Beiträge von Strahli

    Wenn Du Dein Auto regelmäßig bewegst, sprich er steht nicht länger wie 2 bis 3 Tage, dann sind die Kaltstarts unbedenklich. Hier tritt zwar auch Verschleiß auf, aber hier macht es die Menge an Kaltstarts. Schließlich bleibt der Ölfilm auf den Zylinderwänden schon ein Zeit lang haften.

    Bei Langstehern wie Saisonfahrzeugen sieht das wiederum ganz anders aus, hier ist der Verschleiß aufgrund der wesentlich längeren Standzeiten ein vielfaches höher, da der Ölfilm definitiv abreißt und auch der Öldruck schwindet. Daher sollte man Langstehern vor dem ersten Start einen Stoß Kriechöl in die Brennräume sprühen und anschließend ohne Zündung (Kabel abziehen) mit Starter Öldruck aufbauen.

    Bei extremen Langstehern empfehle ich immer ein paar Tage vor dem ersten Start die Brennräume mit Kriechöl zu benetzen und den Motor dann vor dem Start ohne Kerzen mindestens zwei bis drei Umdrehungen von Hand durchzudrehen, da sich auf den Zylinderwänden auch Rost bilden kann wenn der Ölfilm einmal abgerissen ist. Die Oxidschicht ist härter wie die Kolbenringe und kann diesen ohne Schmierung Schaden.

    Das Procedere habe ich von meinem ehemaligen Ausbilder und ist zwar etwas Umständlich, aber ich bin damit in den letzten 25 Jahren sehr gut gefahren; alle meine Motoren leben auch nach teilweise 60 Jahren noch. Früher hat man solchen Langstehern vor dem Einlagern zum Motorschutz auch noch ein sogenanntes "Obenöl" dem Benzin beigemischt. Würde ich aber modernen Einspritzmotoren heute nicht mehr empfehlen, weil es das verharzen der Einspritzdüsen begünstigen kann.

    Hallo Schrauby


    hab gerade mein GSI Prospekt für das Modelljahr 1987 herausgesucht, dort sind werksseitig die folgenden Verbrauchswerte angegeben, und die Hersteller haben auch damals bereits allesamt ihre Verbrauchswerte nach unten korrigiert.

    Mein GSI hat damals wirklich zwischen 9 bis 11 Liter verbraucht; beim Omega A mit C20NE meines Vaters lag der Verbrauch teilweise noch darüber, dieser war aber auch gut 150 kg schwerer wie der Kadett E.


    Gruß Strahli

    Hallo Olli,


    ich bin selbst in den 90´ern einen 20SEH gefahren und kann Dir bestätigen, dass ein Verbrauch von 11 Litern im Mix von Stadt-, Überland- und Autobahnverkehr völlig normal sein kann, besonders in der kalten Jahreszeit.

    Selbst im permanenten Autobahnbetrieb hatte ich selten einen Verbrauch unterhalb von 9 Litern.

    Wenn Dein Freund im Vorfeld gravierend niedrigere Verbräuche hatte und dieser Mehrverbrauch ad hoc aufgetreten ist, dann kann dies entweder an den aktuell tieferen Temperaturen liegen, weil der Motor länger in der Kaltlaufphase verweilt, oder auf Verschleiß zurückzuführen sein. Als bedenklich seh ich einen Verbrauch von 11 Litern für einen 20SEH jedoch nicht an.

    Von der CO-Einstellschraube am LMM solltest Du auf alle Fälle die Finger lassen; hier kann der CO-Gehalt für den Leerlauf nachjustiert werden, dies ist aber nur in Verbindung mit einem CO-Abgastester möglich, eine Grundregel zur Einstellung gibt es nicht, da hier nur marginal der Bypasswert verändert wird, um sich dem Lambdawert 1 anzunähern.


    Gruß Strahli

    Dann ist soweit alles richtig, die 11´er SR OHV-Motoren hatten die Kennzeichnung ebenfalls vor der Motornummer eingeschlagen. Beim OHC gab es keine Differenzierung mehr, hier waren aber auch keine Abweichungen in Bezug auf Motor-Geometrie und verwendete Materialien mehr vorhanden.

    Hiervon gehe ich ebenfalls aus. Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Opel hier in der Großserie zwei verschiedene Wege gegangen ist. Alle OHC Zylinderköpfe die ich gesehen habe, wiesen keine Unterschiede auf.

    Hallo KADETT_SR


    habe in all den Jahren noch nie einen Unterschied an den SR Zylinderköpfen im Gegensatz zu denen bei den übrigen 13S und 16S Motoren in den Standard, Berlinetta oder Luxus Varianten feststellen können.

    Sollte es hier wirklich eine besondere zusätzlich Kennzeichnung geben, so würde mich das auf alle Fälle auch interessieren. Kannst Du Dich vielleicht noch erinnern, wo Du auf diesen Hinweis gestoßen bist?


    Gruß Strahli

    Hallo Sascha,

    Deine Informationen sind aufschlussreich. Ich würde genau wie JuppesSchmiede es bereits beschrieben hat, als erstes das eine Kerzengewinde reparieren; wenn Du hier noch keine Erfahrungen hast, dann überlasse die Reparatur einem Fachmann.

    Anschließend die Kerzen durch neue ersetzen und vor dem Einbau den Elektrodenabstand mit einer Fühlerlehre überprüfen. Fahre die neuen Kerzen bis zu tausend Kilometer und prüfe danach das Kerzenbild erneut.

    Sollten die Kerzen wieder starke Kohleablagerungen haben, so sind mit großer Wahrscheinlichkeit die Ventilschaftdichtungen aufgrund der geringen jährlichen Laufleistungen versprödet und lassen Öl in die Brennräume gelangen.

    Diese sind dann zu tauschen.


    Gruß Strahli

    Hallo Sascha,


    wie viel hat Dein Kadett-Motor schon gelaufen? Deine Beschreibungen lassen einen hohen Verschleiß oder mangelnde Pflege bei den Vorbesitzern vermuten. Der Motor läuft bei Deinem Kerzenbild zu fett und verbrennt definitiv zu viel Öl.

    Ich habe Dir mal ein sehr gut erklärtes Schema zum Thema Zündkerzen Brandbilder beigefügt, was in meinen Augen selbsterklärend sind.

    Hier kommt es darauf an, was Du mit Deinem Kadett vor hast; ob Du ihn aufbauen oder eher im Alltag nutzen willst. Aber wahrscheinlich wirst Du um eine Motorüberholung nicht herum kommen, ich vermute dass die Kolbenringe und Ventilschaftdichtungen verschlissen sind.


    Zündkerzenbilder und deren Zusammenhänge


    Gruß Strahli

    Dem ist nicht mehr viel beizufügen. Da jeder ein anderes Wohlbefinden beim dahingleiten mit seinem fahrbaren Untersatz empfindet, sollte hier auch jeder seine individuelle Lösung favorisieren; und zum Glück gibt oder heute eher gab es hier von diversen Herstellern hierfür allerlei Individualisierungsmöglichkeiten in Bezug auf Komfort, Sportlichkeit und Fahrzeughöhe.

    Ich habe leider für meinen D bei keinem der bekannten Hersteller das gewünschte Ergebnis finden können und habe mir daher meinen persönlichen Mix selbst zusammengestellt.


    Stoßdämpfer Vorderachse Monroe Sensatrac S3405 Gasdruck

    Stoßdämpfer Hinterachse Koni rot Öldruck in der Härte einstellbar


    Federn rundum Jamex -35 mm hinten in Verbindung mit Jamex Federwegbegrenzern


    Hiermit fühle ich mich im D wohl, auch wenn er damit immer noch etwas hochbeinig da steht.