Beiträge von Strahli

    Da muss ich Opel85 leider Recht, denn an den Materialkosten kann die Werkstatt nur marginal mitverdienen. Die Haupteinnahmequelle sind nämlich die Stundenverrechnungssätze und daher ist mit der Reparatur der Antriebswellen mehr Geld für die Werkstatt drin.

    Aber die Werkstatt hat auch Recht mit Ihrer Aussage, dass die inneren Gelenke wesentlich länger halten als die Äußeren, schließlich müssen diese auch viel weniger mechanische Winkelbewegungen ausführen. Eher gibt das Material der Gummimanschetten nach und sie reißen ein. Zudem altert die motorseitige Antriebswelle schneller wie die gegenüberliegende Getriebeseitige, da diese wesentlich größeren Temperaturschwankungen ausgesetzt ist. Höhere Temperaturen lassen das Schmierfett in den Gelenken schneller altern, die öligen Bestandteile schwitzen aus (oxidieren) und zurück bleiben die Seifenanteile, das Fett wird ranzig und härtet aus, was zum Verlust der Schmiereigenschaften führt.

    Aktuell habe ich nur Bilder vom Lenkgetriebe bis Fahrgestellnummer, also bis August 1981 zur Hand. Das andere hatte ich damals nicht fotografiert, weil der Karton noch ungeöffnet ist.

    Hier Bilder vom Lenkgetriebe mit den Teilenummern Opel 900675 / GM90147663.

    ich habe beide Antriebswellen letztes Jahr auf Kleinanzeigen erworben.


    lange Welle 374034/ GM 90121913 = 70,-EUR

    Kurze Welle 374035/ GM 90095478 = 35,-EUR


    Das know how kommt mit den Jahren.


    Der Tausch der Antriebswellen ist kein Hexenwerk. Bis auf einen speziellen Gabelausdrücker und einen Traggelenkabzieher braucht man kein Spezialwerkzeug. Keine Stunde Arbeit je Seite, Außengelenk der Antriebswelle am Federbein lösen, Traggelenk des Querlenkers vom Federbein abziehen und dann die Antriebswelle mit dem Gabelausdrücker aus dem Getriebe treiben (hierbei läuft etwas Öl aus dem Diff).

    Anschließend Simmerringe prüfen/ tauschen und neue Welle einsetzen (eindrücken), in die Radnabe des Federbeins einfädeln, Federbein in Traggelenk einsetzten/ befestigen und Antriebswelle in der Radnabe festziehen/ mit Splint sichern.

    Sofern man das Traggelenk am Querlenker und die Spurstange nicht löst, muss man hinterher auch keine Spur einstellen.


    VW und Audi Wellen sind noch schneller getauscht; dort sind die Antriebswellen mit den Antriebsflanschen am Diff verschraubt.

    Kyle01

    besorg Dir eine neue Antriebswelle, die bekommst Du für die Smallblock Motoren altuell noch für einen schmalen Kurs und hast dann in einem Abwasch frische Gelenkmanschetten und neue Gelenke. Wenn Du die alten Antriebswelle bereits so aufgefahren hast, würde ich von einer Überholung definitiv absehen. Zudem ist die Welle im Ganzen relativ fix getauscht.


    Für die beiden neuen originalen Antriebswellen von meinem Kadett D 13S habe ich zusammen nur 105,-EUR berappt. Im Schnitt zahlst Du aktuell "noch" unter 100,-EUR je Seite, wenn Du einen guten Kurs bekommst. Dafür lohnt bei den Smallblock Motoren keine Aufarbeitung der alten Wellen.

    alles klar, dass ist so vollkommen korrekt. Hatte das Baujahr Deiner Erbse nicht gefunden am Anfang des Threads.

    Hallo Schleifer

    beim D gab es zwei verschiedene Lenkgetriebe, das Erste bis ca. Baujahr August 1981 und danach das modifizierte, wie es später auch noch in den Kadett E ohne Servo übernommen wurde.

    Habe beide Lenkgetriebe hier noch liegen, bei ersterem sind beide Lenkgetriebeaufnahmen identisch, beim Zweiten gibt es Abweichungen bei den Gummis.


    Hatte der Ascona C ebenfalls beide Lenkgetriebe? So viel mir bekannt, hatte der Ascona nur das modifizierte Lenkgetriebe.

    Mal abgesehen davon, dass man für die Versicherung eines historischen Fahrzeuges ein Alltagsfahrzeug dem Versicherer vorweisen muss, um überhaupt in den Genuss einer günstigen Oldtimerversicherung zu gelangen.

    Zudem steht im Kleingedruckten, ich habe meine Fahrzeuge bei OCC und ADAC versichert, dass man dem Versicherer zusichert sein Fahrzeug nicht im Alltag zu bewegen.