Großbaustelle: Blauer 1990er 5-Türer Life 1.4i

  • #1

    Hallo zusammen, wollte mir eigentlich noch etwas Zeit mit der Erstellung des Threads lassen, aber ich will es nicht weiter aufschieben. Hier dann also die ewige Baustelle. Zur Geschichte:

    Im Februar 2018 mit 16 Jahren entschloss ich mich nach längerem überlegen, das Auto haben zu wollen. Die Bilder sagen gut aus, die Ausstattung war auch nicht schlecht (siehe Profil) und der Preis, 950 Flocken war auch.. "billig". Dachte ich jedenfalls. Also ca. 350km ins thüringische Nirvana gefahren und das Auto das erst Mal Life gesehen. Ingeschweißt, Ledeglich die Radläufe gespachtelt (sah gut aus)..

    Begeistert vom potentiellen ersten wagen, entschied ich mich ihn zu Kaufen. Also im März 2018 hier hin geholt

    Das zu den Bildern aus der Anzeige.

    Und hier war er endlich bei mir


    Auf der Fahrt hier rüber ging bereits im Leerlauf die MKL an.. Fehler später gefunden, es war eine falsche Einspritzdüse drin und die Lambdasonde abgerissen..

    Jedenfalls den versifften Motor etwas sauberer gemacht (habe davon leider kein Bild) und dann,stand er eigentlich sowieso erstmal nur da, da ich noch keine 17, war und den Führerschein auch noch nicht hatte.

    Es dauerte keine 3 Wochen und die Bastelei ging los. Der Kadett Facelift Tacho würde gegen einen karierten aus dem Ascona C ersetzt

    Keine Ahnung warum die Bilder in der Vorschau so eine schlechte Qualität haben, ist einfach so. Währenddessen schraubte mein Vater die vordere Stoßstange ab, und das erste Unglück kam zum Vorschein..

    So viel erstmal zu Teil 1. Weiteres Folgt

    der Opel Kadett - kurz gesagt O.K


    Mein ganzer Stolz:

    '90er Kadett E 1.4i Life 5-Türer EZ mit DDR-Stempel, '85er Suzuki GSX400S

    Vatterns Spielzeuge:

    '91er Kadett E 1.6i Cabrio, '90er Kadett E GSi 16V, '92er Yamaha XJ900F

  • #3

    Ansich passierte erstmal nicht viel weiter, war ja noch TÜV bis 02/19 drauf und im Oktober 2018 ist er dann Mal die ersten Male durch mich bewegt worden. Nach bestandener Prüfung direkt raus aus dem Golf 7 TDi und rein in meine Sardinenbüchse... Nachdem ich beim Straßenverkehrsamt noch am,selben Tag den,Zettel abgeholt hab. An dem Tag 150km Kadett gefahren, heißt so viel wie, ich wollte nicht mehr aussteigen.


    Ende Januar hat er dann auch Mal ein weißes deckchen bekommen. In der Zeit stand er wieder nur in der Einfahrt und wurde nicht bewegt.


    Da der TÜV nun wartete, und das Fahrwerk so,ziemlich das ausgeleierteste war, das es gibt, hab ich federn von Papas GSi 16V einbauen lassen, 18mm Stabi vorne, GSi Stabi hinten(selbst eingebaut sowie Federn Hinten und Stoßdämpfer Sachs Touring) und vorne noch Bilstein B4. Dabei einen TÜV checkup machen lassen. Kotflügelkanten hinter der Stoßstange mussten angeblich instandgesetzt werden. Also die kotis dran gebaut, die es beim Auto mit dabei gab. Warum wohl...


    Dabei auch Masseband vom Getriebe zur Karosse, nach Fehlgeschlagenem Lötversuch erneuert



    Und dann ein Bild von mir, wie ich voller Stolz auf die zum Großteil selbst gemachten "Umbauten" einen auf cool machen wollte.


    So blieb das Auto erstmal einige Zeit, wem,es aufgefallen ist, statt 13" silbernen Sportstahlfelgen, nun 14" in Anthrazit. Wer den Farbton hat gerne melden, die Nummern der Felgen Stelle ich später noch rein


    Fast vergessen. Vor dem TÜV ließ sich das Fernlicht nur per Lichthupe einstellen. 3 Nachmittage grübeln und nach einem neuen Blinkerhebel war auch das Problem erledigt.


    Soviel zu Teil 2. Teil 3 Folgt

    der Opel Kadett - kurz gesagt O.K


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  • #4

    Die nächsten warmen Tage waren da und ich machte mir Gedanken über den Zahnriemen. Hatte da keinerlei Info drüber. (Auto gekauft mit 125000km Zahnriemen bei 131000km) also dachte ich mir

    Motor ohne Servo, ohne alles, kann schon nicht so schwer sein. Also wollte ich anfangen. Laut Motornummer Zahnriemensatu bestellt, aber falschen da gehabt (jetzt liegt einer ohne Spannrolle hier rumm). Also neuen bestellt und angefangen. Bis die Kurbelwellen Riemenscheibe runter war, war es schon ein Akt. Also weiter. Spannrolle raus, Riemen runter, Wasserpumpe lösen und entfernen.. ja.. oder auch nicht. Also erst Nockenwellenrad runter und das Thermostat getauscht. Dies hatte Produktionsdatum 09/08. Also nehme ich an der ganze Kram war rund 10 Jahre alt. So weit so gut. Mit sanfter Gewalt dann die Wasserpumpe raus bekommen. Produktionsstempel von 89.. dass die noch dicht war.. also alles in neu wieder rein und zusammenbauen. Riemenverkleidungen hab ich auch richtig schön gereinigt und die rostige Scheibe der Kurbelwelle in Rallye Silber lackiert. Sowie den rostigen Metall Ansaugrüssel. Der Ernst Endschalldämpfer kam auch noch drunter und danach ging es im Innenraum weiter. Mehr davon dann in Teil 4





    Leider kein Bild der Fertigen Riemenscheibe und des Ansaugrüssels gefunden. (Auf dem Dachboden Lackiert



    Sieht dezent nach mehr als 60PS aus und hört sich auch so an


    Zu guter Letzt der Anfang von Teil 4. Sitzheizungsschalter die nur leichten und die Vorfacelift Uhr, allerdings diese ohne Bild


    Der Motor Lief nach der Operation am offenen Herzen einwandfrei.

    Mehr zum Innenraum in Teil 4. Kleiner Spoiler, geht um das Soundsystem

    der Opel Kadett - kurz gesagt O.K


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  • #5

    Immer schön fleißig sein... So ein Kadett braucht viel Pflege :-)

    Als mein blaues Baby noch mit 60 Pferdchen geritten wurde war der Sound auch Mega.. Und Ich Zwanzig Jahre Jünger ;-)

    Mittlerweile drückt er als Turbo satte 126dB ( mit dem "Nicht-Tüv" Endschalldämpfer...

    Bleib am Ball mit deinem ersten Auto. Vielleicht bleibt er bei Dir so wie mein Kadett seit nunmehr 21 Jahren.

  • #6

    Ja der steht gerade beim Karosseriebauer.. dazu später mehr. Kriege ihn Donnerstag wieder (ohne Farbe an entsprechenden Stellen und Samstag geht's in den Urlaub damit. Gut dass mich dort niemand kennt (weil,das unfertig aussehen wird)

    der Opel Kadett - kurz gesagt O.K


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  • #7

    Teil 4

    Da das alte SC202 den Geist aufgegeben hat, war es Zeit für was neues. Also ein alpine CDE-193BT da rein. Dazu vorne Pioneer boxen mit 200W Maximalbelastung, hinten Magnat mit 95W Maximalbelastung. Dazu hinten im Kofferraum einen Crunch 12" Würfel mit Schräge für die Rückbank. Befeuert von einem Alpine MRP-M500 Monoblock. 16mm² Kabel verlegt. Hinterm hinteren Kennzeichenhalter noch doppelseitigen Klebeband damit es nicht so klappert und ab dafür. Ich finde das ist ganz gut gelungen. Viele Bilder hab ich dazu leider nicht


    Die Rolle war nur zu Testzwecken drin, hat nur eine Verschlechterung erbracht

    Das LS Lenkrad wurde durch ein GSi Vorfacelift Lenkrad ersetzt

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  • #8

    Nach dem Urlaub kommt auch Teil 5


    Habe in Hamm auf dem Oldtimermarkt für 30€ einen unlackierten Kühlergrill von Hella mit Zusatzscheinwerfern ergattern können. Den erstmal bis aufs letzte Einzelteil zerlegt und gereinigt. Flugrost an den Scheinwerfern so gut es ging entfernt, in die vernudelten Kreuz Schrauben einen Schlitz rein gesägt und Gewinde nachgeschnitten (waren total angegammelt). Zu guter Letzt Haftvermittler auf den Grill, grundiert und in Rallye silber lackiert.

    Kam das Problem mit dem Kabelbaum. Es war keiner dabei, also selbst was basteln. Nach 3h war dieser auch (fast) praxistauglich. Muss mir da noch was einfallen lassen wie ich die Steuerleitung des Relais vom Fernlicht abgreifen kann. Momentan hab ich das Kabel einfach nur mit in den Stecker geschoben. Zwar sehr unprofessionell, aber funktioniert.

    Also den ganzen Spaß verbaut und alles funktioniert prima. Ledeglich bei sehr großen, sauberen Schildern wird man im Dunkeln vom eigenen Licht geblendet, aber ansonsten wird die Nacht zum Tage. Hab auch überlegt die Zusatzscheinwerfer irgendwie über Zündungsplus mit einem Schalter zu schalten, um sie auch unabhängig vom Fernlicht einschalten zu können. Dann könnte ich mit Abblendlicht und Nebelscheinwerfern + Zusatzscheinwerfern fahren, oder sie einfach so einschalten, auch wenn es eigentlich Unsinn ist.



    Ja ich weiß, die Sardinenbüchse ist nicht die sauberste, ist aber auch kein reines schön Wetter Fahrzeug. Im Winter kommt er nur auf die Straße wenn es unbedingt notwendig ist und Regen? Naja es ist Wasser, der ist nicht aus Zucker


    Teil 6 folgt

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  • #9

    Weiter geht's mit Teil 6.

    Bekannt war, dass die Radläufe bereits gespachtelt waren und nach zwei Jahren in meinem Besitz, kam der Gammel wieder durch. Der Spachtel an der Schwellerspitze schön braun, und am Radlauf sah es nur so aus als wäre das äußere Blech hin. Innen fühlte es sich jedoch noch ganz brauchbar an.. doch das täuschte.

    Also Bleche organisiert und ab zum Karosseriebauer. Aber was dann zum Vorschein kam, damit hab ich selbst nicht gerechnet. Der innenradlauf wurde bereits gemacht. Aber nicht so wie man denkt. Es war eine Mischung aus Alublech, Niete, Kunstharz Kleber und Spachtel. Eine Seite schlimmer als die andere..

    Naja was muss das muss, also hab ich dem Karosseriebauer Mal machen lassen und habe zwischendurch Mal vorbeigeschaut. Es dauerte und dauerte, der geplante Urlaub rückte näher, aber der Kadett wurde einen Tag vor Abreise "fertig". Das heißt soviel wie grob verspachtelt und unlackiert. Naja reicht zum fahren, also ab in den Urlaub. Der Karosseriebauer sagte, bevor es weiter geht soll ich mich erstmal um die Karosseriekanten den, sonst lohnt sich das Lackieren nicht. Desweiteren machen nun die Antriebswellen bei voll eingeschlagener Lenkung beim anfahren keine gesunden Geräusche. Toll, wieder was neues. Die folgenden Bilder sprechen für sich..

    So ist der Aktuelle Stand der Dinge. Werde im Laufe der nächsten Wochenenden mich Mal den Karosseriekanten widmen. Geplant ist auch am 26.07. das erste Mal dieses Jahr zum Oldtimertreffen nach Attendorn zu fahren, wenn es denn stattfinden darf. Ja mit den Radläufen fahre ich dann da hin. Bin da ja schließlich schon mit den andersfarbigen Kotflügeln gewesen

  • #10

    Teil 7 Urlaubsbericht

    Mit mehr Bier und Ersatzteilen, als Gepäck im Kofferraum (dieses müsste auf der Rückbank Platz nehmen) ging es dann also los. Eine Strecke 640km. Zu den Ersatzteilen gehörten:

    Mehrere Zündverteiler

    Mehrere Zündspulen+Module

    Ein Satz Zündkabel

    Eine Verteilerkappe+Finger

    Drosselklappeneinheit mit allem dran

    Ventildeckel

    Und eine Lichtmaschine, wo ich nicht wusste ob sie überhaupt passt (seit heute weiß ich es: fast)

    Nach insgesamt gut 2000km kann ich sagen, Werkzeug und Ersatzteile umsonst spazieren gefahren. Aber besser haben und auf dem Parkplatz schrauben, als den Abschleppdienst rufen zu müssen. Ledeglich auf der Rückfahrt fehlte ihm irgendwie die Leistung, die er auch nach dem nächsten Tanken wieder hatte. (Lag wohl am Sprit den ich im Urlaub getankt habe (Total Tankstelle)) wobei sich an der Tanke die Zapfpistole komisch verhalten hat. Da kam am Anfang einfach nichts raus..

    Nun gut, den Urlaub hat er Problemlos überstanden und es hat eine Menge Spaß gemacht. Insgesamt sogar drei anderen Kadetten begegnet.

    Ich finde, er passt gut in die Altstadt. Und über die Gesellschaft der roten Stufe, habe ich mich sehr gefreut

    Mit der Landeskrone im Hintergrund

    Und im Vergleich zu einem ehemaligen Tagebau-Bagger. Dagegen wirkt der Kadett wie ein Spielzeug

    So sah er dann nach einem ungeplatem Offroad Kurs aus.. war überhaupt nicht matschig oder so.. aber es hat Spaß gemacht

    So sah es dann auf der Rückreise im Kofferraum aus. Fragt einfach nicht. Jeder war Mal jung und verrückt

    Und das nach nur 1500km. Was ein Akt den Dreck wieder runter zu kriegen


    Das war's soweit vom Urlaub. Als nächstes geht's wieder mit dem Basteln an der Baustelle weiter

    der Opel Kadett - kurz gesagt O.K


    Mein ganzer Stolz:

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