Beiträge von Strahli

    Kommt auf den Farbton der Farbe an... :D Spaß beiseite!

    Das liegt an der Zusammensetzung des verwendeten Materials für diese Brennringe. Früher waren die Brennringe aus einem asbesthaltigem Schichtmaterial gefertigt, heute sind die aus einem Gewebematerial.

    Beim Austauscht des Krümmers an meinem Rekord hatte ich im Jahr 2017 den Brennring zwischen Krümmer und Abgasrohr auch durch einen "modernen aus Ökomaterial" bestehenden Dichtring ersetzt, nach 6 Monaten hatte ich ebenfalls die beschriebene Geräuschkulisse.

    Dann bin ich zu meinem Alt-Opel Spezialisten gefahren, habe mir einen alten Asbestbrennring gekauft, diesen eingebaut und nun ist an der Stelle seit 5 Jahren Ruhe.



    Woran mag es da wohl dann gelegen haben?

    Nach meinem dafürhalten ist das Problem einzig und allein auf die heute verwendeten Materialien zurückzuführen, denn auch anderen Fahrzeugeigner, wie zum Beispiel beim Golf 2 mit PN und RP Motoren, haben mit diesem Problem zu kämpfen.

    Mein Kadett Fun mit dem C14NZ hatte Ende der 90'er Jahre von mir nochmal eine neue Abgasanlage bekommen, da wurde dann damals noch ein neuer originaler Asbestbrennring verbaut. Diese bestanden nicht aus einem Gewebematerial, sondern sahen eher nach einem gewickeltem metallisch anmutenden Schichtmaterial aus.

    Der alte Brennring, der damals weichen musste, war innerlich verbrannt und hatte zwischen den einzelnen Metallschichtlagen weiße pulverartige Zersetzungsrückstände.

    Danke für Deine Bestätigung, so kenne ich das auch :thumbup:

    Wurde ein Fahrzeugmodell serienmäßig ohne Kat, aber auch schlechterer Abgasnorm, angeboten und auch ausgeliefert, so ist eine spätere Umrüstung oder gar ein Upgradekatalysator ohne weiteres wieder auf die ursprüngliche Serienausführung zurückrüstbar.

    Hintergrund, sind Ersatzteile für Umrüstausführungen nicht mehr erhältlich, so würde per Verordnung eine Zwangsstilllegung des Fahrzeuges drohen. Es darf jedoch nicht zu einer Verschlechterung des ursprünglichen Auslieferungszustandes kommen.

    Okay, hast Du einen originalen GTE Tank verbaut oder eine spätere Version aus einem Kadett E mit Tankentlüftung zum Aktivkohlebehälter?


    Ab Werk lag beim Kadett D die Tankentlüftungsleitung um den Tank herum verlegt, diese Entlüftungsleitung geht vom Schwerkraftventil (dem sogenannten Be- und Entlüftungsbehälter) zur Pfalzkante des Tanks, führt im Uhrzeigersinn um ihn herum in Richtung Fahrerseite und endet dort am Ende der linken Tankseite in Höhe unterhalb des hinteren Fussraumes. Der Schlauch endet dort als offene Leitung ins Freie.

    Daher frage ich mich gerade, ob Dein Kadett wirklich aus dem Tankdeckel heraus Kraftstoff verliert oder eher von der Innenseite des hinteren Radlaufes, aus dem Bereich der Anschlüsse der Entlüftungsleitungen am Schwerkraftventil.

    Wenn Du die Dichtung am Tankdeckel bereits getauscht hast, dann sollte er hier auf alle Fälle dicht sein. Dann besteht nur noch die Möglichkeit einer versteckten Durchrostung auf der Innenseite des Tankrohres im Bereich der Verschraubungspunkte zur Karosserieseitenwand. Wäre nicht das erste Mal, dass ich so etwas sehe.

    Auch das lässt sich ganz einfach erklären. Die einzelnen Nocken der Nockenwelle stehen in wechselseitigen Hebelbeziehungen zu den federbelasteten Ventilen, um die Welle zu drehen musst Du die Kräfte der einzelnen Federn überwinden.

    Wenn jetzt Dein Zahnriemen in Ordnung wäre, dann müsstest Du auch noch gegen den Kompressionsdruck einzelner Zylinder arbeiten, dass würde das Ganze noch schwergängiger machen. Ohne einen aufgesetzten Steckschlüssel mit ausreichender Hebellänge würdest Du den Motor von Hand nicht durchgedreht bekommen.

    Es ist vollkommen normal, dass die Zähne abscheren, wenn das Gummimaterial des Zahnriemens gealtert und ausgehärtet ist.

    Die Zähne walken nicht wie der Rest des Riemens, daher härtet die Gummimischung im Bereich der Formzähne schneller aus als im Riemen selbst.

    Wenn Gummi arbeitet spricht man vom Walken, diese wiederkehrende Verformung des Materials sorgt zwischen den Atomen für Reibung und erzeugt auch thermische Energie, welche das Material geschmeidig und auch mehr Weichmacher im Material hält.

    Zahnriemen reißen viel eher bei Fahrzeugen die relativ wenig bewegt wurden, da hier dann das Material des kompletten Zahnriemens als ganzes aushärtet.