltstarts unbedenklich. Hier tritt zwar auch Verschleiß auf, aber hier macht es die Menge an Kaltstarts. Schließlich bleibt der Ölfilm auf den Zylinderwänden schon ein Zeit lang haften.

    Bei Langstehern wie Saisonfahrzeugen sieht das wiederum ganz anders aus, hier ist der Verschleiß aufgrund der wesentlich längeren Standzeiten ein vielfaches höher, da der Ölfilm definitiv abreißt und auch der Öldruck schwindet. Daher sollte man Langstehern vor dem ersten Start einen Stoß Kriechöl in die Brennräume sprühen und anschließend ohne Zündung (Kabel abziehen) mit Starter Öldruck aufbauen.

    Bei extremen Langstehern empfehle ich immer ein paar Tage vor dem ersten Start die Brennräume mit Kriechöl zu benetzen und den Motor dann vor dem Start ohne Kerzen mindestens zwei bis drei Umdrehungen von Hand durchzudrehen, da sich auf den Zylinderwänden auch Rost bilden kann wenn der Ölfilm einmal abgerissen ist. Die Oxidschicht ist härter wie die Kolbenringe und kann diesen ohne Schmierung Schaden.

    Das Procedere habe ich von meinem ehemaligen Ausbilder und ist zwar etwas Umständlich, aber ich bin damit in den letzten 25 Jahren sehr gut gefahren; alle meine Motoren leben auch nach teilweise 60 Jahren noch. Früher hat man solchen Langstehern vor dem Einlagern zum Motorschutz auch noch ein sogenanntes "Obenöl" dem Benzin beigemischt. Würde ich aber modernen Einspritzmotoren heute nicht mehr empfehlen, weil es das verharzen der Einspritzdüsen begünstigen kann.