Beiträge von Strahli

    Dieser Lack wird auf Deinen Sätteln nicht vollständig aushärten.

    Wenn die Sättel im Betrieb wirklich so heiß werden würden wie hier angesprochen, dann würden die Dichtmanschetten der Bremskolben verbrennen und undicht werden.

    Daher solltest Du den Lack vor dem Zusammenbau der Sättel einbrennen. Ist ja prinzipiell nichts anderes was ich mit meinen Sätteln beim Pulverbeschichten machen lasse.

    Genauso hat es mir mein Kumpel erklärt, dass schafft aber kein billiger Lack aus einer Sprühdose. Hochtemperaturfeste Lacke auf Keramikbasis werden im ersten Schritt in einem Industrieofen eingebrannt und erhalten ihre Langzeiteigenschaften im zweiten Schritt im Betrieb.


    Die Eigenschaften zwischen Bremssattellack und moderner Pulverbeschichtung sind nahezu identisch, da spezielle Pulverbeschichtungen heute auch bis 500°C hitzebeständig sind. Der Vorteil gegenüber dem Lack liegt in der Beständigkeit gegen Salze und Feuchtigkeit.

    Also ich wage zu bezweifeln, dass dieser Ofenlack bis 1200°C hitzebeständig ist, für den Preis bekommt man keinen hochhitzebeständigen Lack.

    Den Hersteller würde ich gerne mal wissen, denn der wird im Angebot mit nichten erwähnt.

    Habe selbst einen Kamin im Haus und glaube mir das Ofenrohr wird, selbst wenn ich den Kamin zum Glühen bringe, nicht wärmer als 200°C und in der Kaminkammer hat die Flamme aufgrund der Verbrennung der Zersetzungsgase mit 1000°C die höchste Temperatur, die Kohlenglut selbst hat nur 800°C.


    Laut Akzo Nobel haben deren Spitzenlacke auf anorganischer keramikbasis auch nur eine Dauerbeständigkeit von max. 1000°C auf Keramikuntergründen und auf Kohlenstoffstahl bis zu 650°C, da kostet der Liter aber auch über 115,-€. Empfohlen wird vom Hersteller aber selbst nur ein Einsatzbereich von bis zu max. 600°C.

    Kai2210

    hast Du noch die originalen Unterlagen von HJS zu diesem G-Kat Nachrüstsystem?

    Ich kenne für den 13S OHC nur die damalige G-Kat Nachrüstung von Mantzel. Von HJS sind mir nur die Nachrüstsysteme für die 1100´er und 1200´er OHV Motoren bekannt.

    Kyle01

    Also ich kenne keine handelsüblichen hitzebeständigen Lacke die bis zu 1200°C vertragen, zumal ja die Schmelztemperatur von Stahl und Gusseisen je nach Höhe des Kohlenstoffgehaltes zwischen 1150 und 1500°C variiert; dass solltest Du ja auch berufsbedingt kennen.


    JuppesSchmiede Kannst Du mir hier mal Deinen Lackanbieter benennen?


    Bei Temperaturen ab ca. 1000°C kommen keramikbasierte Beschichtungen zum Einsatz, wobei die Keramikschichten hier auf das zu beschichtende Material durch ein spezielles Plasmaverfahren aufgeschmolzen werden.

    Es gibt sehr wenige keramikbasierte Schutzlacke die Temperaturen von bis zu 1000°C vertragen können, diese Lacke müssen aber genauso wie eine Pulverbeschichtung in einem Industrieofen eingebrannt werden und diese gibt es nicht im freien Handel zu erwerben. Alles andere sind Werbeversprechungen dubioser Hersteller.

    Die Familie eines Freundes von mir ist im Bereich von Oberflächenbeschichtungen seit über 30 Jahren aktiv und er kennt sich auf diesem Gebiet sehr gut aus. Moderne Pulverlacke werden heute bei ca. 250°C verarbeitet und sind anschließend bis zu 500°C temperaturbeständig; heißer wird auch keine seriennahe Bremsanlage.

    Kyle01

    Wie schon mal erwähnt, lass die Sättel nach dem Strahlen pulverbeschichten, Meine Erfahrung sagt mir, dass es hier im Spritzwasser- und Schmutzbereich Rund um das Fahrwerk nichts besseres wie auch langlebigeres gibt als eine Oberflächenbeschichtung auf Kunststoffbasis.

    Die Beschichtung wird eingebrannt und versiegelt die darunter liegenden Metalloberflächen bis auf den Bereich der Staubmanschetten vollständig, und zudem ist die Beschichtung nahezu resistent gegenüber Feuchtigkeit, Salzen und Schmutz.

    Ich habe mit so behandelten Bremssätteln bei meinem Audi Coupé nun schon bereits seit 20 Jahren Ruhe, und die sehen immer noch klasse aus; null Rost und auch kein eingebrannter Bremsenstaub.

    Ein Lack wird mit der Zeit rissig und wirkt dann hygroskopisch, was neue Korrosionsbildung begünstigt.

    Ich habe in meinem Sammelsurium an Kadett D Dokumentationen noch ein originales Handbuch namens "Schweiß und Zusammenbau Operationen - Handbuch Opel Kadett D" aus dem damaligen Bestand der Adam Opel Werke Bochum, welches ich seinerzeit von einem ehemaligen Werksangehörigen erwerben konnte.

    Werde den Ordner mit den Originalzeichnungen und Schweißplänen zu den einzelnen Karosserieteilen mal heraussuchen, vielleicht ist ja dort etwas über die Zeichnungen zu den Querlenkeraufnahmen zu finden.


    Ich kann mir gut vorstellen, dass diese speziellen Bohrungen erst im eingeschweißten Endzustand der Aufnahmen eingebracht wurden, um die Toleranzabweichungen in der Serienfertigung so gering wie möglich zu halten. Dies wird aber in der Karosseriefertigung am Fließband garantiert mit einer Vorrichtung geschehen sein.

    @Meenzer

    Du kannst so ein nicht öffentliches Thema auch über eine von Dir definierte Forengruppe kommunizieren und an von Dir als vertrauenswürdig angesehene Mitglieder gezielt streuen.

    Mit einem einfachen Klick kannst Du ebenfalls bestimmen, ob die von Dir hinzugefügten Mitlesenden zu dem Thema weitere Mitglieder einladen können oder auch nicht; dann bleibt dieser elitärer Kreis alleinig über Dich steuerbar und nur Du kannst weitere Mitlesende einladen. Was aber nicht verhindert, dass irgendjemand die geschriebenen Themen und Kommentare herauskopieren kann und diese über andere Kanäle weiter verbreitet.


    Gruß Strahli