Beiträge von Strahli

    ganz kurzer Hinweis, einfach den Schalter überbrücken und schon sieht man ob es der Motor noch tut ;)

    Hallo trigger


    sehr gut gesprochen, genauso sollte unser Verhältnis zum Auto sein. Weshalb ich auch neben meinem Kadetten, Golf 2, Passat B3 und Audi Quattro Coupe fahre. Unser Hobby und der Hang zum alten Blech sollte Menschen miteinander verbinden und sich nicht nur auf einzelne Markenenthusiasten begrenzen.

    Ganz ehrlich, ich kann diesen Hype um den Golf 1 und 2 nicht ganz verstehen und unterstütze ihn auch nicht, obwohl ich sie selbst seit 28 Jahren fahre und meinen aktuellen 2´er GTI seit 25 Jahren besitze.

    Dem gegenüber werden die meisten Opel, im Besonderen der Kadett, ziemlich stiefmütterlich behandelt und dass haben diese überhaupt nicht verdient, denn viele waren Technologieträger, Vorreiter und haben Generationen bewegt.


    Schöne Grüße nach Belgien

    Strahli

    Bei einem verschlissenen oder nicht richtig funktionierendem Teillastventil gibt es keine Startprobleme, da dieses hierfür nicht benötigt wird, jedenfalls solange ausreichend Sprit in der Schwimmerkammer ist und halbvoll ist definitiv ausreichend.

    Die Probleme treten erst auf wenn man mit eingelegtem Gang die Kupplung kommen lässt und mit Gaszugabe anfahren möchte. Das Gemisch wird über das Teillastventil nicht ausreichend angefettet und der Motor kann keine Leistung entfalten, neigt hier dann eher zum Absterben beim Anfahren. Trennt man dann durch treten der Kupplung den Antrieb vom Getriebe, läuft der Motor schlagartig wieder rund. Dies ist bedingt durch die wesentlich schlechtere Zündwilligkeit des zu mageren Benzin-Luft-Gemisches und der damit einhergehenden Leistungsentfaltung. Eine höhere Motordrehzahl verursacht beim Sauger eine Erhöhung der Sauerstoffzufuhr, was dementsprechend auch eine Erhöhung der Benzinzugabe erfordert. Wenn diese jedoch nicht erfolgt, dann magert das Gemisch zusammen mit der Zündfähigkeit des Gemisches ab und die Antriebsleistung bricht zusammen.

    Dieses Verhalten tritt bei betriebswarmen Motor stärker auf als gegenüber einem kalten Motor, da hier das Gemisch noch von der Kaltstartanfettung zusätzlich angefettet wird. Sobald der Motor warm ist, verliert er spürbar Leistung und fängt mit dem sogenannten "Magerruckeln" an.

    Guten Morgen Björn,


    da hast Du natürlich Recht, der Choke ist wesentlich einfacher zu bedienen. Aber eine funktionierende Kaltstartautomatik ist ebenfalls möglich, die Einstellung ist aber eine Sisyphusarbeit, benötigt einen Abgastester und ist leider nicht von Dauer, da die mechanischen Vergaserteile wie auch die elektromechanische Kaltstartdose verschleißen. Meine Erfahrung sagt mir, dass eine Einstellung mindestens alle 25´tkm erforderlich wird und auch nach jedem Austausch einer neuen Kaltstartdose, da jede Einzelne eine andere Kennlinie und ein anderes Ansprechverhalten hat.


    Gruß Strahli

    Guten Morgen,


    bei mir war es gestern spät geworden, ich suche heute mal das Rep. Handbuch raus und schicke Dir ein paar Bilder. Wie sah es denn unter im Ventilsitz aus, gab es dort Oxidationsrückstände? Wie war das Federspiel des Ventiles? Es kann auch sein, dass die Feder ermüdet ist oder der Lauf der Nadel hakt, dann sollte die Federeinheit getauscht werden.

    Einen defekt an der Kraftstoffpumpe kannst Du am Besten mit einem Messbecher überprüfen, indem Du die geförderte Menge hinter der Pumpe auffängst und bei Leerlauf einen warm / kalt Vergleich anstellst. Am besten kannst Du natürlich den Förderdruck und die Pumpleistung mit einer Fließbank feststellen, welche aber bestimmt nicht vorhanden ist.


    Gruß Strahli

    Hallo Björn,

    es kann natürlich auch sein, das sich über die Jahre ohne Benzinfilter bereits einiges an Schwebteilchen im Vergaser abgelagert hatte.

    Hat Dein Vergaser eine Kaltstartautomatik oder einen Choke?

    Wegen der Volumenstrommenge muss ich die Tage mal auf Suche gehen. Da ich selber bis vor ein paar Jahren noch eine Fließbank hatte, sind die Datenblätter dazu auch noch vorhanden, diese sind bei meinem Umzug nur verschütt gegangen.


    Gruß Strahli

    Hallo Jonas,


    das Problem kenne, fahre seit 29 Jahren D Kadetten und vornehmlich mit Varajet Vergaser.

    Du schreibst dass Du den Vergaser im Ultraschallbad gereinigt hast. Frage, wie weit hast Du den Vergaser zerlegt?

    Ich tippe darauf, dass Du das Teillastanreicherungsventil nicht ausgebaut hast und die Düse darunter nicht gereinigt wurde.

    Wird sehr oft vergessen, aber genau hier gibt es nach langen Stillstandszeiten und/ oder in Verbindung mit einem verschmutzten Tank, besonders viele Ablagerungen von Schwebteilchen im Spritt.

    Dieses Ventil wird fürs Beschleunigen und die anschließende Entspannung der Kraftstoffzufuhr benötigt, um eine erreichte Geschwindigkeit halten zu können. Im Lehrlauf erfolgt die Einspritzung über eine andere Düse unterhalb der geschlossenen Drosselklappen.


    Viel Spaß beim erneuten Reinigen, da führt kein Weg daran vorbei.


    Gruß Strahli

    Hallo Björn,


    freut mich zu hören, dass Dein SR nun wieder läuft. Aber eigentlich sollte es nicht daran gelegen haben, denn ab Werk hatten die D Kadetten bis auf den GTE ausnahmslos keine Benzinfilter in der Zulaufleitung.

    Wie alt ist Deine aktuell verbaute Benzinpumpe? Mit dem Alter und vor allem bei Fahrzeugen mit längeren Stillstandszeiten, trocknet die Membran der mechanischen Benzinpumpe aus und versprödet. Wenn der Stößel dann Druck auf die spröde Membrane ausübt, kann diese einreißen und die Pumpleistung nimmt gravierend ab. Dies macht sich besonders bei niedrigen Drehzahlen, wie sie auch beim Starten vorliegen, bemerkbar. Der Höhenunterschied zwischen Tank und Pumpe spielt hier keine Rolle, so lange die Pumpe keine Luft zieht ist diese Drucksäule keine Problem.


    Prüfe bitte beim nächsten auftreten von Startschwierigkeiten die Pumpleistung und den Volumenstrom hinter der Pumpe mit einem Meßbecher.


    Gruß Strahli

    Wie vermutet, ein bekanntes Problem! Nach ca. 20 Jahren Betriebseinsatz zeigen sich bei allen Delco Verteilern die gleichen Symptome der Materialauflösung. Vorher waren es ausschließlich die ausfallenden Schaltgeräte und der Hallgeber.

    Die Verteiler haben wir damals schon im Akkord auf Kulanz getauscht... daher gibt es heute auch kaum noch neue Tauschmasse am Markt.