Beiträge von Strahli

    Hallo Red-D


    ich rate Dir von Deinem Vorhaben bei einem funktionierenden Verteiler ab, diese sind einfach zu empfindlich um daran rumzudoktern. Bei einem bereits defekten oder fehlerhaftem Verteiler sieht das Ganze etwas anders aus, hier kannst Du mit dem Rep-Satz eh nichts mehr verkehrt machen.

    Wir haben seinerzeit erst gar keine Experimente gemacht, die eh von den Kosten her zu Lasten der Kunden gegangen wären und von diesen nicht übernommen worden wären. Ein Austausch durch einen funktionierenden neuen Verteiler ist immer ratsamer und zu empfehlen.

    Der "jährliche obligatorische Öltropfen" auf die Verteilerwelle ist nicht verkehrt und war bei den alten OHV- und CIH-Motoren sogar noch im Wartungsprogramm enthalten; bevor Opel begann sein Ih-Programm für viele Komponenten mehrheitlich als wartungsfrei zu bezeichnen.


    Gruß Strahli

    Da gebe ich Dir Recht, die Opel Gläser Cabrios waren schon eine Hausmarke für sich und sprachen damals noch eine Zielgruppe der gehobenen Käuferschichten an, die heute von Opel nichts mehr wissen wollen; so ändern sich die Zeiten.

    Wobei ich hier das viertürige Admiral Cabrio mit seinen gegenläufig öffnenden Türen und dem 3,6 Liter OHV favorisiere. Mein ehemaliger Opel Händler hatte Ende der 90´er noch so eine viertürige Admiral Cabrio Rohkarosse eines Wehrmacht Standartenwagens von 1938 im unrestaurierten Zustand in der Garage stehen, einfach ein Traum. So viel ich gehört habe, hat dieser Admiral im gefühltem Zustand 4 damals für 70000,-DM den Besitzer gewechselt.

    Gläser konnte schon schöne Cabrios bauen.

    Also dass nenne ich mal einen extrem geilen Straßenhobel. Gefällt mir sehr gut, obwohl ich eher auf ein originales Fahrzeug stehen würde, denn ich vermisse das schöne originale Armaturenbrett.

    Hatte vor ca. 23 Jahren das Glück ein original restauriertes Vorkriegs Kapitän Cabrio mit dem seidenweichen 2,5 L Reihensechser und 55 PS zu fahren, dass war schon eine einschneidende Erfahrung.

    Der Kapitän sollte damals schon 75000,-DM kosten, was leider über unserem Budget lag und weshalb es dann ein Admiral B wurde.

    Muss dazu mal die Fotos raussuchen und digitalisieren. Die spitzen Vorkriegsscheinwerfer und die Linienführung des zweitürigen Cabrios waren aber der absolute Hammer.

    Wenn Du Dein Auto regelmäßig bewegst, sprich er steht nicht länger wie 2 bis 3 Tage, dann sind die Kaltstarts unbedenklich. Hier tritt zwar auch Verschleiß auf, aber hier macht es die Menge an Kaltstarts. Schließlich bleibt der Ölfilm auf den Zylinderwänden schon ein Zeit lang haften.

    Bei Langstehern wie Saisonfahrzeugen sieht das wiederum ganz anders aus, hier ist der Verschleiß aufgrund der wesentlich längeren Standzeiten ein vielfaches höher, da der Ölfilm definitiv abreißt und auch der Öldruck schwindet. Daher sollte man Langstehern vor dem ersten Start einen Stoß Kriechöl in die Brennräume sprühen und anschließend ohne Zündung (Kabel abziehen) mit Starter Öldruck aufbauen.

    Bei extremen Langstehern empfehle ich immer ein paar Tage vor dem ersten Start die Brennräume mit Kriechöl zu benetzen und den Motor dann vor dem Start ohne Kerzen mindestens zwei bis drei Umdrehungen von Hand durchzudrehen, da sich auf den Zylinderwänden auch Rost bilden kann wenn der Ölfilm einmal abgerissen ist. Die Oxidschicht ist härter wie die Kolbenringe und kann diesen ohne Schmierung Schaden.

    Das Procedere habe ich von meinem ehemaligen Ausbilder und ist zwar etwas Umständlich, aber ich bin damit in den letzten 25 Jahren sehr gut gefahren; alle meine Motoren leben auch nach teilweise 60 Jahren noch. Früher hat man solchen Langstehern vor dem Einlagern zum Motorschutz auch noch ein sogenanntes "Obenöl" dem Benzin beigemischt. Würde ich aber modernen Einspritzmotoren heute nicht mehr empfehlen, weil es das verharzen der Einspritzdüsen begünstigen kann.

    Hallo Schrauby


    hab gerade mein GSI Prospekt für das Modelljahr 1987 herausgesucht, dort sind werksseitig die folgenden Verbrauchswerte angegeben, und die Hersteller haben auch damals bereits allesamt ihre Verbrauchswerte nach unten korrigiert.

    Mein GSI hat damals wirklich zwischen 9 bis 11 Liter verbraucht; beim Omega A mit C20NE meines Vaters lag der Verbrauch teilweise noch darüber, dieser war aber auch gut 150 kg schwerer wie der Kadett E.


    Gruß Strahli

    Hallo Olli,


    ich bin selbst in den 90´ern einen 20SEH gefahren und kann Dir bestätigen, dass ein Verbrauch von 11 Litern im Mix von Stadt-, Überland- und Autobahnverkehr völlig normal sein kann, besonders in der kalten Jahreszeit.

    Selbst im permanenten Autobahnbetrieb hatte ich selten einen Verbrauch unterhalb von 9 Litern.

    Wenn Dein Freund im Vorfeld gravierend niedrigere Verbräuche hatte und dieser Mehrverbrauch ad hoc aufgetreten ist, dann kann dies entweder an den aktuell tieferen Temperaturen liegen, weil der Motor länger in der Kaltlaufphase verweilt, oder auf Verschleiß zurückzuführen sein. Als bedenklich seh ich einen Verbrauch von 11 Litern für einen 20SEH jedoch nicht an.

    Von der CO-Einstellschraube am LMM solltest Du auf alle Fälle die Finger lassen; hier kann der CO-Gehalt für den Leerlauf nachjustiert werden, dies ist aber nur in Verbindung mit einem CO-Abgastester möglich, eine Grundregel zur Einstellung gibt es nicht, da hier nur marginal der Bypasswert verändert wird, um sich dem Lambdawert 1 anzunähern.


    Gruß Strahli

    Dann ist soweit alles richtig, die 11´er SR OHV-Motoren hatten die Kennzeichnung ebenfalls vor der Motornummer eingeschlagen. Beim OHC gab es keine Differenzierung mehr, hier waren aber auch keine Abweichungen in Bezug auf Motor-Geometrie und verwendete Materialien mehr vorhanden.

    Hiervon gehe ich ebenfalls aus. Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Opel hier in der Großserie zwei verschiedene Wege gegangen ist. Alle OHC Zylinderköpfe die ich gesehen habe, wiesen keine Unterschiede auf.

    Hallo KADETT_SR


    habe in all den Jahren noch nie einen Unterschied an den SR Zylinderköpfen im Gegensatz zu denen bei den übrigen 13S und 16S Motoren in den Standard, Berlinetta oder Luxus Varianten feststellen können.

    Sollte es hier wirklich eine besondere zusätzlich Kennzeichnung geben, so würde mich das auf alle Fälle auch interessieren. Kannst Du Dich vielleicht noch erinnern, wo Du auf diesen Hinweis gestoßen bist?


    Gruß Strahli