Beiträge von Strahli

    Völlig normal, dass Deine Suzi´ nach längerer Standzeit schlechter anspringt. Vergaser besitzen eine offene Schwimmerkammer, und wenn der Motor längere Zeit nicht gelaufen ist, dann verdunstet der Sprit aus dieser Speicherkammer. Nach einem Neustart muss die Benzinkammer und das Düsensystem erst wieder mit Kraftstoff gefüllt werden, bevor sich der Motor zum Leben erweckt.


    Beim Einspritzer hast Du dagegen ein geschlossenes Kraftstoffsystem mit stets anstehendem Benzindruck, welches dazu vor dem ersten Dreh der Kurbelwelle bereits nach dem Einschalten der Zündung, bei modernen Fahrzeugen bereits beim Öffnen der Türen, durch ein kurzzeitiges Anlaufen der Kraftstoffpumpe mit einer Druckerhöhung und Vorförderung für einen erforderlichen Systemdruck vor dem eigentlichen Start sorgt.


    Was Du beim Vergaser mit dem Orgeln betreibst, dass geschieht beim Einspritzer bereits im Vorfeld im Verborgenen; man hört da nur kurzzeitig die Benzinpumpe laufen.

    Mit Deinem neuen Motor machst Du alles richtig, denn eigentlich ist der C20NE ein ausgereifter, treuer und zuverlässiger Wegbegleiter. Ich denke mit dem Neuen wirst Du lange Freude haben, wenn einmal alles auf links gezogen wurde.

    Wie bereits gesagt, handelt es sich hierbei um den sogenannten Schlingertopf und nicht um ein Schwallblech. Dieser Schlingertopf ist eigentlich ziemlich unempfindlich und ist nicht mit Defekten auffällig.


    Hier mal ein Link zum einem Thema mit ähnlicher Problematik, wo ich mal mitgelesen habe.

    Tank mit Schlingertopf

    Du machst aber ganz schön was mit. Ich drücke Dir die Daumen und empfehle vor der ersten Inbetriebnahme eine Kompressionsmessung, sowie nach der ersten Ausfahrt unter Last eine Prüfung des Kühlwassers auf Ölverlust.

    oh ja, ohne Laptop und moderne Diagnosesoftware sind viele heutige Fachkräfte aufgeschmissen. Erfahrungen mit anderen Techniken und Technologien haben sie nicht und auf einen großen Erfahrungsschatz können viele auch nicht zurück greifen, da bleibe ich doch lieber unter Gleichgesinnten wie z.B. hier im Forum, die auch wissen wovon man redet ohne gleich die Suchmaschinen quälen zu müssen.


    Der Varajet ist schon ein ziemlich eigenwilliger Vergaser, aber richtig eingestellt laufen die Motoren sparsam und hängen auch gut am Gas. Diese Vergaserserie hat halt viele konstruktive Schwachstellen, die dann später mit der Einführung der kostengünstigen Einspritzanlagen und der Abgasreinigungspflicht nicht mehr ausgemerzt worden sind, da die Technologie dieser Art der Gemischaufbereitung nicht mehr dem Stand der Technik entsprachen und somit auch kein Bedarf an einer Weiterentwicklung bestand.

    Dass musst Du selbst ausprobieren, 5 bis 20 Sekunden ist vollkommen im Normbereich und witterungsabhängig. Das Ansprechverhalten und die zeitliche Wirkungsweise der elektrischen Bimetallstarterdeckel ist breit gefächert, daher kann es auch unterschiedlich lang dauern bis die Stauklappe vollständig geöffnet ist.

    Je kälter die Temperaturen sind, desto kälter ist auch die Ansaugbrücke und umso länger dauert es bis das Luft-Kraftstoffgemisch nicht mehr an den Innenwänden auskondensiert. Das was der Fahrer bei Fahrzeugen mit Choke nach Gefühl und Erfahrung macht, dass machen im Zusammenspiel der Starterdeckel und die Stufenscheiben; Du greifst mit Deinem ersten Gasstoß nur ein um den erhöhten Leerlauf abzusenken, wenn Du das Gefühl hast, dass der Motor im Leerlauf rund läuft.


    Gruß Strahli

    Die Stufenscheibe steuert die Stauklappe, nicht die Drosselklappen. Der Drosselklappenanschlag wird über die Unterdruckdose gesteuert.

    Hallo Chris,


    dass ist beim Varajet Vergaser so völlig normal, der erhöhte Leerlauf sollte so bei ca. 2000 bis 2300 u/min liegen und ist eigentlich für die kalte Jahreszeit von Wichtigkeit.

    Wenn der Motor in der kalten Jahreszeit gestartet wird, dann braucht der Motor für den Kaltstart ein fetteres Gemisch. Da ein größerer Teil des vom Motor angesaugten Luft-Kraftstoffgemisches an den noch kalten Innenwänden der Ansaugbrücke auskondensiert, kommt dementsprechend auch weniger des Gemisches in den Brennräumen des Motors an, was dann wiederum für ein schlechteren Rundlauf beim Kaltstart sorgen würde. Der technisch erhöhte Leerlauf soll dieses Phänomen in den ersten Minuten eliminieren.

    Nach weniger Sekunden kannst Du den erhöhten Leerlauf durch einen einzigen Gasstoß bereits abschalten, dann springt die Stufenscheibe am Vergaser durch das Gas geben in die nächste Stufe und die Leerlaufdrehzahl sinkt.


    Übrigens, durch das Treten des Gaspedales bei stillstehendem Motor schließt Du nicht die Drosselklappe, sondern die Stauklappe über dem Venturi der ersten Drosselklappenstufe. Dadurch wird der Luftdurchsatz gedrosselt und das Gemisch durch die Verringerung des Luftdurchsatzes angefettet.


    Gruß Strahli