Beiträge von Strahli

    altopel

    Ließ doch bitte noch einmal meinen Beitrag und interpretiere nicht Aussagen in Deine Zitate die ich so nicht getätigt habe. Wo findest Du dort einen Hinweis auf das Prädikat "teuer"? Ich sprach von einer Stange Kohle für zwei Delco Sättel samt Einbau (ohne Materialkosten)!


    Ich bin vom Fach, gelernter Meister und weis ganz genau wie sich Werkstattkosten ergeben und auch berechnet werden; hier brauchst Du mir bitte keine Nachhilfe geben.

    Wie es Stofi so treffend beschreibt, gibt es gravierende Unterschiede in der Betrachtung wie auch Wertschätzung von monetären Beträgen. Ich bringe meinen Alltagskarren wie auch das Auto meiner Partnerin selbst in die Werkstatt und lasse die Arbeiten vom Fachmann meines Vertrauens ausführen, wogegen an meinen Oldtimern nur einer Hand anlegt und zwar ich selbst.

    Das ist nicht eine Frage des Geldes, sondern der fehlenden Qualifikation und Erfahrung! Heutigen Fachkräften fehlt es schlichtweg an Fachwissen für die betagte Technik unserer geliebten Fahrzeuge und bevor mir dort ein Mechaniker etwas beschädigt, was ich aufgrund der schlechten Teilesituation nicht mehr richten kann, lege ich selbst Hand an.

    Andersherum gebe ich offen zu, dass ich aufgrund langjähriger Abstinenz im KFZ-Gewerbe längst den Anschluß in technischen Aspekten des automobilen Fortschritts verloren habe und auch nicht bereit bin mir für die betreffenden Reparaturen das entsprechende Equipment an Spezialwerkzeugen zuzulegen. Das wäre ein vielfaches an Kosten gegenüber dem was ich einsparen würde, wenn ich eine Reparatur selbst ausführen würde.


    Apropo, Nettopreis für zwei Delco samt Schläuchen (wiederum ohne Arbeitslohn) liegt bei aufgearbeiteten Sätteln und neuen Schläuchen bei ca. 100,-EUR Materialkosten, wird aber mindestens mit 100 bis 150% Aufschlag beim Kunden abgerechnet. Die wurden zu meiner Zeit in anderthalb Stunden gewechselt. Der aktuelle Stundenverrechnungssatz in unserer Werkstatt liegt bei 118,-EUR inklusive der Lohnnebenkosten, kleinere Werkstätten liegen hier deutlich darunter. Es kommt halt immer darauf an was ich benötige um meinem Kunden ein Wohlfühlprogramm in einem Glaspalast bieten zu wollen und was der Kunde davon überhaupt haben möchte.

    Eigentlich gehört da keine Kontakttrennmittel oder Schmierfett drauf, mit dem original Lenkradabzieher von Kukko, wie ihn auch Opel seiner Zeit in der Werkstattausstattung hatte, war das Lösen der Lenkräder bis heute nie ein Problem.

    Wenn Du hier unbedingt was verwenden willst, dann würde ich eine Graphitpaste empfehlen. Mit Schmutz ist in dieser Einbaulage eher weniger zu rechnen. Vermutlich hast Du das Lenkrad beim letzten Tausch schlichtweg zu fest angezogen, wäre nicht das erste Mal, dass so etwas passiert.

    Wichtig ist auf jeden Fall, die Lenkradsicherung nicht zu vergessen; ein sich lösendes Lenkrad will schließlich kein Verkehrsteilnehmer erleben müssen.

    Wie es 13S bereits beschrieben hat, ist dieses Phänomen bei überholten Bremssätteln völlig normal. Das Material der original Delcosättel war ziemlich korrosionsanfällig, da die Sättel im Erstauslieferungszustand nur einseitig schwarz lackiert und das Gehäuse der Kolbenführung absolut unbehandelt waren. Weshalb auch bei der Aufarbeitung der Sättel oftmals an den Bremsbelagführungen erheblich Material abgetragen werden muss, welches im Rahmen des anschließenden Verzinkens nicht wieder aufgetragen werden kann. Zudem besitzen die Beläge selbst Langlöcher, damit diese genügend Bewegungsfreiheit im Sattel haben und nicht verkanten.

    Das ganze Dilemma findet sich nur beim Einsatz von aufgearbeiteten Delcosätteln; wer auf unbenutzte Originalware zurückgreifen kann, der hat hier wesentlich mehr "Ruhe" im Belagspiel.

    Wer hier Ruhe haben möchte, sollte versuchen auf nicht aufgearbeitet Originalware aus alten Lagerbeständen zurückzugreifen. Dafür muss dann aber meistens etwas tiefen in die Tasche gegriffen werden.

    altopel danke für Deinen Hinweis, habe eben diesbezüglich auch in meinen Unterlagen recherchiert. Aber zur Motorkennung SR habe ich nichts weiter finden können. Hast Du hier vielleicht noch was vorliegen?

    Laufen tut dass selbstverständlich auch bei einem 11N-Motor, ist ja bei einem Vergasermotor nicht so schwierig, aber der Motor ist mit der Doppelvergaseranlage für das fettere Gemisch nicht ausgelegt. Hier sollte zumindest der Zylinderkopf mit einer entsprechend der zu erwartenden höheren Verdichtung geeigneten Kopfdichtung versehen werden.

    Zwischen dem 11N und 12S liegt eine Modifikationsphase, höhere Verdichtung, andere Lagerschalen, andere Vergaserbedüsung, geänderte Zylinderkopfdichtung. Ob die Kolben überarbeitet wurden habe ich gerade nicht zur Hand, eher begrenzt sich die Modifikation auf die Kolbenringe.


    Bei dem hier verbauten 11S Motor sollte davon ausgegangen werden können, dass bereits die richtige Kopfdichtung verbaut ist und auch die Doppelgaseranlage passt.

    Laut einem Beitrag hier im Forum soll es die Kennung "SR" vor der eigentlichen Motornummer geben. Ich persönlich habe diese noch nicht zu sehen bekommen und kenne nur die Kennung "S" so wie diese auch auf Deinem Motorblock zu finden ist.

    Ich gehe davon aus, dass ich bis heute noch keinen originalen Kadett B SR zu Gesicht bekommen habe.

    Ein sehr schönes Kiemen Coupé hast Du da abstauben können, gefällt mir wirklich sehr gut.

    Bist Du Dir sicher, dass Du für die Doppelvergaseranlage auch den passenden Motor verbaut hast?

    Schau mal bitte auf dem Motorblock nach der Motorkennung. Ich würde erst mal schauen welcher Motor verbaut ist. Bei den Getrieben in Kombination mit den OHV Motoren gab es meines Wissens nach nur eine Ausführung. Ausschließlich in den Modellen mit CIH Motoren wurden andere Getriebe verbaut, diese stammten aus der Rekordbaureihe.


    Im auf Rallye getrimmten LF Coupé eines Freundes werkelt ebenfalls nur der 1,1N OHV mit 50 PS.

    ich bin auf das Ergebnis dieser Überprüfung gespannt. Habe selbst in jungen Jahren als Grünschnabel den Zahnriemen an meinem E zu fest gespannt und bin dann damit aus Faulheit mehrere Jahre gefahren, hat die Pumpe im geringsten gestört, die hat auch noch den nächsten Zahnriemenwechsel überlebt und mich weit mehr wie 100.000 km problemlos begleitet. Wie gesagt die Wasserpumpen beim OHC sind eigentlich unauffällig und langlebig.

    Wenn das Geräusch vom Motorblock kommt, kann ein mahlendes Geräusch auch was weniger gutes bedeuten. Aber Ferndiagnosen ohne direkten Bezug zum Objekt sind eh nicht aussagekräftig. Da sollte mal ein Fachmann dem Motor sein Gehör schenken.

    Richtig beschrieben, zu fest gespannte Zahnriemen machen sich durch ein gleichmäßig singendes Geräusch bemerkbar, welches mit zunehmender Motordrehzahl ebenfalls an Intensität zunimmt.

    Das eine Wasserpumpe bereits nach wenigen Wochen mit einem Lagerschaden auffällig wird habe ich selbst noch nicht erlebt, die sind eigentlich sehr robust und halten auch zu stark gespannte Zahnriemen über Jahre aus. Das mahlende Geräusch muss eine andere Ursache haben.