Beiträge von Strahli

    oh ja, ohne Laptop und moderne Diagnosesoftware sind viele heutige Fachkräfte aufgeschmissen. Erfahrungen mit anderen Techniken und Technologien haben sie nicht und auf einen großen Erfahrungsschatz können viele auch nicht zurück greifen, da bleibe ich doch lieber unter Gleichgesinnten wie z.B. hier im Forum, die auch wissen wovon man redet ohne gleich die Suchmaschinen quälen zu müssen.


    Der Varajet ist schon ein ziemlich eigenwilliger Vergaser, aber richtig eingestellt laufen die Motoren sparsam und hängen auch gut am Gas. Diese Vergaserserie hat halt viele konstruktive Schwachstellen, die dann später mit der Einführung der kostengünstigen Einspritzanlagen und der Abgasreinigungspflicht nicht mehr ausgemerzt worden sind, da die Technologie dieser Art der Gemischaufbereitung nicht mehr dem Stand der Technik entsprachen und somit auch kein Bedarf an einer Weiterentwicklung bestand.

    Dass musst Du selbst ausprobieren, 5 bis 20 Sekunden ist vollkommen im Normbereich und witterungsabhängig. Das Ansprechverhalten und die zeitliche Wirkungsweise der elektrischen Bimetallstarterdeckel ist breit gefächert, daher kann es auch unterschiedlich lang dauern bis die Stauklappe vollständig geöffnet ist.

    Je kälter die Temperaturen sind, desto kälter ist auch die Ansaugbrücke und umso länger dauert es bis das Luft-Kraftstoffgemisch nicht mehr an den Innenwänden auskondensiert. Das was der Fahrer bei Fahrzeugen mit Choke nach Gefühl und Erfahrung macht, dass machen im Zusammenspiel der Starterdeckel und die Stufenscheiben; Du greifst mit Deinem ersten Gasstoß nur ein um den erhöhten Leerlauf abzusenken, wenn Du das Gefühl hast, dass der Motor im Leerlauf rund läuft.


    Gruß Strahli

    Die Stufenscheibe steuert die Stauklappe, nicht die Drosselklappen. Der Drosselklappenanschlag wird über die Unterdruckdose gesteuert.

    Hallo Chris,


    dass ist beim Varajet Vergaser so völlig normal, der erhöhte Leerlauf sollte so bei ca. 2000 bis 2300 u/min liegen und ist eigentlich für die kalte Jahreszeit von Wichtigkeit.

    Wenn der Motor in der kalten Jahreszeit gestartet wird, dann braucht der Motor für den Kaltstart ein fetteres Gemisch. Da ein größerer Teil des vom Motor angesaugten Luft-Kraftstoffgemisches an den noch kalten Innenwänden der Ansaugbrücke auskondensiert, kommt dementsprechend auch weniger des Gemisches in den Brennräumen des Motors an, was dann wiederum für ein schlechteren Rundlauf beim Kaltstart sorgen würde. Der technisch erhöhte Leerlauf soll dieses Phänomen in den ersten Minuten eliminieren.

    Nach weniger Sekunden kannst Du den erhöhten Leerlauf durch einen einzigen Gasstoß bereits abschalten, dann springt die Stufenscheibe am Vergaser durch das Gas geben in die nächste Stufe und die Leerlaufdrehzahl sinkt.


    Übrigens, durch das Treten des Gaspedales bei stillstehendem Motor schließt Du nicht die Drosselklappe, sondern die Stauklappe über dem Venturi der ersten Drosselklappenstufe. Dadurch wird der Luftdurchsatz gedrosselt und das Gemisch durch die Verringerung des Luftdurchsatzes angefettet.


    Gruß Strahli

    Wohl wahr :thumbup:


    Wer weiß was mein Vater mit dem Omega vor mir alles angestellt hat. Er ist ja mit dem Caravan im Schlepp bis Mitte der 90´er immer nach Jugoslawien gefahren und hat dabei unseren Omega ordentlich arbeiten lassen auf den Passstraßen.

    Zudem kann ich mich auch erinnern, dass wir mal einen Auspuff bei Pit Stop haben wechseln lassen, und da die Schrauben am Kat festgegammelt waren, haben sie diese kurzerhand abgebrannt.

    Ich hatte den Omega damals als Zweithalter von meinem Vater in 1998 geschenkt bekommen und dann bis zu einem nicht verschuldeten Totalschaden zwei Jahre gefahren. Echt schade, war schon ne geile Karre mit CD Vollausstattung (ohne Klima).

    Die Umstellung der Federsysteme bei Opel war bei den Fahrgestellnummern C2500000 / C5000090, nach diesen Fahrgestellnummern wurden offiziell die konischen Federn verbaut.

    Es wurden aber auch schon Fahrzeuge identifiziert, bei denen wohl noch Restbestände der zylindrischen Federn in späteren Modellen verbaut worden sind. Aber natürlich ist auch nicht auszuschließen, dass hier in den letzten Jahrzehnten einige Schrauber die Federbeine in Eigenregie getauscht haben.

    Es gibt da unterschiedlich starke Hauptförderpumpen, diese Pumpen unterscheiden sich vom Gehäusedurchmesser, 52 und 60 mm.

    Ich selbst habe bei meinen Golf auf die große 60 mm Pumpe vom KR 16 V umgerüstet. Catchtank VW Teilenummer 191 201 043, Kraftstoffpumpe VW Teilenummer 191 906 091 H / Bosch-Nr. 0 580 254 033. Diese Pumpe ist ebenso im Passat 35i 16V mit MKB 9A und KR verbaut.

    Die 60 mm Pumpe hat eine Förderleistung von 128 L/h bei einem Systemdruck von 5 Bar.

    Die kleinere 52 mm Pumpe vom 16 V mit dem Motorkennbuchstaben PL hat eine Förderleistung von 85 L/h bei einem Systemdruck von 5 bar. Die Bosch Teilenummer lautet hier 0 580 254 013.


    Bei den Daten zur Vorförderpumpe muss ich aktuell passen, diese habe ich noch nicht getauscht, hier ist nach 30 Jahren noch die Erste verbaut.