Beiträge von Strahli

    Die "Novus Automotive GmbH" gab es damals noch nicht, die wurde erst 1998 gegründet. Somit wird es schwierig für Fahrzeuge vor Baujahr 1988 H-zulassungsfähige Gutachten von diesem Hersteller zu bekommen.


    Der 1,3S unterscheidet sich vom 1,3N in Sachen Verdichtung (13S Motor 9,2 zu 13N Motor 8,2) und Leistung (101 Nm zu 94 Nm). Die gesteigerte Leistung wird durch eine geänderte Verbrennungsraumgeometrie, sprich durch die Form der Kolbenböden und eine andere Zylinderkopfdichtung erreicht. Zudem besitzt der 13S eine andere Nockenwelle sowie andere Ventile, die durch geänderte Ventilsteuerzeiten und größeren Ventilhub im Zusammenspiel mit einem volumenmäßig größeren Saugrohr sowie einem abgasoptimierten Abgaskrümmer eine leistungsverbessernde Charakteristik in Sachen Kraftstoff-Luftgemischdurchsatz bewirken.

    Wenn man so für den angestrebten Leistungszuwachs mehr Gemischdurchsatz benötigt, dann ist es auch selbsterklärend, dass den 13S Motoren von Seiten der Gemischaufbereitung auch mehr Kraftstoff und Sauerstoff zur Verfügung gestellt werden müssen. Daher sind auch bauartbedingt andere Vergaser für den höheren Gemischdurchsatz zum Einsatz gekommen.

    Bei den 13S Motoren kamen baujahrabhängig anfangs Varajet Vergaser, später dann Pierburg 2E3 Vergaser zum Einsatz.

    Bei den 13N Motoren anfangs Solex 35 PDSI Vergaser und dem späteren 13NB dann Pierburg 1B1 Vergaser zum Einsatz.


    13S Kolben


    13N Kolben


    13S Motor - Varajet Vergaser mit zwei Drosselklappen, 1. Stufe 35 mm und 2. Stufe 46 mm Durchmesser


    13N Motor - Solex 35 PDSI Vergaser mit nur einer 35 mm Drosselklappe

    Der Unterboden schaut aus, als ob das Fahrzeug mit Trockeneis gestrahlt wurde; dann sehen die Unterböden immer so aus. Habe irgendwo noch Bilder von einem Golf 2, den wir gestrahlt haben, der sah danach genauso aus.

    Das was da so schön gelb leuchtet ist die partielle Wachsversiegelung ab Werk, die bei vielen Fahrzeugen dann mit einem schwarzen Unterbodenschutz zugemockt wurde; ohne U-Schutz sahen neue Fahrzeuge in den 80´er Jahren von unter so aus.

    Ich denke mit dem nachstehenden Bild ist es nicht einfacher zu erklären...


    Dass sind Felgen vom Rekord E1, so viel mir bekannt gibt es für diese Felgen keine ABE passend zum Kadett D. Ob Du die Felgen über eine Einzelabnahme eingetragen bekommst, kann Dir nur der Prüfer Dines Vertrauens beantworten; dafür benötigst Du nur die auf den Felgen zu findende KBA-Nummer.

    Ob die Felge mit der 6 mm größeren Einpresstiefe noch genügend Freilauf hat, musst Du physisch austesten oder eben über den Sachverständigen in Erfahrung bringen. Die Felgen werden jedenfalls 6 mm tiefer im Radhaus stehen.

    So weit bekannt, wurde der 13NB ab Werk ohne Kat ausgeliefert; der U-Kat konnte aber ab ca. 1985 zusammen mit der Auslieferung geordert werden, um in den Genuss der damalige KFZ-Steuerbefreiung zu kommen. Dieses Abgas-Upgrade war mit Opel genummerten Teilen aus dem Zubehörkatalog möglich; musste aber vom Kunden aktiv geordert werden.

    Laut Info Material war für die 13NB der U-Kat nach US Norm 85 bestellbar. Ein U-Kat arbeitet immer ohne Lambdasteuerung, weshalb auch keine L-Sonde vorhanden ist.

    Um hier den "ursprünglichen" Ausrüstungszustand des Fahrzeuges identifizieren und mit dem aktuellen Zustand vergleichen zu können, wird vom TE auch der alte KFZ-Brief benötigt, denn es gab beim 13NB je nach Ausrüstungsstand drei verschiedene Emissionsklassen.

    • 09 für "bedingt schadstoffarm Stufe C" nach aktueller Gesetzeslage gleichzusetzen mit 00 und Fahrverbot in Umweltzonen
    • 02 für "bedingt schadstoffarm Stufe C / XXIII" = Euro 1
    • 77 für "schadstoffarm E2 nachgerüstet", was in diesem Fall ebenfalls Euro 1 entspricht und nicht wie von vielen vermutet für Euro 2

    Die von Dir sogenannten technischen Finessen sind allesamt auf technische Maßnahmen zur aktiven Abmagerung des Kraftstoff-Luftgemisches zurückzuführen und in Bezug auf die Erreichung Euro 1 Abgasnorm (ohne Katalysator) ausschließlich auf Motoren bis max. 1400 ccm Hubraum begrenzt. Bei den größeren Motoren muss immer eine Katalysator nachgerüstet werden.


    Dass ist es ja gerade nicht, und rentabel waren diese technischen Umrüstsätze für die jeweiligen Hersteller auch nicht, weshalb sie bereits nach wenigen Jahren wieder vom Markt verschwanden und man die Entwicklung auf Upgrade-Katalysatoren fokussierte.

    Es ist nämlich gar nicht so einfach mechanisch arbeitende Vergaser mit einer elektrisch/ elektronisch arbeitenden Lambdasteuerung nachzurüsten. Schließlich unterliegen die Vergaserkomponenten einem das Abgasverhalten beeinflussenden Verschleiß, welcher sich über fest hinterlegte Kennfelder zur damaligen Zeit technisch nicht abbilden ließ. So etwas sollte mit der heutigen "lernfähigen" digitalen Welt möglich sein.

    Vom äußeren des Motors und dem des Luftfiltergehäuses tippe ich auf einen 13NB Vergasermotor mit Pierburg 1B1 Vergaser.

    Zu erkennen an der mechanischen Kraftstoffpumpe, der Führung der Kraftstoffleitungen für Zu- wie auch Rücklauf und den drei Befestigungsschrauben des Luftfiltergehäuses.

    Der 13NB ist der sogenannte Euronorm Motor mit ungeregeltem Katalysator und dieser Motor ist bedingt schafstoffarm Stufe C.


    Der Euronorm Motor 13NB hat die Schadstoffschlüsselnummer 09 und entspricht somit nicht der Euronorm 1 wie z.B. der C13N mit G-Kat.


    Die Daten aus Deinem alten KFZ-Brief sind hier entscheidend für die heutige KFZ-Steuereinstufung, erst daraus lässt sich der ursprüngliche Auslieferungszustand oder eine spätere Nachrüstung ablesen. Welchen technischen Ausrüstungszustand hat Dein Motor denn? Ist es ein Einspritzer oder noch ein Vergasermotor?


    Bedingt schadstoffarm kann G-Kat heißen, muss es aber nicht; denn auch andere schadstoffmindernde Maßnahmen wie z.B. die damaligen U-Kat Modelle oder nachrüstbare Abgasreiniger (technische Einrichtungen ohne Katalysator) fielen in den 1980´er Jahren unter diese Bezeichnung und waren aufgrund ihrer damaligen Steuervergünstigungen zeitlich beschränkt unter den Steuersatz der G-Kat Modelle von 13,20 DM gefallen.

    Auch mein ehemaliger Kadett D mit 13S Motor und nachgerüstetem U-Kat fiel unter die KFZ-Steuer mindernde Bezeichnung "bedingt schadstoffarm Stufe C" und hatte bis zum Jahr 2000 einen Steuersatz von 13,20 DM je 100 ccm; heute wäre dieser U-Kat null & nichtig und würde bei einer regulären Zulassung Kosten von 25,36 EUR je angefangene 100 ccm verursachen; da nur noch die G-Kat Fahrzeuge den niedrigeren Steuersatz bekommen.



    Nachrüstsatz mit Steuerbefreiung und anschließender Senkung des KFZ-Steuersatzes


    Neufassung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes 1994 Bundesgesetzblatt BGBl.pdf



    Auszug aus dem "Gesetz über steuerliche Maßnahmen zur Förderung des schadstoffarmen Personenkraftwagens"



    Hier die Gegenüberstellungen der einzelnen Schadstoffschlüsselnummern und der dazugehörigen Steuersätze.


    Abgasschlüsselnummer



    Die Schlüsselnummer "0098" erhalten alle Oldtimer unabhängig von ihrer vorherigen Emissionsklasse, sowie im Feld 14 den Eintrag "Oldtimer".

    Liegt Dir noch der alte Fahrzeugbrief/ Zulassungsbescheinigung mit den ursprünglichen Zulassungsdaten vor?

    Hallo abukva


    falls Du immer noch auf der Suche nach dem Steuerkettensatz für den OHV Motor sein solltest; hier ist ein aktueller Treffer.


    Opel Kadett Ascona Manta GT OHV Steuerketten Satz Teilenummer 1606711