Beiträge von Strahli

    so etwas kann man anhand eines Bildes nicht beantworten.

    Google mal über die Herstellerteilenummern die Funktionsabmaße der Radbremszylinder, sind z.B. auf den Seiten des Herstellers ATE dort über deren Suche zu finden.

    Japp, dass ist korrekt und da passen bei den schmalen Bremsbelägen die größeren Radbremszylinder nicht, weil die mit ihren Mittenauflagepunkten der Kolben für die schmalen Beläge zu weit heraus stehen.


    Schade, danke für Deine Rückmeldung.

    Das ist auch der Grund warum ich sehr ungerne in Werkstätten fahre und möglichst vieles selbst an meinen Autos erledige. Viele Werkstätten haben oft keine Ahnung von der alten Technik und verschlimmbessern nur, anstatt es instandzusetzen.

    Wenn es keine Schnittstelle für einen Servicerechner hat, finden die ja heute kaum noch einen Fehler und fummeln solange daran rum, bis gar nichts mehr funktioniert.

    So etwas hatte ich mir bereits gedacht, musste eine meiner Bremstrommeln vor 3 Monaten auch mit dem Hammer überreden ihren fest angestammten verlassen zu wollen. Bei mir pfiff einer der beiden Radbremszylinderkolben aus dem letzten Loch und war bereits kurz vor dem Absprung :D


    Dicken Bochum mach Dir keine Gedanken, dass sind typische Probleme für Standschäden. Die Bremszylinder waren vor 13 Jahren neu gekommen.


    Mit den Radbremszylinder Varianten aus Aluminiumgehäuse mit Edelstahlkolben habe ich noch nicht zu tun gehabt, diese wurden nach meiner aktiven Zeit eingeführt und gibt es für meine Fahrzeuge noch nicht, habe jedenfalls noch keine gefunden.


    Gibt es diese auch für die kleinen 9/16 Zoll = 14,287 mm Bremszylinder?


    Was war denn an dem neuen defekten Radbremszylinder dran?

    Hat es sich um ein Reproteil aus aktueller Fertigung gehandelt?


    Bei den heutigen Reproteilen ist die Fertigungsgüte, was Material, Toleranzen wie auch Verarbeitungsqualität betrifft, nicht sehr empfehlenswert. Oft findet man scharfe Kanten oder Rückstände von Spänen aus der Verarbeitung, so etwas darf es an hochsensiblen Bremsteilen nicht geben.


    Aufgrund dieser schlechten Erfahrungen mit Reproteilen bevorzuge ich old stock Teile und versuche stets noch Qualitätsteile aus alter Fertigung zu bekommen. Vor dem Einbau prüfe ich bei alter Lagerware jedes Teil auf Funktion wie auch auf Lagerungsschäden.

    Radbremszylinder werden bei mir vor dem Einbau zerlegt, entgratet, gereinigt und anschließend neu mit ATE Bremsenpaste gefettet; da hat es noch nie Probleme gegeben und die Teile haben anschließend, trotz niedriger Laufleistungen immer mindestens 10 Jahre gehalten.

    Bei meinem Kadett jetzt sogar 13 Jahre, bevor Standschäden auftraten.


    Bremszylinderlaufbahnen nach zu hohnen empfiehlt sich immer, neu fetten und dann mit Montagehülsen, die Bremszylinderkolben ohne Beschädigung der Manschetten in die Bremszylinder schieben. Ohne Montagewerkzeug können die Gummilippen beim Einsetzen umknicken oder an scharfen Kanten verletzt werden.


    Kleiner Nachtrag von mir


    Mittlerweile sind ja die "Lager Dämpfer mit Verstärkung", so hießen die Teile bei Opel wirklich, vom Threadersteller in seinem Kadett verbaut. Für spätere Lesende und Suchende hänge ich hier noch zwei Bilder aus der Bochumer Karosseriefertigung mit Informationen zu den Teilenummern sowie zu den Positionen der Schweißpunkte mit an.


    hier kommen noch ein paar weitere Bilder zum Querträgerboden.

    Ich glaube nach Sichtung der Zusammenbauzeichnungen, dass den Ingenieuren damals nicht bewusst war, dass sie im Bereich der Querlenkeraufnahmen mit den dreifach überlappenden Blechen einen zukünftigen Rostherd konstruiert haben.