Beiträge von Strahli

    Das was Du da im Bild siehst ist der Zugang für die Schwimmerkammerbelüftung, bei dem darüber liegenden "Gitter" handelt es sich um das sogenannte Flammsieb.

    Der Zugang der Zusatzluftöffnung sitzt am Nebenlufttrichter.


    Guten Morgen,


    ich bin diesen Vergaser schon gefahren, er ist etwas durchzugsstärker aber auch wesentlich durstiger wie der Varajet Vergaser. Der Leistungszuwachs wird jedoch von der Übersetzung bei den frühen serienmäßigen F10 4-Ganggetrieben (bis Baujahr Februar 1983) beim 13S ausgebremst und bringt keinen Zugewinn bei der Endgeschwindigkeit, bei 160 Km/h ist Schluss, weil der Motor ausgedreht ist. Wie das bei den späteren Versionen dieser Getriebegeneration ausschaut, ab Februar 1983 wurde die Gangübersetzung bei den F10 Getrieben geändert, kann ich nicht sagen.

    So einen Vergaser samt Umbausatz für den Kadett zu bekommen ist heute viel schwieriger als Teile für einen Varajet. Mein Testobjekt liegt noch im Teilelager.

    Fazit; der 32/34 DMTL kann mit einer beibehaltenen Grundausstattung nichts besser, ist dafür aber durstiger. Um das Fahrgefühl dem Leistungszuwachs anzupassen und einen Nutzen daraus ziehen zu können, müsste auch die Getriebeübersetzung angepasst werden.


    Das Heißleerlaufventil sitzt in Schwimmergehäuse und ist nicht ersetzbar; mir ist jedenfalls kein separates Bauteil mit einer Teilenummer bekannt und es ist auch keines im Opel Teilekatalog zu finden.

    Ich muss mal in meine alten Schulungsunterlagen schauen, ob ich dazu noch etwas finden kann; da ist die Funktion besser beschrieben als in den Werkstatthandbüchern.

    Red-D , dass von Dir als Ventil betitelte Bauteil ist ein Stauklappendämpfer, der hat definitiv in beide Richtungen Durchgang. Bitte nicht mit dem pneumatischen wirkenden Verzögerungsventil verwechseln, wie es bei den größeren 18S Motoren zum Einsatz kommt, denn dieses hat eine innenliegende Membrane und das Bauteil hat keinen pneumatischen Durchgang. Die Verzögerungsventile besitzen aber aber ein schwarz/weißes Ventilgehäuse zur besseren Kennzeichnung.

    Dieser Dämpfer ist jedoch nicht für die Störung verantwortlich, denn dieser Stauklappendämpfer wirkt ausschließlich auf den Übergangsbereich zwischen der 1. Drosselklappenstufe auf die 2. Drosselklappenstufe und soll hier die von der Stauklappe der 2. Stufe verursachten Übergangsfehler beim Beschleunigen verringern, indem die Stauklappe gedämpft freigegeben wird.

    Ich habe Dich schon richtig verstanden; es spielt keine Rolle, ob Du den Luftfilterkasten komplett herunter nimmst oder nur den Deckel öffnest, der Motor sollte zumindest im betriebswarmen Zustand nicht ausgehen.


    Läuft bei mir auch ohne; nur halt bescheiden in der Warmlaufphase.



    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ist der hintere dünne Schlauch für die Zusatzluftversorgung in der Heiß-Leerlaufphase. Darüber magert der Motor natürlich im heißen Betriebszustand ab, dass kann zum Absterben des Motors führen.

    Irgendwoher muss der Motor doch den Sauerstoff für die Leerlaufdrehzahl bekommen, wenn die Drosselklappen geschlossen sind. ;)

    Der Kraftstoff wird ja im Leerlauf über eine Bypassleitung an der Gemischregulierschraube als Kraftstoff-Luftgemisch unterhalb der geschlossenen Drosselklappen in das Saugrohr eingespritzt; bei hohen Umgebungstemperaturen öffnet jedoch ein bimetallfedergesteuertes Heiß-Leerlaufventil und läßt über diese dünne Zusatzleitung "Zusatzluft" in das Saugrohr gelangen.

    Bei allen Leerlaufeinstellungen muß dieses Heiß-Leerlaufventil zwingend geschlossen sein. Verschließe mal diese dünne Zusatzleitung mit einem Stopfen, sollte der Motor dann im Leerlauf nicht absterben, dann ist die Bimetallfeder dieses Ventiles defekt.


    Das spitze Ende der Regulierschraube sieht man hier im Bild recht schön an der linken Drosselklappe, die Austrittsöffnung liegt direkt darüber. Beantwortet das Deine Frage?


    Das sollte so nicht passieren, der Unterdruckschlauch vom Drosselklappenteil zum Luftfilterkasten steuert beim 13S ausschließlich die Warmluftklappe im Ansaugrohr des Filterkastengehäuses. Dieser Unterdruck wird auf dem Weg zur Warmluftklappe dann nur noch über den Temperaturregler im Filterkastengehäuse beeinflusst. Ausgehen sollte der Motor mit offenem Vergaser nicht, nur kannst Du so die Leerlaufdrehzahl nicht mehr korrekt einstellen.

    Die Warmluftklappe hat die Funktion, in der kalten Jahreszeit gegen eine Vergaservereisung vorzubeugen; weshalb die vom Motor angesaugte Luft für die Gemischbildung vorgewärmt wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich der Schadstoffausstoß bei den Kohlenwasserstoffemissionen in der Warmlaufphase reduziert.


    Hallo Mario,


    mit dem K&N Filtereinsatz hat das definitiv nichts zu tun. Ich habe selbst den nachstehend gezeigten Filtereinsatz in meinem Filterkastengehäuse verbaut. Mit der Liegezeit eines überholten Vergasers steht das Problem auch nicht im Zusammenhang; drei Jahre sind bei so einem "modernen" Vergaser keine lange Liegezeit; so etwas sähe bei einem "alten" Vergaser mit Ledermanschette am Beschleunigerpumpenstempel natürlich anders, aber so einen besitzt der Varajet ja nicht mehr.


    Hast Du damals nach dem Zerlegen Deines Vergasers das alte Drosselklappenteil wieder verbaut?

    Und wenn ja, wie viel Kilometer hatte Dein Vergaser bis zum Ausbau bereits gelaufen?


    Hört sich für mich nach einem verschlissenem Anreicherungsventil, auch Teillastanreicherungsventil genannt, an... siehe Post #52.

    Feder defekt oder ermüdet. Hatte ich ebenfalls vor Jahren bei meinem Varajet; Teillastanreicherung getauscht und der Hobel hat sich beim schnellen Beschleunigen auch nicht mehr verschluckt.

    Aber Achtung beim Zerlegen, es gibt hier zwei verschiedene Montagesystem, entweder ist dieses Ventil eingepresst oder verschraubt. Im ersten Bild ist die gepresste Version zu sehen und im Letzten die Gegenüberstellung gepresste und geschraubte Version.


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