Ungleiches Kerzenbild beim 1200 S

  • #11

    da haben wir gleichzeitig versucht das Selbe zu beschrieben :thumbup:


    Die ungleichmäßige Kraftstoffverteilung in den Zylindern wird ja auch von der Fluidreibung im Ansaugtrakt und vom Gasaustausch im Zeitfenster der Ventilüberschneidung beeinflusst.

    Halt konstruktionsbedingt von der Geometrie der Strömungswege.

  • #12

    Normalerweise sollte alles dicht sein, habe den Motor komplett neu abgedichtet.

    Wäre aber eine mögliche Ursache.

    Nein Kompression habe ich noch nicht geprüft, wäre aber mal interessant!

    Die letzten 2x ist er prima gelaufen beim Kaltstart, habe schon etwas anderes im Verdacht, was aber eigentlich nicht wirklich einen Sinn ergeben würde bezüglich des schlechten bisher schlechtem Lauf beim Kaltstart.

    Aber wer weiß, habe schon einige Kuriositäten gehabt.

    Ob das Kerzenbild sich dann auch ändert wird man sehen.

    Grundsätzlich läuft der Motor wirklich prima, meiner Ansicht nach.

    Ich werde weitere berichten.....


    Danke schon mal an alle, für eure Nachrichten und Gedanken zu meinem Motor 🙏

  • #13

    Hallo ich würde einmal eine Oldscoole Ventilspülung probieren.Motor warmfahren,Lufi ab Drehzahl ca 2000 -2500 und langsam entweder Bremsflüssigkeit oder Takt Öl einträufeln.Damit habe ich früher viele Motoren wieder zu einem besserem Leerlauf usw gebracht.Aber nicht in der Garage oder Parkplatz ,am besten auf Feldweg :D Hat der Vergaser eine Leerlaufdüse .Mal überprüfen.Und natürlich den Ansaugtrakt auf Nebenluft absprühen .Grüsse Thomas.Kompressionstest ist sowieso Pflicht :thumbup:

  • #14

    Wie ich sehe, hast du Bosch Zündkerzen verbaut. Aktuell kenne ich jemanden, der auch wieder Probleme mit den Dingern hatte, sodass der Motor sehr schlecht lief.

    Ich selbst habe diese Erfahrungen auch mehrfach machen müssen.

    Bosch kauft ja seit ein paar Jahren in China ein und produziert keine PKW-Teile mehr selbst. Seitdem gibt es starke Qualitätsabweichungen.


    Seitdem fahre ich persönlich nur noch NGK und habe solche Probleme nicht mehr.


    Hatte z.b. einen Satz Zündkerzen, da verbogen sich immer wieder die Masseelektroden.

  • #15

    Moin,

    der kleine Motor hat doch siamesische Einlässe, d.h. 1+2 - 3+4. Wie sollen da die inneren fetter laufen?

    Hast du schon mal alles mit Bremseneriniger abgesprüht? Falls da irgend etwas undicht sein sollte.

    Schon mal Kompression geprüft?


    Normalerweise sollte alles dicht sein, habe den Motor komplett neu abgedichtet.

    Wäre aber eine mögliche Ursache.

    Nein Kompression habe ich noch nicht geprüft, wäre aber mal interessant!

    Die letzten 2x ist er prima gelaufen beim Kaltstart, habe schon etwas anderes im Verdacht, was aber eigentlich nicht wirklich einen Sinn ergeben würde bezüglich des schlechten bisher schlechtem Lauf beim Kaltstart.

    Aber wer weiß, habe schon einige Kuriositäten gehabt.

    Ob das Kerzenbild sich dann auch ändert wird man sehen.

    Grundsätzlich läuft der Motor wirklich prima, meiner Ansicht nach.

    Ich werde weitere berichten.....


    Danke schon mal an alle, für eure Nachrichten und Gedanken zu meinem Motor 🙏

  • #17

    Guten Morgen.

    Wie schon von anderen hier beschrieben, mal die Ansaugbrücke absprühen, ob die dicht ist. Entweder BG-widrig mit Bremsenreiniger, dann aber von weiter weg. Bei längeren Haaren oder Bart besteht akute Verlustgefahr,wenn das Zeug verpufft. Ist die Ansaugbrücke undicht,dann gibt der Kadett Gas. WD40 oder sonstiges Sprühöl geht auch. Das entzündet sich wesentlich schlechter, ist also nicht so gefährlich. In dem Fall "verschluckt" sich der Motor,wenn das eingesaugt wird. Auch den Vergaserfuß kontrollieren. Unter dem liegt ein Gummiring in der Ansaugbrücke. Fehlt der, ist plattgedrückt oder gerissen oder war der Vergaser ab und wurde mit altem Ring wieder montiert,dann ists da garantiert undicht. Bitte auch mal an der Drosselklappenwelle wackeln in jeder Richtung. Die darf kein fühlbares Spiel haben. Vor allem an der Seite,wo das Gasgestänge eingehängt ist. Der Kram ist schwer für ne dünne Metallwelle,die im Alugehäuse dreht. Wäre nicht der erste,der dort ausgeschlagen ist. Ein Spritzer Bremsenreiniger findet auch dort den Falschlufteintritt,der allzu oft über die Gemischschraube kompensiert wird,vor allem beim Automatik,weil der sonst wegen der Drehzahlabsenkung bei eingelegtem Gang läuft wie ein Sack Muscheln. Die CO-Grenzwerte von 2,5- 3 Vol% geben es ja lange her... Irgendwann ist aber Ende. Last but not least: Seitlich am Vergaser ist eine kleine M5 -Schlitz-Madenschraube mit Kontermutter. In Fahrtrichtung links. Das ist die Schraube,die den Venturi-Einsatz im Vergaser befestigt. Ich hatte es auch schon mehrfach bei den kleinen Solex-Vergasern,dass der Einsatz lose war(losgerappelt im Lauf der Jahrzehnte). Dann ist der ganze Venturi-Effekt dahin und das Luft/Sprit-Gemisch wird nicht richtig vernebelt,ein Teil tropft dann einfach in die Ansaugbrücke. Genau der Teil läuft dann in der Brücke entlang und nimmt durch die Schwerkraft den kürzesten Weg: Zylinder 2 und 3.

    Der moderne Öko-Alkohol-Plempen-Sprit machts nicht besser. Der Alkohol-Anteil verdampft bei betriebswarmem Motor,zurück bleiben die schlechter entzündlichen Bestandteile,die dann beim Abstellen Richtung Zylinder 2 und 3 laufen. Beim nächsten Kaltstart wird das dann mit angesaugt,verbrennt schlecht und der Motor läuft kurz nur auf 2,5 Zylindern. Wenn sich überall dort nichts finden sollte,dann wird es der Zylinderkopf sein. Ich hatte mal einen C-Coupe Automatik,der brannte alle 8500-9000 km den Flammsteg der Kopfdichtung zwischen Zylinder 2 und 3 durch. Irgendwer hatte wohl in grauer Vorzeit die Kopfdichtung gemacht und beidseits von aussen mit festziehen angefangen. Der Kopf war krumm wie eine Banane. Bei der 3. Dichtung kam dann ein anderer drauf,danach war Ruhe.


    Viel Erfolg!

    Gruß, Andy


    P.S.: Was das Ventile-Einstellen angeht: bei dem Alter der Motoren macht man das am besten bei betriebswarmem(!) und laufendem(!) Motor. Bei den CIH muss man sich ne Kettenabdeckung basteln,der spritzt das Öl sonst überall hin,beim OHV geht's natürlich ohne. Das Ventil schlägt sich nämlich mittig in den Kipphebel ein,da kommt man mit der Fühlerlehre nicht weit. Die Einstellschraube des Kipphebels wird bei laufendem Motor soweit zugedreht, bis der Motor nur noch auf 3 Pötten läuft(Ventil schließt dann nicht mehr komplett),dann zurück, bis der Kipphebel ganz leicht anfängt zu tickern. Dann passt es. Betriebswarm natürlich, weil sich die alten Gusssachen ganz nett ausdehnen. Da werden aus 0,2mm bei eiskaltem Motor, mit der Fühlerlehre eingestellt, ganz schnell mal höchstens 5 Hundertstel bis Max. 1 Zehntel,wenn der warm ist.


    Nun aber viel Erfolg.

  • #18

    Hallo Andy, danke für deine ausführliche Antwort!!

    Da ist wohl alles richtig was du schreibst und könnte die jeweilige Ursache sein.

    Da ich über die letzten 40 Jahre auch schon einige Erfahrungen gesammelt habe, war ich bemüht nach meinem Wissen jede Fehlerquelle auszuschließen, aber man lernt ja nie aus, deshalb ist Input von anderen Kennern immer toll und schließt auch einige Wissenslücken!!


    So wie es aussieht habe ich die Ursache für den schlechten Motorlauf in den ersten 30 - 40 Sekunden beim Kaltstart gefunden.

    Habe unbewusst den neuen schönen abschliessbaren Tankdeckel den ich zwischenzeitlich bei den ganzen Reparaturen/Überholungen aufgeschraubt habe, gegen einen orginalen abschliessbaren getauscht!!

    Der Motor läuft wie er soll, hab lange überlegt woran es liegt, denn die Kerzen hatte ich schon einige Male gereinigt ohne Erfolg und nur den Deckel eben vor 2 Wochen getauscht.

    Ist schon merkwürdig, aber es scheint wohl ein Belüftungsproblem vom Tank zu sein, obwohl der separate Schlauch eigentlich funktioniert 🤔

    Gehe mal davon aus das das Kerzenbild auch wieder besser ist, werde ich demnächst nachsehen, aber ist mir auch eigentlich wurscht, denn der Motor läuft wirklich prima, das kann mein 390er FE nicht besser!!


    Bezüglich der Ventileinstellung, ja, bei warmen laufenden Motor ist bei möglichen Mängeln der Kipphebel etc.das einstellen sicher vorteilhafter.

    Habe vermutlich noch keine dieser Mängel gehabt bei meinen Motoren, deshalb habe ich ausnahmslos ob Hydro oder mechanische Stössel die Ventile immer Kalt eingestellt.

    Diese mögliche vorgensweise stand auch in den Reparaturbüchern und das passt auch wohl, hatte bis jetzt jedenfalls nie Probleme mit dieser Methode und auch nie Lust auf die Sauerei mit dem Öl.

    Für die CIH's hatte ich mir irgendwann mal einen orginalen Blechventildeckel aufgeschnitten, für alle Fälle 😉


    Vielen Dank noch mal an alle für euer Input, tolles Forum hier🙏👍👍


    Gruß Dirk 🙋‍♂️

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