Beiträge von Strahli

    Nein, bei den originalen Recaro Sitzen in Kadett C und D wurden die Sitzschienen aufgesetzt und dann von unten mit 4 Schrauben mit den Schienen verschraubt. In den Schienen gibt es je Seite insgesamt 5 Befestigungslöcher für die Positionierung der Sitze, um diese hierüber in der Längspositionierung auf den Konsolen noch zu variieren. Ich kenne Personen, die haben sich hier noch weitere Befestigungsbohrungen in die Sitzschienen eingebracht, um die Sitze individuell positionieren zu können.



    Hier ein Bild einer meiner Ersatzkonsolen inklusive Schienen, Befestigungsmaterial sowie Gutachten, wie sie von Keiper Recaro für den Kadett D ausgeliefert wurden. Das Set für den Kadett C sah ähnlich aus, habe davon jedoch kein vollständiges mehr.

    Ich möchte hier keine Schleichwerbung machen, aber wir nutzen in der Werkstatt für das Lösen solcher festsitzenden Schraubverbindungen einen Induktionserwärmer. Das ist eine feine saubere Lösung und bringt die Hitze wesentlich schneller und schonender dahin wo sie benötigt wird, ohne die umgebenden Bereiche mit einer Flamme unnötig zu erwärmen und so ggf. den Lackaufbau zu beschädigen.


    So etwas sollte heute jede gutausgestattete Werkstatt besitzen und entspricht heute dem Stand der Technik.

    Heiß machen, Schlagschrauber drauf und in 3 min. ist die Schraubverbindung gelöst. Das die Schraubverbindung im Nachhinein nicht mehr zu gebrauchen ist, sollte selbstverständlich jedem klar sein; die Teile sind dann Altmetall. Der Querlenker selbst bleibt dabei unbeschadet.


    Ich meine, dass der Innenabstand zwischen den gelochten Winkeln bei allen Sitzschienen aus diesem Produktionszeitraum identisch ist. Kann es aber aktuell nicht nachmessen, da die Teile in meiner Halle liegen.


    Doi Mudder Frage, woran stört sich denn Dein Prüfer?

    An der Konstruktion selbst oder an der fehlenden Verstelleinrichtung?

    Das ehemalige Keiper Recaro Werk in Remscheid, war früher direkt bei mir um die Ecke.

    Das ist definitiv nicht original Recaro, und wenn Du dafür kein Gutachten vorweisen kannst, wird es heute schwierig werden dafür für den Straßenverkehr den Segen des Prüfers zu bekommen.

    Ich setze mal voraus, dass Du noch die originalen Recaro Sitze vom Kadett C verbaut hast, ansonsten solltest Du mal ein paar Bilder Deiner Einbausituation mit uns teilen; alles andere ist nur Rätselraten ins Blaue.


    Hier die Teilenummern der originalen Kadett C Sitzschiene für den Fahrersitz, von dieser habe ich noch zwei Stück im Lager liegen, anbei mal ein paar Bilder. Die Opel Teilenummer für die Beifahrerseite lautet 167063.

    Aber Achtung, die Sitzschienen vom Kadett D und den späten Manta B Modellen ab Fahrgestellnummer sehen optisch genauso aus, haben aber im Gegensatz zu den Kadett C Derivaten eine feinere Rastung.


    Sitzschiene mit Rastung und Verstellhebel vorn außen links für Sportsitz Ascona A
    Ascona B
    Kadett C
    Manta A
    Manta B bis Fahrgestellnr. C6067585 = bis Modelljahr `82
    167062 / GM 09293555

    Kadett C


    Kadett D

    Der Abgaskrümmer ist für alle Kadett D mit 1300´er Motor immer der Gleiche, egal ob nun mit Schalt- oder Automatikgetriebe.


    Abgaskrümmer Ascona B 1,3
    Ascona C 1,3 S
    Corsa A 1,3 S / 1,3 SB / 1,3 NB
    Kadett D 1.3 N/S
    Manta 1,3
    Kadett E 1,3 N / 1,3 NB / 1,3 S
    850286 / GM 90108040


    Das Hosenrohr ist hier die ausschlaggebende Komponente. Hier für Kadett D mit Schaltgetriebe ab Fahrgestellnummer; darunter sollte auch Deiner nach erfolgtem Umbau fallen.


    Zwillingsauspuffrohr vorne (Hosenrohr) Kadett D 1.3 S
    ab Fahrgest.-Nr. 12545175
    854282 / GM 90136007

    teil doch mal bitte mit uns den von Dir angemerkten Beitrag.

    Eine derart große Felge passt definitiv nicht ohne Blecharbeiten in die Radhäuser eines Kadetten und da ist nicht die Rede vom Anlegen der Radlaufkanten, da muss schon mehr gemacht werden.

    Das scheint für mich nur die halbe Wahrheit zu sein, denn die Fliehkraftverstellung im Zündverteiler wird ausschließlich von der Motordrehzahl beeinflusst und verstellt auch nur bis zu einer vorbestimmten Grenzdrehzahl die Zündung in Richtung früh. Diese definierte Grenzdrehzahl entspricht in den meisten Fällen der Zündverteiler zweidrittel der maximal möglichen Höchstdrehzahl des Motors. Demgegenüber arbeitet wiederum ausschließlich, jetzt aber im Teillastbereich, die unterdruckgesteuerte Zündzeitpunktverstellung und greift hier lastabhängig unterstützend in die Zündzeitpunktverstellung ein, um das Klopfen der Verbrennung unter Last zu verhindern.

    Denn in diesen Fällen neigt die Zündung bei höher verdichteten Motoren, wie z.B. dem 13S Motor, unter Last zum Klopfen; was das Zusammenspiel dieser beiden Verstelleinrichtungen verhindern soll. Dieses Zusammenspiel zwischen beiden Verstelleinrichtungen über das gesamte Drehzahlband nennt man die Verstellinie, zu sehen im nachfolgenden, beide Verstelleinrichtungen abbildenden grafischen Darstellung.



    Fliehkraftverstellung und Unterdruckverstellung arbeiten zusammen, wobei die Unterdruckverstellung die Fliehkraftverstellung unterstützt, beide zusammen bilden gemeinsam den Gesamtverstellbereich. Um den Unterdruckverstellwinkel zu ermitteln muss man vorher den Fliehkraftwinkel bei einer definierten Drehzahl bestimmen (Unterdruckdose abklemmen und Schlauch blindflanschen) und diesen anschließend vom Gesamtverstellbereich abziehen.

    Der Bereich zwischen den jeweils beiden parallel verlaufenden Kennlinien, für die feder- wie auch unterdruckgesteuerte Verstelleinrichtung, wird als Toleranzband bezeichnet; bewegen sich die bei bestimmten Drehzahlen ermittelten Verstellwerte innerhalb dieses Toleranzbandes, dann arbeitet der Verteiler korrekt.

    Liegt die mit der Stroboskoplampe ermittelte Verstellinie (über das Drehzahlband) ungleich oberhalb/ unterhalb dieses Toleranzbandes oder kreuzt dieses, dann arbeitet der Verteiler nicht mehr korrekt und muss getauscht werden.

    Verläuft die ermittelte Kennlinie jedoch gleichmäßig und parallel ober- oder unterhalb dieser Toleranzlinie und kreuzt das Toleranzband nicht, so ist der Zündverteiler in Ordnung und nur die Prüfmarkierung falsch positioniert.

    Prüfen muss man die Funktion der Zündverteilerverstelleinrichtung sowohl beim Anheben der Drehzahl wie auch beim Verzögern der Drehzahl der Verteilerwelle; daher nutzt man für letzteres den Prüfstand.