Die Diskussion kann man sich sparen. Das gesuchte Ventil ist nicht obligatorisch und soll nur eine mögliches Nachdieseln bei Abstellen des betriebswarmen Motors verhindern.
Dreh' die Schraube bzw. den Verschlussstopfen wieder rein und suche nach der wirklichen Ursache für den schlechten oder fehlenden Leerlauf.
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13S
Prinzipiell hast Du was die Funktion des Ventiles angeht Recht. 
Die Diskussion kann man sich aber nicht sparen; wenn man einen Motor zusammenstellt der aus Komponenten verschiedener anderer Motortypen besteht. Da wird die Fehlersuche zum Glücksspiel, wenn man die elementaren Rahmenbedingungen nicht berücksichtigt.
Oder man sucht sich die passenden Komponenten und baut den Motor wieder in den Ursprungszustand zurück, dann funktioniert auch die Fehlersuche wieder obligatorisch.
Ich gehe davon aus, dass die Bedüsung des Vergasers nicht zum Motor passt, weshalb er im Chokebetrieb in der Warmlaufphase noch läuft und dann im regulären Betrieb abstirbt.
kadettvoll
Was meinst Du mit einem "schleifenden Geräusch"?
Wenn ich einen Vergaser eines Hubraumschwächeren Motors (in diesem Falle eines 12ST) nutze, dann passt die Bedüsung nicht zum Volumen des hubraumstärkeren Motors 13N und er läuft zwangsläufig mit einem mageren Luft-Kraftstoffgemisch, was zu einer Erhöhung der Brennraumtemperaturen führt. Funktionieren tut dies definitiv und der Motor läuft auch prinzipiell, aber Fehlersuche und Einstellung sind wesentlich schwieriger und ohne entsprechendes Equipment nicht ratsam. Vermutlich hat einer der Fahrzeughalter die Einstellungen am Vergaser bereits verkorkst.
Nicht umsonst wurden die Bedüsungen der Vergaser dem Hubraum der Motoren angepasst; ein äußerlich identischer Vergaser ist noch lange nicht das gleiche Derivat eines anderen der selben Vergaserfamilie und wir wissen nicht was der Vorbesitzer da verbaut hat!
Die höhere thermische Belastung eines Motors führt über einen längeren Zeitraum gesehen automatisch zu Brennraumablagerungen in Form von Aufzunderungen. Diese Ablagerungen glühen im regulären Verbrennungsprozess und verursachen zwangsläufig ein nachdieseln des Motors beim Abstellen, da die Kolben des nachlaufenden Motors aufgrund des Saugerprinzips weiterhin ein Luft-Kraftstoffgemisch über den Vergaser ansaugen und verdichten, welches durch diese glühenden Aufzunderungen gezündet wird.
Daher ist zur Verhinderung des weiteren Kraftstoffeintrages ein Leerlaufabschaltventil hier immer zwingend ratsam und wurde bei allen späteren Pierburg Vergasern auch eingeführt.
So lange der Motor beim Nachdieseln genügend Kraft hat um weiterhin Sprit anzusaugen, kann er theoretisch über die Kapillarwirkung weiterhin Kraftstoff ansaugen und den Prozess aufrecht erhalten bis entweder kein Kraftstoff mehr nachkommt oder die glühenden Aufzunderungen nicht mehr in der Lage sind das Gemisch zu zünden.
