Falls es keine neue Regelung gibt, wird im Rahmen der Abgasuntersuchung doch nur der CO-Wert bei Leerlaufdrehzahl gemessen, sofern es sich um einen PKW ohne Abgasreinigung handelt. Warum hat der Bosch-Dienst nicht gleich die AU bescheinigt, als der Wert niedrig eingestellt war? Oder durfte er das nicht? Bei größeren Schwankungen sollte man auch eine Kontrolle bei abgezogener Kurbelgehäuseentlüftung (bzw. Luftfilter) vornehmen, um einen Einfluss von dieser Seite auszuschließen. Zur Beseitigung von Magerruckeln während der Fahrt ist die Leerlaufgemischeinstellung nicht die geeignete Abhilfe.
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13S
Den CO-Wert misst man im Rahmen einer "AU" bei Fahrzeugen ohne Regelkreissteuerung im Leerlauf, dass ist richtig. Bei einer Fehlersuche am Varajet Vergaser, so sollte es auch der Boschdienst machen, aber ebenfalls im erhöhten Leerlauf bei 2200 oder 2500 upm (je nach Vergaservariante). Erst hierbei kann man feststellen, ob der Motor im Übergangsbereich zu mager läuft, da während des Leerlaufs der Kraftstoff unter den geschlossenen Drosselklappen in den Ansaugkrümmer gespritzt und das Benzin-Luft-Gemisch über den vom Motor erzeugten Unterdruck angesogen wird.
Die häufigsten Gründe für Magerruckeln sind Probleme bei der Gemischbildung infolge Verschmutzungen, Ablagerungen oder Defekten an Membranen oder am Teillastanreicherungsventil; seltener an den Drosselklappenwellen. Dafür müssen diese schon gravierend ausgeschlagen sein und die Probleme würden sich vielmehr beim Leerlauf bemerkbar machen.
Die Einstellungen des Leerlaufes und des CO-Wertes haben prinzipiell an einem Abgastester mit aufgesetztem Luftfilterkasten und angeschlossenen Unterdruckschläuchen zu erfolgen, alles andere ist nicht zielführend.
Kadettilac Za
ich tippe bei Deinem Problem, wie auch bereist von 13S angesprochen, auf eine ermüdete Feder des Teillastanreicherungsventils. Als erstes würde ich den Vergaser zerlegen und komplett reinigen, dies sollte man bei jedem Öffnen eines Vergasers nicht vernachlässigen, und mir dann die Feder des Teillastanreicherungsventiles anschauen, oft hakt dieses bereits wenn die Feder verschlissen ist; bleibt halt nach 40 Jahren nicht aus.
Zitat
Zum Thema Teillastbereich hatte ich in einem anderen Thread bereits mal was geschrieben, ich zitiere mich mal selbst
:
"Der Pumpenkolben übernimmt... die Funktion der Gemischmengenanpassung um bei zunehmender Beschleunigung und steigendem Luftdurchsatz die erforderliche Benzinmenge an der Austrittsöffnung des Venturi zur Verfügung zu stellen.
Beim Halten der Pumpenkolbenstellung kommt es im Teillastbereich zu einem zeitlich verzögerten Entspannen der Einspritzmenge, was dazu führt, dass der Beschleunigungsvorgang irgendwann zum Erliegen kommt und dann über die eingespritzte Kraftstoffmenge die Geschwindigkeit gehalten wird. Die über die Hauptdüse zur Verfügung gestellte Kraftstoffmenge wird dabei über den Saugrohrunterdruck und die federbelastete Teillastnadel gesteuert."
Wenn diese Feder defekt oder ermüdet ist, dann findet die beschriebene zeitliche Verzögerung abrupt statt und am Venturi kommt zu wenig Sprit an um ein zündfähiges Gemisch aufzubereiten.
Der Leerlauf ist übrigens immer nur mit aufgesetztem Luftfiltergehäuse einzustellen.
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