Beiträge von Strahli

    Danke für Deine Bestätigung, so kenne ich das auch :thumbup:

    Wurde ein Fahrzeugmodell serienmäßig ohne Kat, aber auch schlechterer Abgasnorm, angeboten und auch ausgeliefert, so ist eine spätere Umrüstung oder gar ein Upgradekatalysator ohne weiteres wieder auf die ursprüngliche Serienausführung zurückrüstbar.

    Hintergrund, sind Ersatzteile für Umrüstausführungen nicht mehr erhältlich, so würde per Verordnung eine Zwangsstilllegung des Fahrzeuges drohen. Es darf jedoch nicht zu einer Verschlechterung des ursprünglichen Auslieferungszustandes kommen.

    Okay, hast Du einen originalen GTE Tank verbaut oder eine spätere Version aus einem Kadett E mit Tankentlüftung zum Aktivkohlebehälter?


    Ab Werk lag beim Kadett D die Tankentlüftungsleitung um den Tank herum verlegt, diese Entlüftungsleitung geht vom Schwerkraftventil (dem sogenannten Be- und Entlüftungsbehälter) zur Pfalzkante des Tanks, führt im Uhrzeigersinn um ihn herum in Richtung Fahrerseite und endet dort am Ende der linken Tankseite in Höhe unterhalb des hinteren Fussraumes. Der Schlauch endet dort als offene Leitung ins Freie.

    Daher frage ich mich gerade, ob Dein Kadett wirklich aus dem Tankdeckel heraus Kraftstoff verliert oder eher von der Innenseite des hinteren Radlaufes, aus dem Bereich der Anschlüsse der Entlüftungsleitungen am Schwerkraftventil.

    Wenn Du die Dichtung am Tankdeckel bereits getauscht hast, dann sollte er hier auf alle Fälle dicht sein. Dann besteht nur noch die Möglichkeit einer versteckten Durchrostung auf der Innenseite des Tankrohres im Bereich der Verschraubungspunkte zur Karosserieseitenwand. Wäre nicht das erste Mal, dass ich so etwas sehe.

    Auch das lässt sich ganz einfach erklären. Die einzelnen Nocken der Nockenwelle stehen in wechselseitigen Hebelbeziehungen zu den federbelasteten Ventilen, um die Welle zu drehen musst Du die Kräfte der einzelnen Federn überwinden.

    Wenn jetzt Dein Zahnriemen in Ordnung wäre, dann müsstest Du auch noch gegen den Kompressionsdruck einzelner Zylinder arbeiten, dass würde das Ganze noch schwergängiger machen. Ohne einen aufgesetzten Steckschlüssel mit ausreichender Hebellänge würdest Du den Motor von Hand nicht durchgedreht bekommen.

    Es ist vollkommen normal, dass die Zähne abscheren, wenn das Gummimaterial des Zahnriemens gealtert und ausgehärtet ist.

    Die Zähne walken nicht wie der Rest des Riemens, daher härtet die Gummimischung im Bereich der Formzähne schneller aus als im Riemen selbst.

    Wenn Gummi arbeitet spricht man vom Walken, diese wiederkehrende Verformung des Materials sorgt zwischen den Atomen für Reibung und erzeugt auch thermische Energie, welche das Material geschmeidig und auch mehr Weichmacher im Material hält.

    Zahnriemen reißen viel eher bei Fahrzeugen die relativ wenig bewegt wurden, da hier dann das Material des kompletten Zahnriemens als ganzes aushärtet.

    ahja... wäre mir neu, dass die Pumpe so etwas hat. Ich kenne nur bei älteren Pumpen die sogenannte "Leckbohrung".


    man lernt ja nie aus :D

    So aufgebrochen wie das Pumpengehäuse eh schon aussieht, wird Dir ein Ausziehwerkzeug hier wenig hilfreich sein, das Pumpengehäuse wird sich um die ehemalige Lagerwelle herum weiter zerlegen; hab ich selbst schon erlebt. Das Material der Pumpe ist nicht dafür ausgelegt punktuell auf Zug beansprucht zu werden, dafür sind die Stege im Vergleich zur Fläche des Sitzes viel zu klein.

    Zum Schluss nimmst Du dann doch den Durchschlag und kannst dann die Reste in Einzelteilen aus dem Pumpensitz herauspulen. So lange das Gehäuse noch am Stück ist, kannst Du noch Kraft ausüben.

    Wird mich übrigens nicht wundern, wenn Du der Pumpensitz hinterher nacharbeiten musst; dieser wird seinerseits aufgrund elektrolytischer Korrosion Korrosionsschäden aufweisen.

    Heiß machen, abkühlen lassen und dann herausschlagen; am Motorblock würde ich nichts erhitzen.


    Viel Erfolg