Pleuellager und Kurbelwellenlager Schrauben

  • #11

    Moin Andreas Kampe


    es wird Dir hier keiner eine abweichende Anziehvorschrift, für das streckgrenzengesteuerte Anziehen dieser Schraubverbindung, wie sie im originalen Herstellerhandbuch vorgegeben ist, geben können.

    Das Anzugsdrehmoment mit zusätzlichen Drehwinkelkoeffizienten ist von Opel für die originalen Schrauben mit 72 mm Schaftlänge ausgelegt worden und nicht für eine andere Schraubenlänge. Da die Auslegung, der auf eine Schraubverbindung, ausgeübten Kräfte auf den Punkten Gewindedurchmesser, Festigkeitsklasse, Gewindesteigung, Flankenwinkel, Gewindereibwert und natürlich auch auf der "Einschraubtiefe" der Schraube beruht; die Einschraubtiefe beschreibt die sogenannten Klemmlänge, also den Bereich, der zwischen dem Auflagepunkt des Schraubenkopfes und dem ersten tragenden Gewindegang unter Spannung gedehnt wird; ändern sich diese Kraftverläufe auch mit einer Änderung der Einschraubtiefe.

    Wenn die Einschraubtiefe, aufgrund der verwendeten Schrauben, nun verändert wird, dann ändern sich auch die Rahmenbedingungen für diese Schraubverbindung.
    Aber grundsätzlich ist davon auszugehen, dass bei einer Abweichung von nur 2 mm gegenüber der regulären Schraubenlänge, auch weiterhin mit den Herstellerangaben gearbeitet werden kann, ohne das es hier zu einem vorzeitigen Versagen der Schraubverbindung kommt; die Hersteller haben bei der Berechnung der Schraubverbindungen stets noch Sicherheitsreserven berücksichtigt.


    Gruß Strahli

  • #12


    Das ist der absolute Wahnsinn. 8| Zuerst einen ganzen Roman schreiben und am Schluss stellt sich raus man kann die Schrauben doch verwenden. :D

  • #13

    Ich finde das super, weil auch die passende technische Erklärung mit dazu geliefert wurde. :thumbup: :)

    Bei den Schrauben würde ich mich an einem Motorenbauer/ Instandsetzer wenden, die sollten einem eigentlich weiterhelfen können.

    Einmal editiert, zuletzt von ViSa ()

  • #14

    altopel

    Wenn Du so schnell mit qualifizierten Antworten wärst, wie mit Deinen überflüssigen Kommentaren, dann bräuchten viele User hier keinen Unmut äußern und ich keine Romane schreiben!

    Wenn Du es besser weist, dann darfst Du gerne beim nächsten Mal direkt eine passende Antwort geben; dann aber auch mit der dazugehörigen Erklärung warum das so ist, was Du empfehlen tust.


    Gelesen hast Du die Anfrage des Users, aber eine Antwort für Ihn konntest Du in 2 Tagen nicht finden; aber auf die Rückmeldung eines Forenmitglieds findest Du jedes Mal eine beispiellose Antwort... um es mal mit höflichen Worten zu umschreiben!


    schönen Tag noch

  • #15

    Man kann die Drehwinkelkoeffizienten bei Abweichungen der Schraubengeometrie der verwendeten Schraube gegenüber der ursprünglichen Schraube und auch bei Änderung der Festigkeitsklasse berechnen, aber das bekomme ich nicht mehr hin, bin da viel zu lange raus.


    altopel

    könntest Du das liebenswerter Weise bitte erklären; die Formel dazu findest auch Du in Deinem alten Tabellenbuch.


    Ich kann das leider nicht ohne wieder einen Roman zu schreiben!

    Dieses Wissen in unsere Köpfe zu pflanzen hatte in jungen Jahren schon viel mehr Zeit gebraucht, und leider ist dieses hinten runter gefallen. Wir nutzen heute rechnergesteuerte Schraubzenter mit vorprogrammierten Schraubanwendungsprofilen, um solche Schraubverbindungen für den Endkunden rechtssicher dokumentieren zu können.

    Dem Werkstattmitarbeiter wird nur noch abverlangt den Drehmoment-Winkelschrauber nach Bildschema auf die entsprechend angezeigten Schraubfolgen zu setzen und abzuwarten, dass das Schraubprogramm erfolgreich abgelaufen ist; es bedarf noch nicht einmal mehr einer Doppelprüfung durch einen zweiten Mitarbeiter, da das System sich selbst überwacht und fehlerhafte Schraubfälle akustisch wie auch visuell dem Nutzer anzeigt. Die erforderlichen Schraubensätze werden zudem für jeden Anwendungsfall heute vorkonfektioniert von der Materialwirtschaft an jeden Arbeitsplatz digital dokumentiert angeliefert, damit möglichst keine Fehler in der Produktion passieren.

    Die Fehlerursache steht nämlich in den meisten Fällen hinter dem Werkzeug; denn das Schraubenmaterial aus namhafter Herstellung versagt heute eher selten.

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