Damit liegt Kyle01 überhaupt nicht verkehrt, da wird sehr gut und vor allem auch für den Laien verständlich erklärt, was alles möglich ist, wenn die Leitungen in Ordnung sind und es keine nennenswerten Übergangswiderstände gibt.
Den Hitzetod sterben die Leitungen nur bei folgenden K.O. Kriterien:
- zu hohe Übergangswiderstände, z.B. infolge von Korrosion an den Steckverbindungen
- zu viele leistungsstarke Verbraucher über ein und die selbe Zuleitung mit vielen Steckverbindungen, das verursacht einen Schleifenwiderstandseffekt (ist auch ein großes Thema bei der Verwendung von Mehrfachverteilern im heimischen Stromnetzwerk und hat schon so manchen Wohnungsbrand verursacht)
- zu lange Leitungslängen, weil diese den Leitungswiderstand erhöhen. Daher werden bei langen Verlängerungen oder Kabeltrommeln auch dickere Leitungsquerschnitte verwendet, um Leistungsverluste auszugleichen und damit der Strom mit einem geringeren Widerstand fließen kann. Aber Achtung, Kabeltrommel immer komplett abrollen, wenn durch sie große Leistung über einen längeren Zeitraum fließt, dann kommt es zu Spuleneffekt, dass hat auch schon viele Trommeln abrauchen lassen.
Hintergrund, der Widerstand erhöht sich immer dort, wo Leitungen gesteckt sind, sie ihren Querschnitt ändern oder die Energie auf langen Wegen einen zu dünnen Querschnitt passieren muss.
Elektrische Energie verschwindet nicht, sondern ändert lediglich ihre Energieform. Beim Widerstand spricht man auch von Energiereibung, in zu engen Kabeln wird die Strommenge in Reibungswärme umgesetzt und heizt die Kabel auf, die Folge sind Schwelbrände oder offenen Kabelbrände.
Die Kombination aus zu langem und zu dünnem Kabel plus vieler Steckverbindungen erhöht den Widerstand, dass hat man zu meiner Zeit noch in der Berufsschule gelernt.