Beiträge von Strahli

    JuppesSchmiede

    Danke für Deine erklärende Umbausituation, dass macht Deine Messergebnisse nachvollziehbarer. :thumbup:

    Also hat Dein Thermostat gerade mit dem Öffnen begonnen oder der Kühlkreislauf lief auf der kleinsten Öffnungsweite.


    Wir messen in der Werkstatt mit einem ähnlichen berührungslosen Messgerät, aber wir nehmen die Werte am oberen und unteren Rohrboden des Kühlernetzes ab, also dem metallischen Teil des Kühlers, nicht am Kühlflüssigkeitskasten.

    C16-NZ

    genau mit solchen unnötigen Kommentaren macht man es sich im Leben selbst schwer; nicht wegen unwissender hilfesuchender Anfragen.

    Dafür müssen diese Kommentare nicht mal persönlich gerichtet sein. Auch muss man sich nicht selbst als Opfer darstellen, um seine eigenen Standpunkt festigen zu können.

    Wichtiger ist doch dem Hilfesuchenden die Funktion eines Systems korrekt wiederzugeben und nicht mit witzlosen Flußdiagrammen vom Gegenteil zu überzeugen.

    Wenn ich mich auf Dein Video beziehen darf und es mit dem von DreamOpel gezeigten Thermostaten in Verbindung setzen würde, dann hätte in Deinem Fall bei den gemessenen 87°C das Thermostat noch nicht mal angefangen mit dem Öffnen des großen Kühlkreislaufes zu beginnen.


    Die auf dem Thermostat zu findenden Temperaturangaben kennzeichnen zum einen die Öffnungstemperatur, also die Temperatur zu welcher das Thermostat mit dem Öffnungsvorgang beginnt, und zum Anderen die Temperatur, zu welcher das Thermostat vollständig geöffnet ist.

    Sollte sich so ein Thermostat in Deinem Motor (adäquat dem Kadett Motor des Threaderstellers) befinden, so wäre der Motor definitiv noch gar nicht auf Betriebstemperatur (Achtung für den großen Kühlkreislauf) oder der Motor war vorher abgestellt und es handelt sich um thermische Restenergie, was bei den aktuellen Außentemperaturen nicht ungewöhnlich ist, da das Thermostat noch gar nicht mit dem Öffnen begonnen hätte.

    Zudem läuft bei Deiner gemessenen Temperatur der große Kühlkreislauf noch nicht mal im Teillastbereich, geschweige denn auf voller Kühlleistung, weil der große Kreislauf nur zu einem geringen Anteil und nicht vollständig geöffnet ist, daher muss der Kühler auch nur weniger thermische Energie herunterkühlen, was die gemessenen Werte erklärt.

    C16-NZ dieses von JuppesSchmiede gemessene Verhalten des Kühlers ist somit vollkommen normal bei den aktuellen Außentemperaturen und nicht repräsentativ für eine reguläre Funktionsmessung. Dafür müsste man bei den aktuellen Temperaturen schon eine längere Zeit unter Teillast auf der Autobahn fahren oder den Motor im Stand laufen lassen, um auch den großen Kühlkreislauf auf Betriebstemperatur zu bringen.

    Die Neigung zum Verkeilen der Beläge gehört zum einfach wirkenden Einkolbenschwimmsattel oder Zweikolbenfestsattel einfach dazu, weil die Bremswirkung der Beläge auf der auflaufenden Seite der Bremsscheibe immer größer ist wie auf der ablaufenden Seite.

    Die Bremsbeläge werden durch diese einseitig stärker wirkenden Kräfte der sich drehenden Bremsscheibe auch einseitig stärker verschlissen, wodurch sich das Verhalten zum Verkeilen noch zusätzlich verstärkt. Deshalb lernt auch jeder KFZ-Mechaniker im 1. Lehrjahr, dass die Einbaulage bei wiederzuverwendenden gebrauchten Bremsbeläge entsprechend zu kennzeichnen ist.

    Um diesem Verschleißverhalten entgegen zu wirken muss das Spiel der Bremsbeläge möglichst klein gehalten werden und wie es JuppesSchmiede schon sagte, der Bremsbelag möglichst saugend in der Bremsbelagführung anliegen; da spricht der Fachmann :thumbup:


    Schächte kenne ich nur aus dem Bergbau und von Schornsteinen, aber nicht an Bremssätteln.


    Diesem Verkeilverhalten kann man auch entgegenwirken, wenn man teurere Mehrfachkolbenbremssättel wie z.B. bei meiner S2 Bremsanlage im Audi Quattro benutzt, da man bei diesen Bremssystemen die Bremskräfte wesentlich gleichmäßiger auf die Beläge verteilen kann und über die Kolbendurchmesser auch die Kräfte der auf- wie auch ablaufenden Belagseite ausgleichen kann; siehe Bilder.


    Die Frage, auf welcher Seite des Doppelkolbenbremssattels sich die auflaufende Belagfläche befindet, dürft ihr Euch jetzt selbst beantworten; habe ich ja oben bereits beschrieben. ;)

    Der Unterschied bei der Bremsleistung zwischen einfachwirkendem- und Doppelkolbenschwimmsattel ist definitiv spürbar, und die Vierfach- oder Sechsfachkolbensystem aggieren dann noch mal ein ganzes Stück bremstechnisch darüber... ich sage mal Bremsanker, und ohne ABS kaum händelbar.


    Moin Pascal,


    je nach dem wie stark Du die Nuss drauf schlagen musst, kann es passieren, dass Du die Ölwanne eindellst. Wir haben in der Werkstatt dann einfach nur, auf die eh zu ersetzende Ölablaßschraube, eine Mutter oder ein Stück Flachstahl draufgepunktet und die mit einem Schlagschrauber oder einer Rohrverlängerung gelöst.

    Ich weiß ja nicht, ob Du die Möglichkeit dazu hast.


    schönen 3. Advent Jungens

    Gruß Strahli

    Ein mit einem abgedeckten Kühler umgegangenes offen stehendes Thermostat verursacht keine defekte ZKD, wenn diese durchbrennt, war sie entweder vom Material der ZKD vorgeschädigt oder das Versagen der ZKD hatte andere motorseitige Ursachen. Durchbrennen kann sie eigentlich nur bei einem im geschlossenen Zustand dauerhaft festhängendem Thermostaten und thermisch zu stark belasteten Motor.


    Wenn dem wirklich so wäre, dann würde es kein werkseitiges Optimierungszubehör wie z.B. Kühlerabdeckungen, Kühlerjalousien oder auch Kühlerrollos geben. Diese mechanisch vor dem Kühler platzierten Bauteile, verwehrten den Kühlwinddurchsatz durch die Kühler und hatte Opel noch bis in die 90´er Jahre im Zubehörprogramm, um die Heizleistung der Motoren in besonders kalten Wintern steigern zu können.

    Ich muss mir nichts beweisen und Dir schon mal gar nicht.

    Dafür ist mir meine zur Verfügung stehenden Freizeit definitiv zu schade.

    Die Formel für die Berechnung darfst Du Dir selbst raus suchen und dann rechnen, denn Deine Angaben sind unvollständig.

    Für die Berechnung benötigst Du auch Angaben zur Wärmeleistung des Motors, Kühlfläche des Kühlers, Material der Wärmetauscheroberfläche, der Strömungsgeschwindigkeit des Mediums, also die Strecke die das Medium im Kühler in welcher Zeit zurück legt, die Dichte des Kühlmediums, sowie die Wärmemenge in kJ die abgeführt werden soll.


    Laserpointer (Temperaturmessgerät) oder leg Deine Hand auf den Kühler, dann weißt Du es. Wenn Du so ein Genie und so sicher bist, dann passiert ja auch nichts.

    Man, man... ich bin hier raus

    Ich empfehle Dir nicht bei einem "betriebswarmen" Motor den Kühler im unteren Bereich anzufassen, dass könnte unangenehm enden. Ja der Kühler sorgt dafür das systemseitige Kühlmittel herunter zu kühlen, aber der Temperaturunterschied zwischen Kühlmitteleingang und Kühlmittelausgang beträgt gerade einmal 20 - 25°C. Wenn also auf der Eingangsseite 110°C in den Kühler fließen, dann ist mit einer Ausgangstemperatur von ca. 85 - 90°C zu rechnen.

    Junge Junge, wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen... ich sage nur "Verschleißanzeige" an Federbandschellen!


    Da mache ich mich nicht über junge Mechaniker lustig. Ich kann hier nur noch mit dem Kopf schütteln und bin sprachlos...