Beiträge von Strahli

    Wenn die Zentraleinspritzung "Multec" so stark verölt wie Du es beschreibst, dann drückt der Motor Motoröl über die Kurbelgehäuseentlüftung in das Luftfiltergehäuse zurück und von dort gelangt dann die stark verölte Ansaugluft wieder auf die Multec.


    Dies ist ein Indikator für den Motorverschleiß. Hier wird eine Reinigung nicht mehr Abhilfe schaffen.

    Getriebe können nun mal beim Spülen Schaden nehmen und im Anschluss nicht mehr korrekt funktionieren, und dies liegt im konstruktiven Aufbau und den verwendeten Materialien der Getriebe begründet.
    Jeder halbwegs seriös arbeitende Betrieb der Getriebespülungen anbietet weist auch darauf hin und lässt sich diesen Hinweis vom Auftraggeber bestätigen.
    Eine geregelte Getriebespülung ist weder von den Getriebe- noch den Fahrzeugherstellern im Wartungsplan vorgesehen und obliegt verantwortungsgemäß dem Auftraggeber.
    Eine Getriebespülung stellt das letzte Mittel vor der Erfordernis einer Revision dar.


    So wurde es mir selbst schon in der Werkstatt mit auf den Weg gegeben.

    Perfekte Größe für ein Schrauberdomizil mit einem Auto. Und was mir besonders gefällt ist Deine Aufteilung auf zwei Etagen... klare Trennung von Teilelager und Schraubereiplatz, dann staubt und dreckt beim Arbeiten und Putzen auch nicht gleich alles ein. :love:

    Das die Getriebe reihenweise verrecken, liegt daran, dass die Getriebehersteller von den Automobilherstellern derart unter Kostendruck gesetzt werden und ihnen die Verkaufspreise diktieren, um möglichst die eigenen Einkaufsmagen zu drücken und den Gewinn zu maximieren.
    Um in dieser Preisspirale noch bestehen zu können, sparen die Getriebehersteller bei der Konstruktion der Getriebe und den verwendeten Materialien, denn bei den Lohnkosten ist ohne Produktionsauslagerung in Billiglohnländer nichts mehr zu reißen.
    So ein Getriebe muss einfach nur seinen errechneten Garantie- und Lebenszyklus überstehen, der Rest ist ihnen egal und liegt sowieso zu Lasten des Endverbrauchers.


    Bei den Motoren und allen anderen Warengruppen des täglichen Lebens ist es doch bereits ebenfalls gängige Praxis.
    Warum ist der 16V in meinem 7 Jahre alten BMW verreckt? Weil der Motorenhersteller die Materialwahl der Gleitschienen und des Kettenspanners für den Ventiltrieb aus Kostengründen von Metall auf Kunststoff umgestellt hat. Das der mechanische Kunststoffabrieb durch die Kette die Ölpumpe zusetzt und den Motor dadurch verrecken lässt, interessiert den Hersteller insofern wenig, solange der Motor die Garantiephase übersteht.


    Ganz lapidar gesagt, die Hersteller sind hier eiskalt berechnend geworden, was zu unseren Lasten geht. Die Qualität hat sich in den letzten Jahren salopp gesagt verschlechtert.

    Hallo @Frisco-2.0
    Deine Beispiele sind sehr interessant und aufschlussreich, jedoch nicht eins zu eins auf das hydraulisch gesteuerte THM 125 zu übertragen.
    Alle von Dir aufgezählten Automaten werden von außerhalb durch ein Steuergerät zum Schalten animiert und dort spielt die vom Hersteller vorprogrammierte Steuerung die überwiegende Rolle. Die Steuerung soll dafür sorgen, dass die Automatik möglichst kraftstoffsparend arbeitet, daher greift diese Steuerung auch auf die Sensorik des Motors zurück, sprich es wird drehzahl- und leistungsgerecht geschaltet.
    Wenn ein moderner elektronisch gesteuerter Automat nervös hin und her schaltet, dann würde ich den Fehler als erstes im Steuergerät suchen und anschließend die Sensorik prüfen.
    Harte Schaltvorgänge können vom falschen verwendeten Getriebeöl begünstigt werden, aber auch ein Zeichen von verschlissenen Dichtungen sein, welche bereits vorbelastet bei einer Spülung naturgemäß zusätzlich Schaden nehmen.
    Da ich selbst bereits zwei Automaten gehimmelt habe, was natürlich auch mit der Fahrweise und der Wartungsmetalität der Vorbesitzer zusammen gehangen haben könnte, bin ich kein Freund davon alte Getriebe zu spülen. Ölwechsel hingegen habe ich prinzipiell ausgeführt und kann Deine Beschreibungen zum Zustand des Getriebeöles bestätigen.
    Ein verbrannter Ölgeruch ist meistens ein Indiz für verschlissene Bremsbänder oder des Fahrens unter Pegelstandminimum, dabei überhitzt das Getriebe.