Beiträge von Strahli
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Die Zwischenstücke sind sehr wahrscheinlich doch für die Begrenzung des Wärmeflusses eingesetzt worden, sonst hätte man diese in früheren Zeiten nicht auch aus Asbest gefertigt. Bei Systemen, die eine Rücklaufleitung zum Tank vorweisen, ist andererseits eine gute Kühlung durch den kontinuierlich durchfließenden Kraftstoff bei Motorlauf gewährleistet.
Die "Bakelit" Dichtung hat definitiv keinen Einfluß auf die Begrenzung der thermischen Wärmeübertragung vom Zylinderkopf auf das Pumpengehäuse; schließlich wird das innere der Stößelkammer bis zum innenliegenden Dichtring unterhalb der Kraftstoffmembrane mit dem selber heißen Motoröl geschmiert wie der Rest des Motors und dieses Öl gelangt nun mal ebenfalls durch die Öffnung des Distanzstückes.
Alles anzeigenDer Pumpenstößel wirkt nicht unmittelbar auf die Membran, sondern zunächst auf eine Druckfeder im Innern, die die Membran betätigt. Diese Druckfeder ist schwächer als die Feder, die man außen sehen kann und über den Stößel die Membran zum Saughub niederzieht. Daher kann der Saugunterdruck so einer Benzinpumpe größer sein als wie der Druck von meistens 0,2 bis 0,3 bar, mit dem das Benzin zum Vergaser befördert wird.
Die Stößelstange wirkt beim Hub stets direkt auf den Kolben unterhalb des Membrantellers, die Membrane selbst führt indirekt aber nur einen Arbeitshub aus, wenn der definierte Gegendruck in der Flüssigkeitskammer kleiner ist wie die Kraft der Membranfeder. Beim Rücklauf folgt die Membrane wieder direkt dem Stößel, weil die Kraft der Stößelfeder größer ist wie die der Membranfeder. Die innere Gegendruckfeder (Membranfeder) übernimmt die Funktion des Freilaufes, bei Vergasern ohne Rücklaufleitung nach dem Verschließen der Schwimmerkammer.
Für die mechanischen Benzinpumpen von Opel gibt es nur zwei unterschiedlich lange Stößel, 1x für Benzinpumpen mit Freilauf 78 mm und 1x für Pumpen ohne Freilauf 73 mm, die Förderleistung wird meines Wissens über die Beilagen für den Hub des Stößels gesteuert.
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Welcher Motor ist eigentlich überhaupt verbaut?
Unter die Bezeichnung 1,2 S fielen je nach Auslieferungsland verschiedene Motorenkonzepte, und da Kroatien kein typisches Erstauslieferungsland war, wird der Kadett garantiert als Gebrauchtwagen importiert worden sein.
12S OHV mit 60 PS - Vergaser Solex 35 PDSI
S12S OHV mit 58 PS - Vergaser Solex 35 PDSI
12ST OHC mit 54 PS - Vergaser Pierburg 1B1
A12ST OHC mit 50 PS - Vergaser Pierburg 1B1
S12 ST OHC mit 54 PS - Vergaser Pierburg 1B1
Wenn Du Dich mit der Technik nicht auskennst, dann schau mal nach der auf Deinem Motorblock eingeschlagenen Motornummer. Der fortlaufenden Motornummer ist die Typenbezeichnung vorangestellt.
Alle Motoren haben leicht abgeänderte Luft-Kraftstoffaufbereitungsanlagen mit unterschiedlichen Vergasern.
Ich tippe auf einen Defekt am Vergaser und vermute eine defekte Pulldownunterdruckdose an einem Solex 35PDSI. Wenn Du die Druckdose mit Unterdruck beaufschlagst, muss sich die Starterklappe einen Spalt öffnen.
Den Knall den Du gehört hast, dass war eine Fehlzündung im Abgaskrümmer aufgrund einer zu hohen Konzentration von unverbranntem Sauerstoff in den Abgasen, die sich aufgrund des heißen Abgaskrümmers selbst entzündet haben.
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... mann die Delco Schiebehülsen gegen einen ATE Repsatz ersetzen kann ?
Habe die Schnauze voll mit dem Delco Mist,will die Sättel erstmal nicht tauschen.Man kann keine Schiebehülsen vom Bremssystem ATE gegen die des Bremssystems von Delco austauschen, oder umgekehrt.
Es müssen stets die Sättel des gesamten Bremssystems getauscht werden.
Aber, auch der Hersteller ATE hat Repsätze für das Bremssystem des Konkurrenten Delco gebaut. Nur bringt dieser Austausch rein gar nichts, da das Problem systembedingt in der Konstruktion der Delco Sättel zu finden ist.
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Meine Thesen:
Isolierung, um die Wärmeleitung vom Zylinderkopf zu reduzieren.
Aber warum wird die Platte dann nicht bei allen Benzinern verwendet?
Abstandshalter, um den Stößelhub zu definieren.
Warum gibt es dann keine Pumpe mit kürzerem Stößel oder eine Nockenwelle mit anderer Nockenkontur?
Betrifft das eigentlich nur die Pumpen von Pierburg?
Ich habe in den mir vorliegenden Unterlagen leider keine abschließende Information gefunden welches Maß der Stößel der Pumpe beim 1.3S des Kadett D ab Gehäusekante haben soll.
Da diese mechanischen Pumpen bei vielen Herstellern, in diversen Fahrzeugmodellen und auch bei unterschiedlichen Motorenkonzepten zum Einsatz kamen, sind diverse Fahrzeughersteller den Weg des kostengünstigsten Weges gegangen und haben unterschiedliche Abstandshalter genutzt um über den Hub der Stößelstangen die Förderleistung dem Bedarf des verbauten Verbrennungsmotors anzupassen.
Mit einem Isolierungsgedanken hat das Ganze Procedere nichts zu tun.
Der Einsatz dieser Platten betrifft nicht nur die Pierburgpumpen, das ist nur wieder einer dieser über die Jahre gewachsenen Irrglauben; hiervon waren auch schon damals die original von Opel verbauten Pumpen betroffen. Viele Privatschrauber haben die Platten einfach weggelassen, weil sie den Sinn darin nicht erkannten und die Abstandshalter nicht Bestandteil des neuen Tauschteiles sind.
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Hallo Björn,
beim 13S bis Motornummer gehört unter die Benzinpumpe definitiv eine Distanzunterlage mit zwei Dichtungen; siehe Bild von meinem Kadett.
Ab Motornummer müsste ich prüfen, da ich hier nach all den Jahrzehnten aus dem Thema raus bin und keine falsche Information streuen möchte. Bin mir aber relativ sicher, dass die dort auch hingehört, denn die 16N Motoren im Ascona C hatten diese Unterlagen auch.
Gruß Gerald
PS: verbaut ist übrigens keine Pierburgpumpe, sondern eine original GM Pumpe
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Die Messung ist aus 2011, die Vorgaben wurden bis heute nicht geändert. Max. 1,00 %vol ist schon sehr niedrig angesetzt, wenn man auch berücksichtigt, dass mit angeschlossener Kurbelgehäuseentlüftung getestet wird. Wird unter den Umständen ein Auto vorgestellt, das viel auf Kurzstrecke bewegt wird, dann sinkt der bei der AU eingestellte CO-Wert nach einer anschließenden längeren Fahrt noch deutlich ab.
Sehr interessant Dein AU Dokument.
Dass die zulässigen Abgaswerte aufgrund der in den 80´er Jahren gesetzlich verschärften Vorgaben vom Datum der Erstzulassung abhängig sind ist mir je bekannt.
Die Daten zu Leerlauf und Zündzeitpunkt Deines 13S weichen ebenfalls von den meinen ab, obwohl der Motor als 13S im mechanischen Aufbau vollkommen identisch ist, bis auf den Vergaser und die Ansaugbrücke.
Was mir auffällt ist die Tatsache, dass damals der CO-Gehalt mit 0,966 %Vol deutlich über den von Dir genannten 0,2 %Vol liegt und sogar oberhalb der 0,71 %Vol meines Kadetten.
Und hier noch die Daten zum CO-Gehalt, wie ich es seiner Zeit noch gelernt habe. Da kann mehr dann auch sehr schön erkennen, wie der Gesetzgeber die Abgaswerte verschärft hat. Diese Werte sind heute so in keinem AU-Tester mehr hinterlegt, kein Wunder das die Vergasermotoren heute wesentlich schlechter laufen; denn für die heutigen Abgaswerte sind die Motoren gar nicht konzipiert.
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So hier mal die Abgas- und Zündungseinstelldaten von meinem Kadett D 13S mit Varajet Vergaser. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Daten des 13S im Kadett E so abweichen sollen.
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Welchen Vergaser nutzt Dein 13S Motor?
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Der Grenzwert für den CO-Gehalt liegt beim Kadett D mit dem 13S Motor tatsächlich bei 1,5 %Vol.
Mein Vergaser ist aktuell auf 0,8 %Vol im Leerlauf eingestellt.
Am besten rennt der 13S bei um die 2,0 %Vol.