prinzipiell kann jeder Motor in jeder Lebenszyklusphase getunt werden, da spielt die Laufleistung überhaupt keine Rolle, wie auch die Art und Weise des Tunings, ob nun konventionell oder gechipt.
Man muss sich jedoch immer im Klaren sein, dass jede Art der Leistungssteigerung eine Verringerung der Standzeit und der damit verbundenen Laufleistung mit sich bringt.
Die Motorleistung eines Großserienaggregates wird von den Herstellern stets auf Grundlage der größtmöglichen Lebensdauer des Motors konzipiert, um hier entsprechend der Kundenzufriedenheit und der Verschleißneigung einen hohen Wirtschaftlichkeitsfaktor zu erzielen.
Hierin enthalten sind natürlich immer noch Restsicherheitsfaktoren für Material- und Fertigungstoleranzen, welche die zusätzliche Leistungsausbeute begünstigen können. Denn auch die Hersteller rechnen solche leistungssteigernden Entwicklungen bei der Konzeption eines neuen Motors bereits in dessen Lebenszyklusverlauf mit ein, da die meisten Motoren aus Sicht der Hersteller nur effizient produziert werden können, wenn deren Produktionszykluskurve über der der Produktionszeit eines Fahrzeugmodelles hinausgeht.
Ich habe selbst bei meinem 60 Jahre alten Rekord auf konventionelle Art (Saugrohranpassung, Erhöhung der Kompression und Vergasertuning) die Motorleistung von 55 auf 70 PS angehoben und bei meiner geringen jährlichen Laufleistung spielt dass in Bezug auf die Verringerung der zu erwartenden Restlaufleistung auch eine nebensächliche Rolle. Dem Fahrspaß an sich hat es jedenfalls einen vordergründigen Aspekt verschafft, der ist angenehm verbessert worden und ich kann nun recht schaltfaul auch aus dem Drehzahlkeller heraus beschleunigen.