Beiträge von Kyle01

    Das meine ich.

    Die kleinen Motoren werden ab Tempo 120 auf Dauer nervig wegen der Drehzahl und bieten dann auch kaum noch Leistungsreserven um "mal eben" auf 160 zu beschleunigen um schnell irgendwo vorbei zu kommen. Da hat dann der C18NZ die Nase vorn

    Nun, ich sprach vom C18NZ in Kombination mit dem WR Getriebe.
    Als CR mag er seine 90PS auch spaßig auf die Straße bringen können, das womöglich auch sehr agil.

    Aber das WR macht ihn trotz 90PS zur verhältnismäßig lahmen Ente.
    Gerade wenn man bergauf im 2. Gang beschleunigt merkt man, dass er durch die lange Übersetzung zwar will, aber nicht kann.
    Und dagegen macht ein 30PS schwächerer Motor mit "normalen" Getriebe wesentlich mehr Freude, auch wenn er nicht schneller ist.

    Dazu dann noch wie bereits erwähnt wurde, der günstigere Spritverbrauch der kleinen Motoren.


    Wenn man damals täglich weite Strecken pendeln musste, mit viel Autobahnanteil - dann war der C18NZ mit WR Getriebe sicherlich eine bequeme Wahl.

    Aber für den sonstigen Alltag - wenn man nicht gleich einen GSi bestellt hat - war man meiner Ansicht nach mit den kleineren Maschinen besser bedient.

    Ich bin den C18NZ von Sofian zur Probe gefahren.

    Hier auch das angesprochene Problem: Das WR Getriebe.

    Er fährt sich zwar sehr Komfortabel, aber von der Leistung her ist er auf Landstraßen nicht bzw. kaum stärker als der C14NZ
    Letzterer bringt dabei allerdings durch seine Spritzigkeit und Drehfreude wesentlich mehr Fahrspaß.


    Ich denke die Stärken des C18NZ Motors finden sich eher für gemütliche Autobahnreisen in den höheren Ausstattungslinien.

    Denn dort läuft er sehr ruhig und hat genügend Drehmoment um es auch bequem etwas zügiger angehen zu lassen.

    Prinzipiell kannst du den alten Schalter drin lassen, dann zeigt die Anzeige nur permanent vollen Öldruck an - die Warnleuchte funktioniert aber dennoch.


    Wenn du den Sensor für die Anzeige haben möchtest, Tür es der günstigste von FAE ganz gut. Anschlussgewinde ist M14x1,5 wenn ich mich nicht irre. Du musst dann nur ein zusätzliches Kabel dahin ziehen

    Für den Digitaltacho gibt es zwei Impulsgeber.

    Einmal 6 - Impuls (Dieser Geber findet sich bei jedem Kadett mit Multec Einspritzanlage)

    Und 16 - Impuls (meist bei GSi 16V verbaut)

    Wenn ich mich richtig erinnere, gab es für den Automatik auch 10 - Impuls, das ist aber eine seltene Ausnahme.


    Welchen von den oberen beiden man verwendet ist prinzipiell völlig egal, das LCD kommt mit beiden klar. Es muss lediglich über die Massebelegung entsprechend codiert werden, das ist aber auf der oben genannten Seite erklärt.


    Kurzum, am einfachsten kommst du, wenn du dir den 6 - Impuls Geber aus einem Kadett E organisierst. Dieser hat zwar nach wie vor den mechanischen Anschluss für die Tachowelle, aber entweder lässt du die Welle blind hinterm Tacho liegen, oder du baust sie ganz aus und verschließt die Öffnung am Geber.

    Was mich an der Liste zweifeln lässt, dass der Kadett E uneingeschränkt freigegeben ist und der Kadett D gar nicht aufgeführt ist.

    Die frühen 13N und 13S sowie der 18E OHC Motor sind die gleichen wie im Kadett D, ebenso der alte 1.2 OHV Motor wurden dort gleichermaßen verbaut.





    Die Sache mit dem E10 tanken in der Alltagsschleuder ist ganz einfach. Bei meiner geringen Fahrleistung tanke ich alle 2-3 Monate. Wenn er dann Mal kurz vor dem trocken laufen ist, und dann,das günstigere E10 bekommt, macht das bei ein paar Litern keinen Unterschied ob ich E10 im Tank habe oder Mal wieder 500kg an der Anhängerkupplung hängen habe.

    Wichtig ist das die Ausgabe in dem Moment gering gehalten wird.

    Da allerdings in den Privaten Umständen zumindest die Umbauerei des Eigenheims soweit durch ist, sollte der Fall in der Regel nicht mehr eintreten.

    Also der Verbrauch mit dem Polnischen 98 von BP waren jetzt auf dem 630km langen Heimweg 6,03L/100km.

    2 Personen, 1 Hund, 5 Kisten Bier, das Reisegepäck und noch einiges mitbringseln.

    Davon 500km mit Flachstellen in den Reifen dank einer Vollbremsung, ca. 30min Zeitverlust durch Stau und ansonsten einer Reisegeschwindigkeit von etwa 120kmh.

    Mit 95 E5 hab ich zurück immer 6,3 - 6,7 L/100km verbraucht.

    Zu E10 kann und werde ich im Kadett dahingehend nichts sagen können.


    Mit meinem Focus MK2 1.6 bin ich mit 3 Personen und Gepäck mal nach Bitterfeld gefahren, das waren gute 400km. Hinweg mit 95 E5 6,8L/100km, zurück mit nur zwei Personen und E10 7,4L/100km. Beide male 115kmh mit Tempomat gefahren.


    Jüngst nach Stuttgart zum Lehrgang, knapp 500km

    Hinweg mit zwei Personen, Gepäck und einem Kadett C Motor im Kofferraum auf Aral 102 und 120kmh mit Tempomat 6,2L/100km.

    Zurück ohne Motor ebenfalls auf 102 und bei jeder Gelegenheit Vollgas 7,6L/100km


    Dazu empfinde ich subjektiv und auch verschiedene Mitfahrer, die forsch gesagt technisch keine Ahnung haben und sich auch nicht für interessieren, dass die Motoren mit den besseren Kraftstoffen eine spürbar bessere Laufruhe aufweisen.


    E10 kommt nur in den Focus wenn das Geld gerade knapp ist oder die Preise mal wieder Gen 2€ pro Liter gehen. Der Wagen wird hauptsächlich für je 7km Arbeitsweg, zum Einkaufen und zum Hänger ziehen benutzt. Da fällt der Mehrverbrauch nicht so akut ins Gewicht.

    Nun, in dem Falle bin ich der Meinung, dass Studien, Motor- und Leistungsprüfstände überhaupt nicht mit der Realität vergleichbar sind. Die Bedingungen unter denen die Maschine läuft sind jedes Mal ganz verschiedene

    Nun, ich habe diesen Thread bewusst in Smalltalk gestartet, eben damit man hier auch seine eigenen Meinungen und Erfahrungen mitteilen kann.


    Die neueste subjektive Erfahrung im Kadett sagt mir, dass er höherwertige Kraftstoffe als E10 zumindest nicht schlecht findet.

    Habe ihn heute morgen so gut wie trocken gefahren und etwas weiter drin in Polen bei BP Ultimate 98 getankt.


    Die Oberlausitzer Landstraßen sind weit und großzügig ausgebaut, meist fährt man 70-100 auf den Strecken wo ich hier unterwegs bin.

    Im normalen fahrbereich bei warmen Motor fällt auch kein großer Unterschied auf, mit dem 98er Sprit zieht er etwas agiler durch.


    Ansonsten ist der größte Unterschied meiner Meinung nach bei der Laufruhe um Leerlauf und im Stadtverkehr vorwiegend bei kaltem Motor. Auf E10 zuckt er da ein wenig rumm, während er mit dem 98er ganz sanft fährt wie er soll.


    Auch der übergang vom Schiebebetrieb zu Teillast ist mit 98 sehr angenehm, mit E10 ruckt er immer.


    Den Spritverbrauch habe ich jetzt auf der halben Tankfüllung E10 nicht nachgehalten.


    Was ich jetzt hier noch verfahre, wird Sonntag morgen für die Heimfahrt mit 102 aufgetankt.

    Für die Langstrecke auf der Autobahn ist es mit Sicherheit nicht verkehrt, auch wenn der Motor von den Kennfeldern her nichts mit anfangen kann.

    Nach nun 85km ist meine Erfahrung mit E10 im Kadett wie letztes Mal.

    Spürbar weniger Durchzug und ein leichtes ruckeln im Teillastbereich.

    Letzteres lässt sich mit etwas mehr frühzündung vermindern.


    Beim letzten tanken in Polen mit dem Alltagsauto, beides mal E5 hatte ich zurück 0,7L Mehrverbrauch trotz gleicher fahrweise. Hatte damals am einer Areca Tankstelle voll gemacht.


    Mit E10 kommt das Alltagsauto besser zurecht, zwar sind keine Leistungseinbußen zu verspüren aber durchschnittlich 0,3L Mehrverbrauch.


    In mein Motorrad kommt nur noch Super Plus. Da das Fahrzeug auch Mal mehrere Monate steht, verkleben selbst bei E5 die Vergaserdüsen nach ca. Einem halben Jahr.

    Eine E10 Freigabe gibt es dafür offiziell nicht.

    Der Motor ist auf 91 Oktan Normalbenzin ausgelegt, 98 verträgt er ganz gut, bei Aral 102 gibt's schon Kaltstartprobleme.


    Im Moped wo ich den Vergaser durchaus öfter mal runter nehme und regelmäßier fahre, findet sich trotz Wassersack am Benzinhahn nach spätestens 2 Monaten etwas Wasser in der Schwimmerkammer.

    Im Internet finden sich Langzeit Tests von einem halben Jahr Dauer, wo das Zweitaktgemisch mit E10 stehen gelassen worden ist. Dieses ist zu einer grün glibberigen Flüssigkeit umgekippt - das wird gar nicht erst ausprobiert nachzumachen.


    Für mich selbst halte ich bislang fest - Im Alltagsauto und bei regelmäßigem Gebrauch ohne lange Standzeiten könnte man durchaus mit E10 fahren, auch wenn es was den Mehrverbrauch angeht trotz des niedrigen Preises unwirtschaftlicher ist.


    Auf den Markt gebracht worden ist die Suppe als solches ja nur um die Quote für biosprit zu erfüllen und um die Treibhausgase fossiler Brennstoffe zu reduzieren.

    Ob der Fall allerdings eintritt, wenn die Ackerflächen zur Herstellung des Bioethanols mit Dieseltraktoren bewirtschaftet werden, bezweifle ich jetzt einfach mal.


    Dazu halte ich es moralisch für verwerflich, das in manchen Regionen dieser Welt Menschen verhungern, weil ihr Boden unfruchtbar ist und hier die Fruchtbaren flächen sprichwörtlich zum verbrennen genutzt werden.