Den Rost hat in der Wirtschaftswunderzeit niemand gestört, da sowieso kaum jemand daran interessiert war sein Auto langfristig zu fahren. Und das Thema Oldtimer war damals noch ein Fremdwort, wer ein altes Auto fuhr der wurde schon schief angesehen! Denn wer im Wirtschaftswunder angekommen war, der gönnte sich regelmäßig ein neues Auto... schließlich kosteten diese damals im Vergleich zur Kaufkraft des Durchschnittsverdieners wesentlich weniger als es heute der Fall ist.
Früher galt die Regel, ein Wagen der unteren Mittelklasse kostet im Schnitt 10 Nettomonatsgehälter.
Der erste Käfer meines Vaters kostete 1957 keine 3500,-DM. Was kostet heute ein Astra?
Der Neupreis meines Rekord P2 lag 1960 bei 6700,-DM. Der Neupreis für das Vergleichsmodell Insignia ist da bereits ins uferlose explodiert.
Aber davon will die Automobilindustrie nichts mehr wissen und kontert mit Argumenten wie "höheren Entwicklungskosten, höheren Lohnkosten und umfangreicherer Grundausstattung"... dabei musste früher wesentlich mehr Zeit und Geld in die Entwicklung und Konstruktion neuer Modelle investiert werden wie heute.
Über die explodierten Managergehälter will aber niemand reden! Die werden totgeschwiegen...