Lenkung geht nach links leichter als nach rechts

  • #1

    Hallo Kadettler.


    Ein weiteres Phänomen, das ich seit längerem habe, ist die Tatsache, dass meine Servolenkung nach links deutlich leichter geht als nach rechts.


    Das Thema lässt sich auch bei allen anderen Fabrikaten in unserer "Altersklasse" googeln, aber eine Lösung findet keiner so recht.


    Ausgeschlossen werden kann:


    -Spur wurde gestellt

    -unabhängig von den Felgen

    -Reifen neu

    -kein Federbruch

    -Servolenkung neu

    -Bremsen neu


    Hat einer ein ähnliches Problem? :/


    Danke.

  • #2

    Ich hab zwar nicht das Problem, aber:


    Alles, was drehbar ist und auch indirekt mit der Lenkung zusammen hängt, würde ich prüfen, z.B.:


    - Federbeinlager

    - Traggelenke der Querlenker (Typisches Problem DB W124)

    - Spurstangenköpfe (müssen nicht immer nur ausgeschlagen sein)

    - Lenkungsdämpfer (sofern verbaut, wenn ja, einfach aushängen)

    - Kreuzgelenk Lenkstange (wobei ich das selbst kaum glaube, aber man kann nie wissen)


    Auch würde ich zum testen die Servo ohne Last prüfen, also Fahrzeug aufgebockt / Hebebühne.

    Dabei nach dieser Prüfung die beiden Spurstangenköpfe abmontieren und die Servo nochmals ohne Verbindung prüfen.

    Wenn auf der Bühne gefühlsmäßig in beide Richtungen etwa die gleiche Kraft benötigt wird, liegt es an einer der oben von mir aufgeführten Teile.


    So zumindest meine eigene Vorgehensweise.

    89er Kadett-E 2.0 16V GSI

    92er Vectra-A 2.0 16V 4x4

    93er Vectra-A 2.0 Automatik

    05er Astra-H 2.0 Turbo Caravan

  • #3

    Ok, mit dem Hochbocken ist auch nochmal ein wertvollter Tip.


    Hatte eben noch überlegt, was noch alles war:


    - Unterlenkerköpfe sind neu (Febi)

    - Spurstangenköpfe sind neu (Febi)

    - kein Lenkungsdämpfer, glaube ich (wo wäre der?)

    - Domlager vor drei vier Jahren neu, keine 2000km Laufleistung


    Vielleicht ist wirklich das Gummi-Kreuzgelenk hart geworden... :/

  • #4

    Domlager, in jedem Fall trotzdem prüfen, auch wenn sie noch nicht alt sind.


    Auch hier, Spurstangenköpfe ab und jedes Federbein einzeln drehen, leider zwar nur ohne Last, aber mit etwas Glück findest du zumindest mal die Problemseite.


    Lenkungsdämpfer wenn ja, direkt am Lenkgetriebe quer montiert.


    Kann mir nicht vorstellen, das die Lenkeinheit etwas hat.

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  • #6

    Nein, dann brauchst du nicht vermessen.


    Mutter ab, Abzieher dran, Spurstange aushängen, dabei verstellst du nichts.

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  • #7

    Sehr guter Ansatz Meenzer


    Meine Servolenkungen laufen "noch" sehr gut, die haben aber auch noch nicht viel geleistet.

    Das Problem bei dieser Thematik sind das Servoventil oder das Druckbegrenzungsventil beim vollen Winkeleinschlag. Prüfen kannst Du die Funktion der Ventile wie folgt. Fahrzeug aufbocken, Spurstangen aushängen und dann bei laufendem Motor mit einem, besser zwei, Zugkraftmessern am Lenkrad den Kraftverlauf in beide Richtungen messen. Weicht die gemessene Zugkraft am Lenkrad in eine Richtung gravierend voneinander ab, so ist die Torsionsfeder im Servoventil verschlissen. Dann bleibt Dir nur noch der Austausch des kompletten Lenkgetriebes.

    Weicht die Zugkraft bei maximalem Lenkeinschlag in eine Richtung gravierend zur anderen ab, so ist das Druckbegrenzungsventil defekt, welches bei vollem Lenkeinschlag den Überdruck im Hydrauliksystem begrenzen soll. Das Druckbegrenzungsventil kann man selbst tauschen, dieses kann je nach Hersteller des Lenkgetriebes am Lenkgetriebe selbst oder an der Servopumpe sitzen.

    Wir hatten damals Zugkraftmesser zum Einhängen ins Lenkrad.


    Wenn die Servolenkung schwergängig ist, dann liegt das ebenfalls an einem defekten Druckbegrenzungsventil.

  • #8

    Danke, aber deine erweiterten Ausführungen zu den möglichen Fehlern habe ich ausgelassen, da das Lenkgetriebe ja schon neu ist.


    Die Pumpe kann ebenfalls ausgeschlossen werden, da diese einerseits unabhängig von der Drehrichtung arbeitet (sie pumpt immer nur in eine Richtung) und zweitens das Druckventil im Lenkgetriebe sitzt.

    Aufgrund dessen würde ich auf ein Problem wie schwergängiges Domlager oder festes Traggelenk tippen.


    Trotzdem Danke für deine erweiterte und wie immer fachlich sehr kompetente Beschreibung.


    Gruß

    89er Kadett-E 2.0 16V GSI

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